Macrognathus
Beschreibung
Macrognathus ist eine Gattung von Stachelaalen (Mastacembelidae) aus Süd- und Südostasien. Die Gattungsvertreter erreichen je nach Art Größen von 15 bis über 60 cm und zeigen den typischen aalähnlichen, langgestreckten Körperbau mit spitz zulaufender Schnauze. Die Färbung ist meist unmarkant in Erdtönen gehalten, was gute Tarnung in schlammigen Habitaten bietet.
Im Aquarium zeigen Macrognathus-Arten typisches Verhalten bodenbewohnender Aale: vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, verbringen sie den Tag eingegraben im weichen Substrat oder versteckt unter Wurzeln. Nach einer Eingewöhnungsphase werden viele Exemplare zutraulicher und zeigen sich neugierig bei der Fütterung.
Besonderheiten
- Dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber eingegraben oder versteckt
- Gräbt sich in weiches Substrat ein
- Bekannter Springer, lückenlose Abdeckung erforderlich
- Räuberisch gegenüber kleinen Fischen und Wirbellosen
- Kann mit der Zeit zutraulich werden
Vergesellschaftungshinweise
Macrognathus-Arten sind überwiegend friedlich gegenüber größeren Fischen, jedoch räuberisch gegenüber kleinen Fischen und Wirbellosen. Die Haltung in kleinen Gruppen ist möglich, Artgenossen werden unter günstigen Bedingungen mit ausreichend Platz und Verstecken toleriert.
Garnelen sind ungeeignet. Schnecken sind gefährdet, besonders kleine Exemplare. Die Vergesellschaftung gelingt mit größeren, robusten Fischen aus Süd- oder Südostasien, die nicht als Beute infrage kommen.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind tendenziell größer und massiger mit runderen Bäuchen. Männchen sind schlanker. Die Unterscheidung erfolgt über Proportionen und Färbung bei adulten Tieren.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: 23-28 °C, pH 6,5-7,5, GH 5-15 °dGH. Macrognathus-Arten benötigen ein geräumiges Aquarium mit weichem Substrat (Sand oder feiner Kies), in das sich die Tiere eingraben können. Reichlich Verstecke aus Wurzeln, Höhlen und dichten Pflanzengruppen sind wichtig.
Die Filterung sollte moderat sein, da die Tiere ruhiges bis langsam fließendes Wasser bevorzugen. Eine gute Wasserqualität und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Diese Art ist ein bekannter Springer! Eine lückenlose Abdeckung des Aquariums ist erforderlich.
Macrognathus-Arten sind dankbare Pfleglinge, wenn die Grundbedürfnisse (weiches Substrat, Verstecke, Abdeckung) erfüllt werden. Die nachtaktive Lebensweise macht sie für Abendbeobachter reizvoll.
Zucht und Fortpflanzung
Macrognathus-Arten sind eierlegend. Die Zucht im Aquarium gilt als schwer und ist nur bei wenigen Arten erfolgreich dokumentiert. Spezifische Zuchtparameter sind artabhängig und nicht umfassend dokumentiert.
Ernährung/Futterbedarf
Macrognathus-Arten sind Allesfresser mit starker Neigung zu fleischlicher Kost. Im Aquarium werden lebende und gefrorene Futtertiere wie Mückenlarven, Blutwürmer, Mysis und Artemia gut angenommen. Sinkende Pellets oder Tabletten sind ebenfalls geeignet. Die Fütterung sollte in den Abendstunden erfolgen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Macrognathus-Arten stammen aus Süd- und Südostasien und bewohnen flache, vegetationsreiche Uferbereiche in Flüssen, Seen, Reisfeldern und Stauseen mit weichem, schlammigem Substrat. Die Tiere leben bodennah und nutzen dichte Vegetation und Substrat zur Nahrungssuche und Deckung.