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Zierfische, Familie Cyprinidae

Glühkohlenbarbe

Haludaria fasciata

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Haludaria fasciata, die Glühkohlenbarbe oder Melonenbarbe, ist eine mittelgroße, farbenprächtige Barbe aus Südindien. Die Art wurde 2012 im Rahmen der Revision der alten Puntius-Gattung in die neu aufgestellte Gattung Haludaria überführt – in älterer Literatur findet sich daher noch die Bezeichnung Puntius fasciatus. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von etwa 6 bis 8 cm.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Glühkohlenbarbe (Haludaria fasciata)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 8 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-10 dGHGesamthärte

  • ab 120 lBeckengröße

Beschreibung

Namensgebend ist das charakteristische Farbmuster: Männchen im Prachtkleid zeigen auf silbrig-gelbem bis orange-goldenem Grund mehrere breite, dunkle bis rotbraune Querbänder, die namensgebend für „Glühkohle“ sind. Die Flossen sind bei Männchen kräftig orange-rot gefärbt. Weibchen sind deutlich unauffälliger mit silbriger Grundfärbung und schwächeren Querbändern. Haludaria fasciata bewohnt in der Natur saubere, klare, langsam fließende Bachläufe und Flüsse der Westghats in Südindien (Goa, Karnataka, Kerala, Tamil Nadu). Die Art ist durch Lebensraumzerstörung regional bedroht.

Haltung und Pflege

Haludaria fasciata benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte zwischen 4 und 15 °dGH. Die Art ist robust und anpassungsfähig, bevorzugt aber leicht saures, weiches bis mittelhartes Wasser. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge und 120 Liter für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Einrichtung: dichte Randbepflanzung (Vallisneria, Cryptocoryne), freier Schwimmraum in der Mitte, dunkler Bodengrund, Wurzelholz und Laubstreu zur Strukturierung. Moderate Strömung und gute Sauerstoffversorgung entsprechen dem natürlichen Fließgewässer-Habitat. Bei Parasiten Malachitgrün-Formalin oder Temperaturerhöhung verwenden.

Kupfer: Haludaria fasciata reagiert empfindlich auf kupferbasierte Medikamente. In weichem, saurem Wasser sind Kupferionen besser bioverfügbar, die Spanne zwischen wirksamer und schädigender Dosis ist entsprechend klein; Kiemenschäden sind die typische Folge. Kupferpräparate deshalb nicht auf Verdacht einsetzen. Bei Verdacht auf Ich oder Samtkrankheit zuerst die Diagnose sichern; als Alternativen kommen je nach Befund Malachitgrün-Formalin-Präparate oder eine gezielte Temperaturführung in Betracht, dosiert nach Anleitung des jeweiligen Präparats.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Haludaria fasciata ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. In ausreichend großen Gruppen zeigen die Tiere ein natürliches Sozialverhalten und die Männchen ihre volle Prachtfärbung während der Balz. Das Temperament ist überwiegend friedlich, die Art ist aber relativ aktiv und neigt bei beengten Platzverhältnissen gelegentlich zu leichtem Flossenzupfen. Geeignete Beckenpartner sind andere robuste, friedliche Arten ähnlicher Größe: andere Barben, größere Rasboras, friedliche Schmerlen, Panzerwelse. Langflossige Arten (Guppys, Kampffische) sind wegen möglicher Flossenzupferei nicht geeignet.

Ernährung

Haludaria fasciata ist ein Allesfresser mit omnivorer Tendenz. In der Natur frisst die Art Insektenlarven, kleine Krebstiere, Würmer und pflanzliches Material. Im Aquarium akzeptiert sie bereitwillig hochwertiges Flocken- und Granulatfutter, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven) und pflanzliche Komponenten. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.

Zucht

Haludaria fasciata ist ein Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Die Zucht gilt als mittelschwer. Zuchtbedingungen: Temperatur 24 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,0, weiches bis mittelhartes Wasser (GH maximal 10 °dGH). Ein separates Zuchtbecken mit Laichrost oder dichter Javamoos-Bank schützt die Eier vor den Elterntieren. Vorherige Konditionierung der Elterntiere mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter fördert die Laichbereitschaft. Die Elterntiere sind Laichräuber und müssen nach dem Ablaichen sofort entfernt werden. Die Eier schlüpfen nach etwa 24 bis 36 Stunden. Erstfutter: Infusorien, später Artemia-Nauplien.

