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Zierfische, Familie Poeciliidae

Freiheitsmolly Poecilia salvatoris

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Freiheitsmolly (Poecilia salvatoris) ist ein lebhafter Lebendgebärender aus der Familie Poeciliidae, der etwa 7-10 cm TL erreicht. Die Grundfärbung ist silbrig bis goldgelb, bei manchen Populationen orange bis rot aufleuchtend, mit feinen blauen Sprenkeln und dunklen Punkten.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 2-3 JahreLebenserwartung

  • 25-28 °CTemperatur

  • 7-7,8pH-Wert

  • 10-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die Rückenflosse der Männchen ist deutlich vergrößert und prächtig in Rot, Weiß, Blau und Schwarz gefärbt, ein Muster, das an die amerikanische Flagge erinnert und dem Fisch seinen englischen Namen Liberty Molly eingebracht hat. Im Aquarium präsentiert sich der Freiheitsmolly sehr lebhaft und aktiv, bevorzugt die obere Wasserschicht und zeigt ausdauerndes Schwimmverhalten. Männchen sind gegenüber Weibchen sehr hartnäckig in der Balz; bei ruhigen oder langflossigen Nachbarn kann Flossenbeißen auftreten. Die Art ist ein produktiver Lebendgebärer und unter guten Haltungsbedingungen leicht zu vermehren.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 25-28 °C, pH 7,0-7,8, GH 10-15 °dGH. Ein Becken mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) ist die Mindestgröße; 200 Liter und mehr sind vorzuziehen. Offene Schwimmzone im oberen Bereich mit dichter Bepflanzung an den Rändern. Schwimmpflanzen als Schattenspender und Verstecke. Feiner bis mittelkörniger Sand oder Kies. Mäßige bis leichte Strömung. Abdeckung erforderlich wegen Springneigung. Bei starkem Männchenüberschuss Weibchenanteil erhöhen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Poecilia salvatoris ist eine gesellige Art und sollte in Gruppen von mindestens 4 Tieren gehalten werden, mit deutlichem Weibchenüberschuss zur Stressreduktion. Das Temperament ist im Gesamtverhalten friedlich, Männchen zeigen jedoch ausgeprägte Balzaktivität und können Weibchen hartnäckig bedrängen. Gegenüber ruhigen, langflossigen Arten kann Flossenbeißen auftreten. Schnecken werden toleriert. Sehr junge und kleine Garnelen gefährdet; adulte Garnelen meist toleriert. Geeignete Beifische: mittelamerikanische Arten, robuste Welse und größere Salmler mit ähnlichen Wasseransprüchen und aktivem Temperament. Sehr ruhige Arten sind ungeeignet.

Ernährung

Poecilia salvatoris ist ein Allesfresser mit ausgeprägter Neigung zu pflanzlicher Kost. Spirulina-Flocken, Algen-Tabs und Gemüsebeigaben (blanchierter Salat, Zucchini) als pflanzliche Basis. Ergänzend: Artemia, Mückenlarven und Frostfutter. Bei zu proteinreicher Kost Neigung zu Verfettung; hoher Pflanzenanteil empfohlen. Mehrere kleine Fütterungen täglich.

Zucht

Die Zucht ist einfach und gut dokumentiert. Poecilia salvatoris ist lebendgebärend. Tragzeit ca. 4-6 Wochen, Wurfgrößen 20-100 Jungfische. Zuchtwasserwerte: Temperatur 26-28 °C, pH 7,0-7,5. Konditionierung mit eiweißreichem Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven) und pflanzlichen Komponenten. Jungfische sind nach der Geburt sofort frei schwimmend. Erstfutter: Infusorien, Artemia-Nauplien und fein zerriebenes Flockenfutter. Dichte Bepflanzung oder separates Aufzuchtbecken nötig, da Eltern Jungtiere fressen.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 7 bis 7,5

Natürlicher Lebensraum

Poecilia salvatoris stammt aus Mittelamerika, Kerngebiet El Salvador, möglicherweise auch Honduras. Die Art bewohnt warme, klare Gewässer mit mittlerer bis hoher Härte. Typische Habitate sind dicht bewachsene Uferzonen mit sandigem oder schlammigem Grund und langsamer bis mäßiger Strömung.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind farbprächtiger, schlanker und kleiner, mit stark ausgeprägter und bunt gefärbter Rückenflosse sowie Gonopodium. Weibchen sind größer und fülliger mit dezenterer Grundfärbung und gut erkennbarem Schwangerschaftszeichen (Gravid Spot) während der Trächtigkeit.

Gut zu wissen

  • Prächtige, farbige Rückenflosse der Männchen (rot-weiß-blau, Liberty-Muster)
  • Lebendgebärend mit Gonopodium bei Männchen
  • Aktives Balzverhalten; Flossenbeißen bei langflossigen Nachbarn möglich
  • Eltern fressen Jungfische; dichte Bepflanzung oder Aufzuchtbecken nötig
  • Springt gelegentlich; Abdeckung erforderlich
  • Neigung zur Verfettung bei zu proteinreicher Kost
  • Wärmeliebend: Temperatur nicht unter 25 °C

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Freiheitsmolly?

Poecilia salvatoris benötigt eine Temperatur von 25-28 °C, pH 7,0-7,8 und GH 10-15 °dGH. Die Art ist wärmeliebend und bevorzugt mittlere Wasserhärte.

Kann man den Freiheitsmolly mit anderen Fischen vergesellschaften?

Geeignet sind mittelamerikanische Arten, robuste Welse und größere Salmler. Langflossige und sehr ruhige Arten meiden, da Flossenbeißen auftreten kann. Schnecken und adulte Garnelen werden toleriert.

Wie züchtet man den Freiheitsmolly?

Die Zucht ist einfach. Lebendgebärend mit Wurfgrößen von 20-100 Jungfischen nach 4-6 Wochen Tragzeit. Dichte Bepflanzung schützt Jungtiere, da Eltern sie fressen.

Was frisst der Freiheitsmolly?

Allesfresser mit pflanzlicher Tendenz. Spirulina-Flocken und Gemüse als Basis, ergänzt durch Artemia und Mückenlarven. Bei zu proteinreicher Kost Verfettungsgefahr.

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Fragen und Erfahrungen

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