Die Regenbogenelritze (Hydrophlox chrosomus, früher Notropis chrosomus) ist eine schlanke Schwarmelritze aus dem Mobile-Flusssystem im Südosten der USA. Sie erreicht bis 8,1 cm Gesamtlänge (TL), in der Natur meist um 5 cm. Laichbereite Männchen tragen über dem dunklen Seitenband einen rötlich-violetten Streifen, darunter schimmern die Flanken hellblau, die obere Hälfte des Auges leuchtet rot.
Schwierigkeit: Einfach
Schwarm
Friedlich
Foto: Charles König
bis 8,1 cm TLEndgröße
10-25 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
5-20 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Beschreibung
Zur Laichzeit bilden beide Geschlechter kleine Laichausschläge (Tuberkel) an Kopf und Körper. Ein beheiztes Becken braucht die Art nicht: 10 bis 25 °C gelten als sicher, Zimmertemperatur genügt. Seit einer Revision (wissenschaftlichen Neuordnung) der Gattung im Jahr 2022 wird die Art als Hydrophlox chrosomus geführt, im Handel ist der alte Name Notropis chrosomus weiter üblich.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: 10 bis 25 °C. Zimmertemperatur von 18 bis 22 °C genügt, plötzliche Temperaturwechsel sollten vermieden werden. Zu pH und Härte gibt es keine Angaben aus der Fachliteratur, Händler nennen pH 6,5 bis 8,0 und eine Gesamthärte von 5 bis 20 °dGH. Eine Gruppe ab 10 Tieren braucht ein Becken ab 100 cm Kantenlänge (200 Liter). Wichtig sind klares, sauerstoffreiches Wasser, eine kräftige Filterung mit etwas Strömung und ein kiesiger Bodengrund. Offene Schwimmräume über dem Kiesgrund und einige Steine oder Wurzeln als Sichtschutz genügen, Pflanzen werden nicht beschädigt. Einzeln oder in kleinen Gruppen bleiben die Tiere scheu. Ein Züchter berichtet von ganzjähriger Haltung in sauberen, sauerstoffreichen Gartenteichen mit Strömung, die Tiere lebten dort mindestens vier Jahre. Im Handel sind ausschließlich Nachzuchten.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Friedlicher Schwarmfisch, der immer in Gruppen ab 10 Tieren gehalten werden sollte. Die Art eignet sich für Gesellschaftsbecken, wenn die Mitbewohner ähnliche Ansprüche haben: klares, sauerstoffreiches, eher kühles Wasser mit Strömung und Kiesgrund. Tropische Arten, die dauerhaft über 25 °C brauchen, passen nicht dazu.
Ernährung
Allesfresser. In der Natur frisst die Regenbogenelritze vermutlich treibende Wasserinsekten und Pflanzenteile. Im Aquarium nimmt sie jedes Zierfischfutter passender Größe problemlos an, etwa hochwertiges Flocken- und Granulatfutter, ergänzt durch Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven.
Zucht
Hydrophlox chrosomus ist ein Kieslaicher ohne Brutpflege. In der Natur laicht die Art von April bis Juni oder Juli, häufig in Schwärmen über den Kiesnestern nestbauender Karpfenfische der Gattungen Nocomis und Campostoma, die Eier fallen zwischen die Kiesel. Im Aquarium gelingt die Zucht am ehesten mit einer Gruppe beider Geschlechter in einem Becken mit sauberer Kiesfläche, Strömung und viel Sauerstoff. Der Jahresgang der Temperatur im Herkunftsgebiet entspricht etwa dem in Mitteleuropa, ob eine kühlere Winterphase die Zucht fördert, ist nicht belegt. Gesicherte Angaben zu Zuchtwasserwerten und zur Aufzucht liegen nicht vor.
Natürlicher Lebensraum
Die Art kommt fast ausschließlich im Mobile-Becken im Südosten der USA vor: in den Flusssystemen von Coosa, Cahaba und Alabama sowie im äußersten Oberlauf des Black Warrior River, verteilt auf den Nordwesten Georgias, Alabama und den Südosten Tennessees. Kleine isolierte Bestände leben außerdem in Zuflüssen des Tennessee River in Alabama. Sie bewohnt vor allem kleine, klare Bäche und Oberläufe oberhalb der Fall Line (Geländestufe zwischen Bergland und Küstenebene), dort über kiesigem, teils sandigem Grund in Stromschnellen (flache, schnell überströmte Abschnitte) und Kolken (tiefere, ruhigere Auswaschungen), auch in Quellbächen.
Geschlechtsunterschiede
Laichbereite Männchen tragen einen rötlich-violetten Streifen über dem Seitenband, hellblau schimmernde Flanken und leuchtend blaue Brustflossen, die obere Augenhälfte ist rot. Männchen haben insgesamt mehr Blau in der Färbung und fallen zur Laichzeit deutlich auf. Laichausschläge (Tuberkel) an Kopf und Körper bilden beide Geschlechter.
Gut zu wissen
Kaltwasserart: 10 bis 25 °C gelten als sicher, ein Heizstab ist meist nicht nötig
Plötzliche Temperaturwechsel vermeiden
Schwarmfisch, Gruppe ab 10 Tieren
Braucht klares, sauerstoffreiches Wasser mit Strömung und Kiesboden
Laicht in der Natur über den Kiesnestern von Nocomis- und Campostoma-Arten (nestbauende Karpfenfische)
Beide Geschlechter bilden zur Laichzeit Laichausschläge (Tuberkel)
10 bis 25 °C, Zimmertemperatur von 18 bis 22 °C genügt, ein Heizstab ist meist nicht nötig. Plötzliche Temperaturwechsel sollten vermieden werden. Zu pH und Härte gibt es nur Händlerangaben: pH 6,5 bis 8,0 und 5 bis 20 °dGH.
Wie groß muss das Aquarium für die Regenbogenelritze sein?
Für eine Gruppe ab 10 Tieren ab 100 cm Kantenlänge und 200 Liter, mit etwas Strömung, kiesigem Boden und viel Sauerstoff.
Kann man die Regenbogenelritze vergesellschaften?
Ja, die Art ist friedlich. Die Mitbewohner sollten ebenfalls klares, sauerstoffreiches, eher kühles Wasser mit Strömung brauchen, tropische Arten passen nicht dazu.
Kann man die Regenbogenelritze im Aquarium züchten?
Die Art laicht über Kies und betreibt keine Brutpflege, in der Natur von April bis Juni oder Juli. Im Aquarium gelingt es am ehesten in der Gruppe mit sauberer Kiesfläche und Strömung. Gesicherte Zuchtwasserwerte gibt es nicht.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 7. Juli 2012Lesen und mitredenZuklappen
Werner
Hallo,
immer wieder schön, die Nachkommen von unserem Stamm auf Bildern zu sehen.
Der Notropis chrosomus stammt aus Nordamerika ( Tennessee, Alabama, Geogia )
er ist problemlos haltbar bei Temperaturen von 4°C – 26°C, sollte aber nicht dauerhaft bei hohen Temperaturen gehalten werden.
Eine ganzjährige Haltung in sauberen sauerstoffreichen Gartenteichen mit einer Strömung kommt einer natürlichen Haltung am nächsten.
Einige unserer Notropis leben schon 4 Jahre in der Aussenanlage.
Es ist ein robustes Tier, stellt keine besonderen Ansprüche an Wasserwerte und ist im Teich vergleichbar mit einem Goldfisch.