
Karpfenfische
Goldelritze
Pimephales promelas
- Endgröße: bis 10 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 10-22 °C
- pH-Wert: pH 6,5-8
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Leuciscidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Amerikanische Rotflossenorfe (Cyprinella lutrensis, früher Notropis lutrensis) ist ein schlanker, sehr aktiver Schwarmfisch aus der Familie Leuciscidae (Elritzen und ihre Verwandten). Sie wird bis 9,3 cm Gesamtlänge (TL) groß, die meisten Tiere bleiben bei etwa 7 cm. Die Grundfärbung ist silbrig.

bis 9,3 cmEndgröße
15-22 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
10-20 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Geschlechtsreife Männchen zeigen zur Laichzeit bläulich schimmernde Flanken, rote Flossen und weiße Laichausschläge (Tuberkel) am Kopf. Diese Knötchen werden oft für eine Krankheit gehalten, gehören aber zur normalen Laichfärbung. Die Art stammt aus dem Mississippi-Becken und den Golfzuflüssen bis zum Rio Grande in den USA sowie aus dem Norden Mexikos. Ein beheiztes Becken braucht sie nicht: 15 bis 22 °C sind passend, kurzzeitig werden bis 25 °C vertragen, im Winter wird eine kühlere Ruhephase empfohlen. Im Handel sind heute nur Nachzuchten.
Wasserwerte: 15 bis 22 °C, pH 6,5 bis 7,5, Gesamthärte 10 bis 20 °dGH. An die Wasserzusammensetzung stellt die Art keine besonderen Ansprüche. Ein Heizstab ist im Zimmeraquarium nicht nötig. Kurzzeitig werden bis 25 °C vertragen, darüber sollte das Wasser nicht steigen. Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Sauerstoff brauchen die Tiere. Für den Winter wird eine kühlere Ruhephase empfohlen, Händler nennen Temperaturen ab 10 °C als verträglich. Wegen der hohen Aktivität braucht eine Gruppe ab 6 Tieren ein langgestrecktes Becken ab 100 cm Kantenlänge (200 Liter) mit viel freiem Schwimmraum. Wichtig sind klares, sauerstoffreiches Wasser, häufige Wasserwechsel, eine kräftige Filterung und eine deutliche Strömung, etwa durch eine zusätzliche Strömungspumpe. Steine, Wurzeln und robuste Pflanzen, die kühles Wasser vertragen, bieten Deckung, als Bodengrund eignet sich Kies. Das Becken sollte abgedeckt sein. Im Handel sind ausschließlich Nachzuchten.
Friedlicher, sehr lebhafter Schwarmfisch, der in Gruppen ab 6 Tieren gehalten werden sollte. Die Tiere halten sich vor allem in der mittleren und oberen Wasserschicht auf. Beifische sollten ähnlich lebhaft sein. Langflossige Arten sind ungeeignet, weil die Rotflossenorfe ihnen an den Flossen zupfen kann. Auch Goldfische passen nicht dazu, sie werden beim Fressen verdrängt. Gut geeignet sind Arten ähnlicher Größe, die ebenfalls kühles, sauerstoffreiches Wasser mit Strömung mögen, etwa Kardinalfische (Tanichthys albonubes), Danio-Bärblinge, Rhinogobius-Grundeln oder kleine Schmerlen wie Schistura, Nemacheilus und Sinibotia pulchra. Garnelen, Schnecken und andere Wirbellose sind als Mitbewohner ungeeignet, und auch den Laich anderer Fische fressen die Rotflossenorfen.
Allesfresser. In der Natur frisst die Amerikanische Rotflossenorfe Land- und Wasserinsekten sowie Algen. Im Aquarium nimmt sie nahezu jedes Futter an: Flocken- und feines Granulatfutter als Grundlage, dazu Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Daphnien und Artemia sowie pflanzliche Kost.
Die Amerikanische Rotflossenorfe laicht ohne Brutpflege und lässt sich auch im Zimmeraquarium relativ leicht vermehren. Laichreif sind die Tiere ab etwa 4 bis 5 cm Gesamtlänge. Die Eier werden in Spalten zwischen Steinen und Dekoration abgegeben, teils auch in den Kies, ein Gelege umfasst 400 bis 600 Eier. Die Larven schlüpfen nach 3 bis 5 Tagen und schwimmen etwa eine Woche später frei. Da die Elterntiere die Eier fressen, werden sie nach dem Ablaichen in ein anderes Becken gesetzt. Im Freiland laicht die Art vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Gesicherte Zuchtwasserwerte liegen nicht vor.
Die Amerikanische Rotflossenorfe ist in Nordamerika heimisch: im Mississippi-Becken vom Südwesten Wisconsins und Osten Indianas bis Wyoming und südlich bis Louisiana, in den Golfzuflüssen westlich des Mississippi bis zum Rio Grande in Texas, New Mexico und Colorado sowie im Norden Mexikos. Sie lebt in Bächen und kleinen bis mittelgroßen Flüssen, dort in Kolken (tieferen, ruhigeren Auswaschungen) und Fließstrecken über schlammigem, sandigem oder steinigem Grund, manchmal auch in Stromschnellen (flachen, schnell überströmten Abschnitten). Die Art verträgt Verschlammung und stark getrübtes Wasser. Weil Angler sie als Köderfisch nutzen und übrig gebliebene Tiere freilassen, ist sie heute in weiten Teilen der USA außerhalb ihres ursprünglichen Areals verbreitet.
Geschlechtsreife Männchen sind deutlich farbiger als die Weibchen. Zur Laichzeit schimmern ihre Flanken bläulich, die Flossen werden rot, und am Kopf bilden sich weiße Laichausschläge (Tuberkel). Weibchen bleiben schlichter silbrig und sind laichreif voller im Bauch. Mit dem Alter werden auch die Weibchen farbiger.
15 bis 22 °C, pH 6,5 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 10 bis 20 °dGH. Ein Heizstab ist im Zimmeraquarium nicht nötig, kurzzeitig werden bis 25 °C vertragen, darüber sollte das Wasser nicht steigen. Für den Winter wird eine kühlere Ruhephase empfohlen.
Für eine Gruppe ab 6 Tieren ab 100 cm Kantenlänge und 200 Liter. Das Becken sollte langgestreckt sein, viel freien Schwimmraum, eine kräftige Filterung mit Strömung und eine Abdeckung haben.
Ja, mit ähnlich großen Arten, die kühles, sauerstoffreiches Wasser mit Strömung mögen, etwa Kardinalfische (Tanichthys albonubes), Danio-Bärblinge, Rhinogobius-Grundeln oder kleine Schmerlen. Ungeeignet sind Goldfische, die beim Fressen verdrängt werden, langflossige Arten wegen Flossenzupfens sowie Garnelen und Schnecken.
Ja, relativ leicht. Die Tiere laichen ohne Brutpflege in Spalten zwischen Steinen und Dekoration, ein Gelege umfasst 400 bis 600 Eier, die Larven schlüpfen nach 3 bis 5 Tagen. Die Eltern fressen die Eier und werden deshalb nach dem Laichen herausgefangen. Gesicherte Zuchtwasserwerte gibt es nicht.
Nein. Die Art steht nicht auf der Unionsliste invasiver gebietsfremder Arten nach Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 (Stand der Fortschreibung 2025). Aussetzen ist trotzdem tabu: Nach § 40 Bundesnaturschutzgesetz dürfen Tiere nur mit Genehmigung der Behörde in die freie Natur gebracht werden. In den USA hat sich die Art über freigelassene Köderfische weit verbreitet.
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