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Cephalosilurus apurensis

Deutscher Name: Apure-Geleewels

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
Venezuela
Farben:
braun, grau, orange
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Cephalosilurus apurensis
Gattung: Cephalosilurus
Familie: Pseudopimelodidae

Beschreibung

Cephalosilurus apurensis, der Apure-Geleewels, gehârt zur Familie Pseudopimelodidae und ist durch seinen extrem breiten, abgeflachten Kopf und das enorm weite Maul charakteristisch. Der gedrungene Kârperbau steht in starkem Kontrast zur Kopfmasse und ist typisch für bodenlebende LauerjÀger dieser Familie. Die GrundfÀrbung variiert erheblich: WildfÀnge zeigen hÀufig rostiges Orange bis Râtlichbraun mit unregelmÀßigen braunen, grauen oder schwÀrzlichen Flecken und vagen QuerbÀndern; einige Individuen erscheinen nahezu einfarbig graubraun. Die Art erreicht 29 cm SL; im Aquarium kânnen Tiere 50 cm TL und mehr erreichen. Im Aquarium verhÀlt sich C. apurensis als LauerjÀger: Tagsüber bezieht er Versteckpositionen unter Wurzeln, in Hâhlen oder in tiefer Laubschicht und verharrt reglos. Er nutzt empfindliche Barteln, um Wasservibrationen wahrzunehmen. Kurze, explosive Angriffe ersetzen ausdauerndes Schwimmen. Mit zunehmender Eingewâhnung werden Exemplare zutraulicher und erscheinen zur Fütterungszeit. Die Art ist aufgrund ihrer Grâße und ihres Temperaments nur für erfahrene Aquarianer mit entsprechender Haltungsinfrastruktur geeignet.
Sozialverhalten: EinzelgΓ€nger
Temperament: aggressiv
VertrΓ€glichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Enormes, weit ΓΆffnungsfΓ€higes Maul – kann ΓΌberraschend große Beutetiere verschlucken
  • LauerjΓ€ger mit DΓ€mmerungs- und NachtaktivitΓ€t; tagsΓΌber nahezu bewegungslos
  • Ortung von Beute ΓΌber Vibrations- und StrΓΆmungswahrnehmung der Barteln
  • Extrem territorial; Einzelhaltung praktisch obligatorisch
  • Kann im Aquarium 50 cm TL und mehr erreichen – nur fΓΌr Großanlagen
  • Bodengebunden; benΓΆtigt weichen Bodengrund mit tiefer Laubschicht

Vergesellschaftungshinweise

Cephalosilurus apurensis ist ein strenger EinzelgÀnger mit starkem Territorialverhalten. Einzelhaltung wird dringend empfohlen: Mehrere Exemplare führen regelmÀßig zu ernsthaften Auseinandersetzungen. Aggressiv gegenüber Artgenossen und allen Fischen, die in die Maulgrâße passen. Aufgrund des extrem weiten Mauls ist die verschluckbare Beute erheblich grâßer als erwartet. Vergesellschaftung nur in professionellen Großanlagen mit südamerikanischen Arten, die deutlich grâßer als die Maulgrâße sind und den oberen bis mittleren Wasserbereich bewohnen. Garnelen, Krebse und kleinere Schnecken sind Futterobjekte. Ostafrikanische Cichliden bioregional und wasserchemisch inkompatibel.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden tendenziell grâßer und massiger, besonders im vorderen Kârperbereich; MÀnnchen wirken schlanker. Sichere Unterscheidung erst bei adulten Tieren mâglich.
Grâße: 29 cm SL (Aquarium: bis 50+ cm TL)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 23-27 °C, pH 6,4-7,8, GH 8-10 dGH. Beckengrâße: Mindestens 150 cm KantenlÀnge (ca. 500 Liter) für Jungtiere. Adulte Exemplare (50+ cm TL) benâtigen Becken ab 700 Litern aufwÀrts mit ausreichender GrundflÀche. Einrichtung: Feiner Sand oder Feinschlamm als Bodengrund. Tiefe Laubschicht (Buchen- oder SeemandelbaumblÀtter) für Tarnung und Wohlbefinden. Robuste Wurzelkonstruktionen, Steinhâhlen und Tonrâhren. GedÀmpfte Beleuchtung. MÀßige Strâmung. Filterung: Leistungsstark wegen hoher Biomasse und proteinreichem Futter. RegelmÀßige Wasserwechsel sind Pflicht. Klarer Karnivore. Ganze aufgetaute Fische (Stinte, Schmelinge), ganze Garnelen, Muschelfleisch, Tintenfischstreifen. Zwei bis drei Fütterungen pro Woche. Trockenfutter ist ungeeignet.
WasserhΓ€rte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,4-7,8
Temperatur:
23-27 Β°C
Beckengrâße:
ab 150 cm, 500 Liter (adulte 700+ L)

Zucht und Fortpflanzung

Im Aquarium nicht dokumentiert. Keine bestÀtigten Nachzuchten. Fortpflanzungstyp wird als Substratlaicher eingestuft (basierend auf Verwandtschaft zu Pseudopimelodidae). Zuchtwasserwerte, Brutpflegeverhalten, Gelegegrâße und Inkubationszeiten sind unbekannt.

ErnΓ€hrung/Futterbedarf

Spezialisierter Raubfisch und obligater Karnivore. NatΓΌrliche ErnΓ€hrung: ΓΌberwiegend Fische. Im Aquarium: ganze aufgetaute Fische (Stinte, Schmelinge), ganze Garnelen, Muschelfleisch und Tintenfischstreifen. Zwei bis drei FΓΌtterungen wΓΆchentlich. LΓ€ngere Fastenphasen werden toleriert. Trockenfutter ungeeignet. FΓΌtterungshinweis: Lieber mehrmals tΓ€glich kleine Portionen fΓΌttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
ErnΓ€hrungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
15+ Jahre

NatΓΌrlicher Lebensraum

Cephalosilurus apurensis kommt im Orinoco-Einzugsgebiet vor, konkret aus dem Rio Arichuna im Gebiet Apure (Venezuela). Sand- oder schlammige Bodengründe, hÀufig mit ausgedehnter Laubschicht bedeckt. Flussabschnitte mit gedÀmpftem Licht, vielen Versteckmâglichkeiten durch Totholz, Wurzeln und Hâhlen sowie mÀßiger Strâmung.

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