
Zahnkarpfen
Jamaika-Kärpfling
Limia melanogaster
- Endgröße: bis 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 7,5-8,5
- Wasserhärte: hart bis sehr hart
- Schwierigkeit: Einfach
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Poeciliidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Buckelkärpfling (Limia nigrofasciata, im Handel oft als Poecilia nigrofasciata geführt) ist ein kompakt gebauter Lebendgebärender aus der Familie Poeciliidae, der etwa 6-6,5 cm TL (5,2 cm SL) erreicht. Der Körper wirkt leicht hochrückig und gedrungen mit einer warmen Gelb- bis Goldfärbung und typischer Tigerung aus dunklen vertikalen Streifen (nigrofasciata = schwarzgestreift).

bis 6,5 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
25-28 °CTemperatur
7-8pH-Wert
9-19 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Ältere Männchen entwickeln oft einen ausgeprägten Nackenbuckel, der der Art den deutschen Namen eingebracht hat. Im Aquarium zeigt Limia nigrofasciata ein sehr geselliges Gruppenverhalten. Die Tiere verbringen viel Zeit in den oberen Wasserschichten und sind ständig in Bewegung. Männchen führen imposante Balz- und Schaukämpfe vor, ohne dabei aggressiv zu werden. Die Art grast aktiv Algenwuchs von Beckenwänden ab und profitiert davon. IUCN-Status: Vom Aussterben bedroht (Critically Endangered, CR). Der einzige natürliche Lebensraum ist der Lago Miragoâne auf Haiti. Aquarianer sollten ausschließlich Nachzuchttiere erwerben und zur Erhaltungszucht beitragen. (früher Poecilia nigrofasciata)
Wasserwerte: Temperatur 25-28 °C, pH 7,0-8,0, GH 9-19 °dGH. Ein Becken mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) ist die Mindestgröße. Feiner Sand- oder Kiesboden mit dichten Bepflanzungszonen und freiem Schwimmraum unter der Oberfläche. Schwimmpflanzen schaffen Verstecke für Weibchen und Jungfische. Etwas Algenwuchs an den Beckenwänden ist erwünscht, da die Tiere diesen aktiv abgrasen. Moderate Filterleistung ohne starke Strömung. Die Art bevorzugt hartes, alkalisches Wasser; weiches oder saures Wasser vermeiden.
Limia nigrofasciata ist ein geselliger Gruppenfisch und sollte nicht einzeln gehalten werden; die Art profitiert deutlich von Gesellschaft und zeigt in Gruppen ein harmonisches Sozialgefüge. In der Praxis ist ein Leben in kleiner bis mittlerer Gesellschaft zu empfehlen, damit typische Gruppendynamik und Balzverhalten voll ausgelebt werden können. Wegen der ausgeprägten Werbe- und Aufmerksamkeitsarbeit der Männchen wird eine Haremshaltung mit Übergewicht an Weibchen empfohlen, damit einzelne Weibchen nicht übermäßig bedrängt werden. Das Temperament ist im Allgemeinen friedlich; es kommt zwar zu imponierenden Balz- und Drohverhalten unter den Männchen, diese sind jedoch selten wirklich aggressiv. Während der Fortpflanzungszeit können Männchen Weibchen intensiver verfolgen, weshalb strukturelle Rückzugsmöglichkeiten für Weibchen und Jungfische wichtig sind. In Bezug auf Wirbellose gilt: Schnecken werden in der Regel toleriert, adulte größere Garnelen wie Amano-Garnelen sind ebenfalls meist unproblematisch, während Junggarnelen kleiner Arten (z. B. Neocaridina-Nachwuchs) gefressen werden können. Limia nigrofasciata eignet sich gut für Gemeinschaftsbecken mit anderen friedlichen, bodennah bis mitteltief schwimmenden Arten aus der karibisch-zentralamerikanischen Bioregion. Geeignete Beifische sind ruhige Arten, die ähnliche Wasserwerte (hartes, alkalisches Wasser, 25–28 °C) bevorzugen und keine ausgeprägte Raubfischnatur besitzen. Andere Limia-Arten sollten nur zusammengehalten werden, wenn eine Hybridisierung ausdrücklich ausgeschlossen werden soll – die Arten kreuzen sich leicht untereinander.
Limia nigrofasciata ist ein Allesfresser mit starkem Hang zur pflanzlichen Kost. Hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter mit pflanzlichen und tierischen Anteilen als Basis. Spirulina-haltige Futtersorten und Algen-Tabletten fördern Gesundheit und Farbintensität. Ergänzend: Artemia, Daphnien und Mückenlarven zur Konditionierung. Die Tiere grasen aktiv Algen von Einrichtungsgegenständen ab.
