
Glaswelse
Schwarzschwanz-Glaswels
Kryptopterus cryptopterus
- Endgröße: bis 20 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 20-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Siluridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Blaue Glaswels (Kryptopterus geminus) erreicht etwa 17 cm Standardlänge und gehört zu den Siluridae. Im Gegensatz zum bekannteren Kleinen Glaswels (Kryptopterus vitreolus) besitzt diese Art einen langgestreckten, walzenförmig-torpedoartigen Körperbau und ist nicht seitlich abgeflacht. Markant sind die stahlblau-silbernen Reflexe auf den Flanken, die der Art ihren deutschen Namen geben.

17 cm (SL)Endgröße
8-10 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Die schuppenlose Körperoberfläche ist weniger transparent als bei Kryptopterus vitreolus – Kryptopterus geminus wirkt eher blausilbrig schimmernd. Im Aquarium ist die Art friedlich, aber lebhafter als ihr kleiner Verwandter. Sie schwimmt bevorzugt im freien Mittelwasser und hält sich nicht primär in Bodennähe auf. Als Schwarmfisch zeigt Kryptopterus geminus in Gesellschaft von Artgenossen koordiniertes Schwimmverhalten in lockeren Gruppen, gelegentlich mit der Schnauze in Richtung Strömung stehend. Die Art stammt aus den großen Fließgewässern des kontinentalen Südostasiens (Mekong, Chao Phraya, Mae Khlong, Bang Pakong) und ist nicht auf Borneo oder den Inseln Südostasiens verbreitet.
Der Blaue Glaswels benötigt Wasser mit 20 bis 28 °C (optimal 22 bis 26 °C), einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 5 bis 15 °dGH. Ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und mindestens 300 Litern bietet ausreichend Schwimmraum für eine Gruppe. Die Einrichtung sollte strukturreich sein mit Wurzelholz, Steinformationen und dichter Bepflanzung als Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig sind ausreichend offene Schwimmzonen im Mittelwasser wichtig. Schwimmpflanzen reduzieren die Lichtintensität und fördern das Wohlbefinden. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung ist zu bevorzugen. Die Art stammt aus fließenden Gewässern und verträgt mäßige bis deutliche Strömung gut. Ein Filterdurchsatz von 4 bis 5 Mal dem Beckenvolumen pro Stunde ist sinnvoll. Gute Sauerstoffversorgung ist wichtig. Futter sollte langsam absinkend oder in der Strömung treibend angeboten werden. Kryptopterus geminus ist ein lebhafter Schwarmwels für Aquarianer mit etwas Erfahrung. Verwechslungsgefahr besteht mit Kryptopterus vitreolus (kleiner, glasartig transparent, Ruhigwasser) und Kryptopterus cryptopterus (Insel-Südostasien). Junggarnelen und sehr kleine Fische können als Beute betrachtet werden.
Kryptopterus geminus ist ein Schwarmfisch. Die Mindestgruppe sollte 6 Tiere umfassen, besser sind 8 und mehr in entsprechend größerem Becken; bei Einzelhaltung werden die Tiere scheu und verstecken sich. Das Grundtemperament ist friedlich, Aggressionen sind nicht typisch. Gegenüber sehr kleinen Fischen (unter 2 bis 3 cm) besteht ein Prädationsrisiko. Geeignete Beifische sind friedliche bis mittelaktive asiatische Barben, Danios, Rasboras und ruhige Bodenbewohner aus Südostasien. Große, dominante Arten sind ungeeignet, da Kryptopterus geminus scheu ist. Schnecken sind unproblematisch. Garnelen sind gefährdet, auch adulte Zwerggarnelen liegen in der Beutegröße.
Kryptopterus geminus ist ein Karnivore. In der Natur ernährt sich die Art von kleinen Wirbellosen, Krebstieren und Jungfischen. Im Aquarium werden Mückenlarven, Artemia, Tubifex und Wasserflöhe gut angenommen. Sinkende Pellets und hochwertige Welsgranulate können ergänzend angeboten werden. Da die Art im Mittelwasser schwimmt, sollte Futter langsam absinkend oder in der Strömung treibend angeboten werden.
Die Zucht von Kryptopterus geminus im Aquarium ist nicht dokumentiert. In der Natur laicht die Art zu Beginn der Regenzeit, Jungfische treten in saisonal überschwemmten Gebieten auf. Diese saisonalen Reize (Temperaturveränderung, Wasserstandsanstieg, veränderte Wasserchemie) sind entscheidende Auslöser, lassen sich im Aquarium aber schwer reproduzieren.
Kryptopterus geminus ist im kontinentalen Südostasien beheimatet: Mekong, Mae Khlong, Bang Pakong und Chao Phraya in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam. Die Art bewohnt fließende Flüsse und größere Bäche. Sie ist nicht auf Borneo oder den Inseln Südostasiens verbreitet – diese Verbreitungsgebiete gehören zu den verwandten Arten Kryptopterus cryptopterus und Kryptopterus vitreolus.
Verlässliche äußere Merkmale zur Geschlechtsunterscheidung sind nicht dokumentiert. Weibchen können vor dem Laichen eine rundere Körperform zeigen. Eine sichere Bestimmung ist nur im direkten Vergleich mehrerer Tiere möglich.
Die empfohlenen Werte liegen bei 20 bis 28 °C (optimal 22 bis 26 °C), pH 6,0 bis 7,5 und GH 5 bis 15 °dGH. Mäßige bis gute Strömung ist wichtig.
Geeignet sind friedliche asiatische Barben, Danios, Rasboras und ruhige Bodenbewohner aus Südostasien. Sehr kleine Fische unter 2 bis 3 cm können als Beute betrachtet werden. Große, dominante Arten sind ungeeignet.
Die Zucht ist bisher nicht dokumentiert. In der Natur laicht die Art saisonal zu Beginn der Regenzeit. Diese Auslöser lassen sich im Aquarium schwer nachahmen.
Ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und 300 Litern ist für eine Gruppe von 6 Tieren geeignet. Ausreichend freier Schwimmraum im Mittelwasser ist wichtiger als Bodenfläche.
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