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Algen vermeiden durch die richtige Düngung | my-fish TV #125

In Folge 125 von my-fish TV zeigt dir Tobias Gawrisch, wie du Algen im Aquarium vermeidest, indem du an der Ursache ansetzt: den Wasserwerten. Algen sind ein Signal dafür, dass die Nährstoffe nicht im passenden Verhältnis zueinander vorliegen, sodass deine Pflanzen nicht ideal wachsen und den Algen keine Nährstoffkonkurrenz machen.

Von Matthias Wiesensee 3 Minuten Lesezeit

Willkommen bei my-fish TV, deiner Nr. 1 Anlaufstelle für modernes Aquaristik-Wissen! Seit Ende 2018 widmen wir uns in diesem Video-Format einem klaren Ziel: Dich dabei zu unterstützen, dein Aquarium nicht nur einzurichten, sondern es dauerhaft gesund und wunderschön zu pflegen.

Egal ob du Anfänger bist oder schon lange dabei – hier decken wir das gesamte Spektrum ab. Von der Vorstellung spannender Fischarten und Pflanzen über praktische Pflegetipps bis hin zu Notfallprozeduren: Wir zeigen dir alles, was du wissen musst. Stöbere jetzt durch unsere Videos und mach dein Aquarium zum Hingucker!

In Folge 125 von my-fish TV zeigt dir Tobias Gawrisch, wie du Algen im Aquarium vermeidest, indem du an der Ursache ansetzt: den Wasserwerten. Algen sind ein Signal dafür, dass die Nährstoffe nicht im passenden Verhältnis zueinander vorliegen, sodass deine Pflanzen nicht ideal wachsen und den Algen keine Nährstoffkonkurrenz machen. Entscheidend ist nicht nur, dass Nährstoffe vorhanden sind, sondern dass sie auf die Bedürfnisse der Aquarienpflanzen abgestimmt sind. Algen bilden weder Wurzeln noch Blätter oder Stängel aus und sind auf ein anderes Nährstoffverhältnis spezialisiert. Wachsen sie dadurch schlechter, ist das Ziel erreicht. Ein komplett algenfreies Aquarium ist laut Tobias unrealistisch, da Algen auch als Einzeller oder winzige Zellhaufen vorkommen. Dein Ziel sollte sein, dass sie so schwach wachsen, dass du sie nicht mehr siehst.

Als Zielwerte nennt Tobias ein Verhältnis von Nitrat zu Phosphat von 16 zu 1, Kalium im Bereich von 5 bis 10 mg/l, Magnesium immer über dem Kaliumwert und Eisen bei etwa 0,05 bis 0,1 mg/l. Da Pflanzen Eisen einspeichern, kann es auch unter der Nachweisgrenze des Tests liegen. Gemessen wird am besten direkt nach dem Wasserwechsel, damit du weißt, was du aufdüngen musst. Dafür eignen sich Tröpfchentests oder ein Photometer, während Teststreifen zu ungenau sind und Magnesium, Kalium oder Eisen oft gar nicht erfassen.

Neben der Düngung beleuchtet die Folge das Licht als „Motor“ des Pflanzenwachstums: Je länger und stärker beleuchtet wird, desto mehr Nährstoffe verbrauchen die Pflanzen und desto mehr musst du nachdüngen. Treten trotz sauberer Werte Grünalgen auf, etwa als Scheibenbelag oder Fadenalgen, rät Tobias, die Beleuchtungsdauer in kleinen Schritten zu verkürzen. Er selbst beleuchtet maximal 8 Stunden am Tag und startet neue Aquarien mit 6 Stunden.

Bei der CO2-Versorgung orientiert sich Tobias an einem Dauertest mit einer 20-mg/l-Lösung und empfiehlt, das Magnetventil über dieselbe Zeitschaltuhr wie die Beleuchtung zu steuern, denn CO2 können die Pflanzen nur bei Photosynthese verwerten. Dabei kann der pH-Wert über Nacht leicht ansteigen, was bei nicht besonders empfindlichen Tieren meist vernachlässigbar ist.

Außerdem erklärt Tobias, warum Algenvernichtungsmittel nur Symptome bekämpfen und die Algen oft nach zwei bis vier Wochen zurückkehren, während eine Umstellung der Wasserwerte zwar vier bis acht Wochen dauern kann, dafür aber die Ursache beseitigt. Nur bei sehr starkem Befall hält er die Kombination aus beidem für sinnvoll.

Weiterführende Informationen:

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