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Zierfische, Familie Mochokidae

Pracht-Fiederbartwels Synodontis ocellifer

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Pracht-Fiederbartwels (Synodontis ocellifer) gehört zu den Fiederbartwelsen (Mochokidae) und erreicht nach FishBase bis zu 49 cm Gesamtlänge. Er ist damit ein Großfisch, der nur in entsprechend dimensionierten Becken artgerecht unterzubringen ist. Auf einer grau-braunen bis gelblichen Grundfärbung verteilen sich große schwarze Flecken, die bei erwachsenen Tieren oft von einem hellen Ring umgeben sind.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 49 cm TLEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 6,2-8pH-Wert

  • 5-25 °dGHGesamthärte

  • ab 1230 lAquariengröße

Beschreibung

Daher der Artname ocellifer, der Augenfleck-Träger bedeutet. Die Bauchseite ist weißlich. Charakteristisch sind die sehr langen Oberkieferbarteln und die gefiederten Unterkieferbarteln. Die Art lebt im Süßwasser bodennah bis freischwimmend und unternimmt in der Natur Wanderungen im Flusssystem. Verbreitet ist sie in Burkina Faso, Gambia, Guinea, Mali, Kamerun und Senegal, im Niger einschließlich Benue sowie im Densu-System in Ghana und im Kwa Ibo in Nigeria.

Haltung und Pflege

Das Becken sollte bei einer Endgröße von bis zu 49 cm TL mindestens 250 cm Kantenlänge und 1.230 Liter fassen. Zahlreiche Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Steinaufbauten, Höhlen aus Tonröhren oder Kokosnussschalen sind wichtig. Feiner Sand als Bodengrund ist ideal, da der Fisch beim Wühlen nicht verletzt wird. Gedämpftes Licht oder beschattete Bereiche werden bevorzugt. Wasserwerte: 23-28 °C, pH 6,2-8,0, GH 5-25 dGH. Die Art ist bezüglich der Wasserchemie tolerant und akzeptiert ein breites Spektrum. Sehr hartes, stark alkalisches Wasser (wie für Riftsee-Cichliden) sollte vermieden werden. Der Pracht-Fiederbartwels ist mit einer Lebenserwartung von 15-20 Jahren eine langfristige Verpflichtung. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, da Synodontis empfindlich auf Nitratstau reagieren. Fütterung am besten abends nach dem Abdunkeln.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Der Pracht-Fiederbartwels ist nacht- und dämmerungsaktiv und kann mit zunehmendem Alter etwas territorial werden, besonders gegenüber Artgenossen und anderen Welsen bei knappen Verstecken. Mit ausreichend Struktur ist das gut beherrschbar. Die Art kann einzeln oder in kleinen Gruppen (3-5 Tiere) gehalten werden. Geeignete Mitbewohner sind westafrikanische Buntbarsche mittelgroßer Arten (Hemichromis, Pelvicachromis), Alestiid-Salmler (Kongosalmler), Mormyriden, Messerfische und kräftige Barben. Nicht geeignet: kleine Fische (Fressrisiko), Kleingarnelen.

Ernährung

Der Pracht-Fiederbartwels ist ein Allesfresser und unkompliziert in der Fütterung. Er nimmt sinkende Welspellets, Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Daphnien) sowie pflanzliche Kost (Spirulina-Tabs, überbrühte Erbsen, Gurkenscheiben) an. Die Fütterung erfolgt bevorzugt nachts oder in der Dämmerung.

Zucht

Im Heimaquarium unter natürlichen Bedingungen bislang nicht reproduzierbar. In der Natur laicht Synodontis ocellifer in überschwemmten, mikroorganismenreichen Gebieten während der Regenzeit. Die Eier werden frei abgegeben (Freilaicher), es gibt keine Brutpflege. Kommerzielle Nachzuchten werden ausschließlich mit Hormonstimulation erzeugt. Ein Großteil der im Handel erhältlichen Tiere stammt aus solchen Farmzuchten.

Natürlicher Lebensraum

Synodontis ocellifer stammt aus Westafrika und ist in mehreren großen Flusssystemen verbreitet: Burkina Faso, Gambia, Guinea, Mali, Niger einschließlich Benue, Kamerun, Senegal. Auch aus dem Densu-System in Ghana und dem Kwa-Ibo-Fluss in Nigeria ist die Art bekannt. Sie lebt benthopelagisch im Süßwasser und ist potamodrom, unternimmt also Wanderungen innerhalb des Flusssystems.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist äußerlich schwer erkennbar. Weibchen können etwas rundlicher sein.

Gut zu wissen

  • Große schwarze Augenflecken auf grau-brauner Grundfarbe
  • Sehr lange, gefiederte Unterlippenbärtel
  • Nacht- und dämmerungsaktiv, zeigt sich mit der Zeit auch tagsüber
  • Kann einzeln oder in kleinen Gruppen (3-5) gehalten werden
  • Frisst kleine Fische und Garnelen
  • Hörbare Stridulation (Quietschen) bei Beunruhigung
  • Lebenserwartung 15-20 Jahre
  • Kommerzielle Nachzuchten nur mit Hormonstimulation
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Pracht-Fiederbartwels?

Der Pracht-Fiederbartwels verträgt Temperaturen von 23-28 °C, pH 6,2-8,0 und GH 5-25 dGH. Er ist bezüglich der Wasserchemie tolerant, aber sehr hartes, alkalisches Wasser wie für Riftsee-Cichliden sollte vermieden werden.

Kann man den Pracht-Fiederbartwels vergesellschaften?

Ja, mit robusten westafrikanischen Fischen wie Hemichromis, Pelvicachromis, Kongosalmlern oder Mormyriden. Kleine Fische werden als Beute betrachtet.

Kann man den Pracht-Fiederbartwels züchten?

Im Heimaquarium ist die Nachzucht bisher nicht gelungen. In der Natur laicht die Art als Freilaicher in Überschwemmungsgebieten. Kommerzielle Nachzuchten erfolgen ausschließlich mit Hormonstimulation.

Was frisst der Pracht-Fiederbartwels?

Als Allesfresser nimmt er sinkende Welspellets, Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Daphnien), pflanzliche Kost (Spirulina-Tabs, Erbsen, Gurke) und Lebendfutter an. Die Fütterung erfolgt am besten abends.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

2 Kommentare, der letzte vom 22. Mai 2015
  1. Peter48

    Hi, finde ich hier noch wissenswerte über Welse?
    Ich muss dringend wissen was mit der Jungbrut passiert, werden die Jungen gefressen, muss ich sie getrennt in einem Becken setzten, usw?
    Gruß, Peter

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