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Zierfische, Familie Clariidae

Froschwels Clarias batrachus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Clarias batrachus, der Froschwels, ist ein großwüchsiger Wels aus der Familie Clariidae mit bis zu 47 cm TL. Der Körperbau ist gedrungen und kräftig mit einem leicht abgeflachten Kopf und einem markanten Bartelapparat aus vier Paaren. Die Grundfärbung der Wildform reicht von braun bis graubraun, der Bauch ist heller bis weißlich. Im Aquarienhandel dominieren Zuchtformen: Albinos, leuzistische, gescheckte (Piebald) und marmorierte Varianten.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Paarweise
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • bis 47 cm TLEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 5,5-8pH-Wert

  • 2-25 °dGHGesamthärte

  • ab 2300 lAquariengröße

Beschreibung

Der Froschwels besitzt ein suprabranchiales Atemorgan (dendritisches Organ aus den zweiten und vierten Kiemenbögen). Dieses ermöglicht das Atmen atmosphärischer Luft und das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern. Das Tier kann ertrinken, wenn es keinen Zugang zur Wasseroberfläche hat. Die Art kann kurze Strecken über Land zurücklegen, indem sie ihre steifen Brustflossenstacheln als Stützen nutzt.

Beckendeckel notwendig: Clarias batrachus verlässt das Aquarium aktiv und wandert über Land. Nur für erfahrene Aquarianer mit entsprechend großen Becken geeignet.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20 bis 26 Grad Celsius, pH 5,5 bis 8,0, GH 2 bis 25 dGH.

Beckengröße: 210 x 120 x 90 cm (ca. 2.300 Liter).

Einrichtung: Weiche Substrate wie feiner Sand oder schlammige Sedimente. Viele große, stabile Verstecke (Höhlen, breite Wurzelstrukturen). Scharfe Gegenstände vermeiden, da die Tiere häufig graben. Leistungsstarke Filterung ohne starke Strömung. Moderate Oberflächenbewegung. Gedämpfte Beleuchtung. Fest schließender, schwerer Deckel ist absolut zwingend.

Clarias batrachus ist eine Art für erfahrene Aquarianer mit Großbecken.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Clarias batrachus wird paarweise oder als Einzeltier gehalten. In Gruppen kommt es zu Dominanzverhalten. Das Temperament ist zweigeteilt: gegenüber gleich großen oder größeren Beifischen verträglich bis ruhig, gegenüber allen kleineren Fischen und Wirbellosen stark räuberisch. Alles, was ins Maul passt, wird gefressen.

Während der Brutzeit werden Paare sehr territorial und aggressiv; sie verteidigen das Gelege vehement. Sobald ein Paar Brutverhalten zeigt, müssen alle anderen Tiere entfernt werden. Außerhalb der Brutzeit eher solitär und sessil; erhöhte Aktivität nach Starkregen und während der Laichwanderung.

Garnelen, Krebse und Schnecken werden als Beute betrachtet.

Ernährung

Zur Nahrung zählen Insektenlarven, Regenwürmer, Schalen beziehungsweise Weichtiere, Garnelen, kleine Fische, Wasserpflanzen und organische Reste. Clarias batrachus ist damit ein opportunistischer Allesfresser. Im Aquarium eignet sich ein hochwertiges sinkendes Alleinfutter für große omnivore Welse, ergänzt durch passende Wirbellose und pflanzliche Komponenten. Fischfleisch und tägliche beziehungsweise bewusst ausgelassene Fütterungen werden nicht pauschal vorgeschrieben; Menge und Häufigkeit richten sich nach Größe, Kondition und Wasserbelastung.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit Elternpflege. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Geschlechtsreife ab ca. 30 cm Körperlänge. Laichsaison in der Natur Juni bis August (Regenzeit); im Aquarium durch saisonale Wasserparameter-Änderungen auslösbar. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25 bis 26 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH maximal 15 dGH. In der Natur graben die Tiere Höhlen in Flussbanksubstrat; im Aquarium legen sie Mulden im Substrat an. Gelegegröße: 7.000 bis 9.000 Eier. Inkubation 24 bis 36 Stunden. Das Männchen übernimmt primär den Nestschutz. Larven werden innerhalb von 72 Stunden freischwimmend.

Natürlicher Lebensraum

Clarias batrachus kommt in Südostasien vor. Der echte Clarias batrachus sensu stricto ist auf Java (Indonesien) beschränkt; im Handel erhältliche Tiere stammen häufig aus Indochina, der Malaiischen Halbinsel oder anderen Teilen Südostasiens und gehören möglicherweise zu noch unbeschriebenen Arten. Die Art bevorzugt stehende bis langsam fließende Gewässer, Sümpfe, Reisfelder, Tümpel und saisonale Überschwemmungsgebiete mit schlammigem oder sandigem Substrat. Geringe Strömung. Während der Regenzeit aktive Wanderungen.

Geschlechtsunterschiede

Beim Männchen ist eine verlängerte, spitze Genitalpapille bestätigt. Die derzeit zusätzlich genannten Rückenflossenpunkte sowie eine genau beschriebene weibliche Papillenform wurden in den geprüften belastbaren Quellen nicht bestätigt und werden nicht als sichere Merkmale ausgegeben.

Gut zu wissen

  • Suprabranchiales Atemorgan (dendritisches Organ) – ermöglicht Überleben in sauerstoffarmen Gewässern und Landwanderungen
  • Benötigt zwingend Zugang zur Wasseroberfläche (Ertrinkungsgefahr!)
  • Landwanderungen über Land mit steifen Brustflossenstacheln möglich
  • Ausgeprägte Wanderbereitschaft während der Regenzeit
  • Starke Grabetendenz: legt Höhlen und Mulden im Substrat an
  • Nachtaktiv und sehr fressfreudig, neigt zur Überfütterung
  • Beckendeckel notwendig (Sprung- und Wanderrisiko!)
  • Im Handel vorwiegend Zuchtformen (Albino, Leuzist, Piebald, Marmoriert)
  • Taxonomischer Komplex: Echter Clarias batrachus nur von Java; Handelstiere möglicherweise unbeschriebene Arten
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Froschwels (der Froschwels)?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 20 bis 26 Grad Celsius, pH 5,5 bis 8,0 und GH 2 bis 25 dGH.

Kann man den Froschwels vergesellschaften?

Nur mit robusten, gleichgroßen oder größeren südostasiatischen Arten. Kleine Fische, Garnelen, Krebse und Schnecken werden als Beute betrachtet. Bei Brutverhalten müssen alle Beifische entfernt werden.

Kann man den Froschwels im Aquarium züchten?

Substratlaicher mit Elternpflege. Zuchtschwierigkeit mittel. Gelegegröße 7.000 bis 9.000 Eier. Inkubation 24 bis 36 Stunden. Regenzeit-Simulation als Laichauslöser.

Was frisst der Froschwels?

Opportunistischer Allesfresser mit fleischbetonter Neigung. Sinkende Pellets, Frostfutter, Fischfleisch, Regenwürmer, Insekten und gelegentlich pflanzliche Kost.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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