Natürlicher Lebensraum

Haludaria fasciata kommt endemisch in Südindien vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Westghats-Region in den indischen Bundesstaaten Goa, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu. Die Art bewohnt klare, langsam fließende Bachläufe und kleine Flüsse mit schattiger Ufervegetation, moderater Strömung, kiesig-sandigem Bodengrund und Laubfall-Anreicherung. Typische Wasserwerte der natürlichen Habitate: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5, weiche bis mittelharte Wasserhärte (GH 2 bis 10 °dGH).

Geschlechtsunterschiede

Männchen von Haludaria fasciata zeigen im Prachtkleid eine intensive orange-goldene Grundfärbung mit kräftigen, dunklen Querbändern und leuchtend orange-roten Flossen. Besonders während der Balz treten diese Farben voll hervor und machen die Männchen zu einem attraktiven Blickfang. Weibchen sind deutlich unauffälliger: silbrige Grundfärbung, schwächere Querbänder, unauffällige Flossen und ein rundlicherer Körperbau, der bei Laichbereitschaft füllig wird.

Gut zu wissen

  • Freilaicher ohne elterliche Brutpflege
  • Männchen mit Tuberkeln an Schnauze, Augenregion und sägezahnartigen Tuberkeln an den Brustflossen
  • Stimmungsabhängige Intensität der Schwarzzeichnung
  • Bildet große Schwärme, auch gemeinsam mit anderen kleinen Cypriniden
  • Kräftige Futteraktivität, kann bei Futterkonkurrenz dominieren
  • Deutliches Sprungrisiko durch ausgeprägten Schreckreflex, tight schließende Abdeckung erforderlich
  • Adulte Garnelen meist toleriert, Junggarnelen gefährdet
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten, bei Parasitenbehandlung kupferfreie Mittel bevorzugen

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Glühkohlenbarbe?

Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5, Gesamthärte 2 bis 10 °dGH. Die Art ist robust und anpassungsfähig.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Mindestens 100 cm Kantenlänge und 120 Liter für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren.

Kann man die Glühkohlenbarbe vergesellschaften?

Ja, mit anderen robusten, friedlichen Arten ähnlicher Größe: andere Barben, größere Rasboras, Schmerlen, Panzerwelse. Langflossige Arten vermeiden.

Kann man die Glühkohlenbarbe züchten?

Ja, die Zucht gilt als mittelschwer. Haludaria fasciata ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Zuchtwerte: 22 bis 26 °C, pH 6 bis 7,5, weiches bis mittelhartes Wasser.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

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Fragen und Erfahrungen

2 Kommentare, der letzte vom 3. Juni 2018
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2 Kommentare
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Wo kommt denn auf einmal der Gattungsname „Dravida“ her. Kaum hat sich „Haludaria“ durchgesetzt, bringt Ihr wieder was neues, was nicht einmal Google kennt.
Ich bin zwar für Exaktheit bei der Namengebung und bin mir bewusst, dass wegen der neuen Möglichkeiten der Genetik noch einiges an Änderungen bevorsteht. Aber man sollte doch sehr sensible mit diesen Namen umgehen.
Die Diskussion um richtige Namen begleitet die Aquaristik von Anfang an und da einfach mal einen neuen Namen in die Runde werfen, ist da nicht hilfreich.

Du hast vollkommen recht. Wir machen unseren Partner EFS darauf aufmerksam und ändern es hier ab

Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Streifenschmerle

Schmerlen

Streifenschmerle

Botia striata

  • Endgröße: 8–9 cm
  • Becken: ab 250 l
  • Temperatur: 21-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Männchen des Ceylonhechtlings (Aplocheilus dayi dayi) vor Pflanzen

Zahnkarpfen

Grüner Hechtling

Aplocheilus dayi

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Fächergarnele

Garnelen

Fächergarnele

Atyoida pilipes

  • Endgröße: bis 6 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Verträgt sich mit Garnelen, Wasser passt

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Karpfenfische, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Panda-Saugbarbe (Garra flavatra)

Karpfenfische

Panda-Saugbarbe

Garra flavatra

  • Endgröße: 9 cm
  • Becken: ab 120 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Notropis chrosomus – Regenbogenelritze

Karpfenfische

Regenbogenelritze

Notropis chrosomus

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 180 l
  • Temperatur: 16-20 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Rotbauch-Elritze

Karpfenfische

Rotbauch-Elritze

Chrosomus erythrogaster

  • Endgröße: 7–9 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 15-22 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Brokatbarbe

Karpfenfische

Brokatbarbe

Barbodes semifasciolatus

  • Endgröße: bis 10 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

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