Für Limia nigrofasciata sind Zuchterfolge im Aquarium gut dokumentiert; die Art ist in Aquarianerkreisen vielfach nachgezüchtet worden. Die Fortpflanzung erfolgt lebendgebärend, also mit direkter Geburt von frei schwimmenden Jungfischen. Die Zucht gilt in der Praxis als mittelschwierig; mit gezielter Konditionierung und Vorsichtsmaßnahmen ist eine erfolgreiche Aufzucht jedoch sehr gut möglich. Zuchtwasserwerte: Als Zuchtbedingungen werden Temperaturen von 26–28 °C empfohlen, ein Zucht-pH von 7,2–8,0 sowie mittlere bis höhere Wasserhärte. Diese Werte liegen nahe an den Haltungswerten, tendieren jedoch in Richtung etwas wärmer, was die Fruchtbarkeit und Entwicklung fördern kann. Für die Konditionierung der Elterntiere haben sich lebende Futtermittel wie Artemia und Mückenlarven sowie pflanzliche Kost bewährt, um Weibchen in eine gute Fortpflanzungskondition zu bringen. Fortpflanzungsverlauf und Aufzucht: Die Tragzeit beträgt etwa 4–6 Wochen (28–42 Tage). Als Erstfutter für die Jungfische eignen sich feines Staubfutter und fein zerstoßene Flocken, kombiniert mit dichter Bepflanzung, damit die Jungfische Verstecke vor adulten Artgenossen haben. Zuchtstrategie: Haremshaltung mit mehreren Weibchen gegenüber einzelnen Männchen reduziert Stress für die Weibchen und erhöht die Überlebenschancen der Nachzuchten. Regelmäßige Wasserwechsel, hohe Wasserqualität und abwechslungsreiche Fütterung sind zentrale Maßnahmen zur erfolgreichen Zucht. Da die Art IUCN-gelistet ist, kommt der Nachzucht im Aquarium besondere Bedeutung zu.
Limia nigrofasciata ist endemisch im Lago Miragoâne auf Haiti (Hispaniola) und besiedelt dort vor allem flachere Uferbereiche. In ihrem natürlichen Habitat finden sich weiche, schlammige Substrate und sehr dichte Unterwasservegetation; die Bevorzugung von Flachwasserzonen mit hohem Pflanzenaufwuchs macht die Art zu einem typischen Vertreter von Uferbiotopen. Die Gewässer weisen oftmals nur geringe bis mäßige Strömungen auf. Der Lago Miragoâne ist eines der artenreichsten Süßgewässer der Karibik – allein neun Limia-Arten wurden dort nachgewiesen, darunter zwei erst 2020 beschriebene Neuarten. Das natürliche Substrat ist überwiegend schlammig. Die frequentierten Schwimmzonen reichen vornehmlich in die oberen Wasserschichten, wo die Art nach Nahrung sucht und Balzverhalten zeigt. Wilde Wasserwerte des Lago Miragoâne sind alkalisch und hart, was die Haltungsempfehlung für hartes, leicht basisches Wasser im Aquarium bestätigt.
Die Art zeigt einen klaren Geschlechtsdimorphismus: Männchen bleiben tendenziell kleiner und auffälliger in der Färbung, sie entwickeln ein Gonopodium als modifizierte Afterflosse und oft einen ausgeprägten Nackenbuckel im Alter. Weibchen sind im Vergleich fülliger, insgesamt größer und etwas blasser gefärbt. Die Standardlänge beider Geschlechter liegt bei etwa 5,1–5,2 cm SL (entspricht ca. 6–6,5 cm TL); Männchen sind tendenziell am unteren Ende dieses Bereichs zu finden, Weibchen eher am oberen. Zusätzlich unterscheiden sich die Flossenform und -zeichnung: Männchen zeigen oft stärkere Zeichnung und intensivere Gelbtöne an Schwanz- und Rückenflosse.
Limia nigrofasciata erreicht ca. 6–6,5 cm TL. Aquarientiere bleiben oft etwas kleiner als Wildfänge.
Empfohlen wird ab 80 cm Kantenlänge (ca. 112 L). Größere Becken sind immer besser.
Die optimale Temperatur liegt zwischen 25 und 28 °C.
Limia nigrofasciata ist ein Allesfresser mit starkem Hang zur pflanzlichen Kost.
Limia nigrofasciata eignet sich gut für Gemeinschaftsbecken mit anderen friedlichen, bodennah bis mitteltief schwimmenden Arten aus der karibisch-zentralamerikanischen Bioregion.
Ja, die Art gilt als einfach zu halten und ist gut für Einsteiger geeignet.
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