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Die Krebspest

Es handelt es sich hierbei um einen Eipilz, der von amerikanischen Krebsarten u.a. Procambarus, Cambarellus, Orconectes übertragen wird. Diese Arten selbst sind gegen die Krebspest immun. Der Eipilz ist bei der Pflege solcher Tiere immer vorhanden, jedoch gerade zur Häutungszeit werden massig Sporen vom Krebs abgegeben. Da die Sporen auch ohne Wirt knapp drei Wochen überdauern können, sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen!

Beim Wasserwechsel empfiehlt es sich, das Wasser mind. 3 Wochen stehen zu lassen bevor man es entsorgt. Auf keinen Fall darf es im Garten (insbesondere dann, wenn das Grundwasser nicht sehr tief liegt), in Gewässer und dergleichen entsorgt werden und selbst übers Abwasser (Waschbecken, WC) ist es nicht zu 100% sicher. Pflegt man amerikanische und nicht-amerikanische Krebse, dürfen diese auf keinem Fall in einem Aquarium zusammen gehalten werden und man sollte auf getrennte Gerätschaften wie Kescher, Eimer, Wasserwechselschlauch / Mulmsauger und dergleichen achten sowie nicht von einem Aquarium ins nächste fassen! Trotzdem kann einem selbst bei guter Planung mal ein Fehler unterlaufen und dieser kann sich schrecklich für die Krebse auswirken. Daher empfehlen wir, sich für eines zu entscheiden – also entweder amerikanische oder nicht-amerikanische Krebsarten. Weiterhin können die Sporen auch mit Fischen, Garnelen, Schnecken, Pflanzen, Deko usw. mitreisen. Daher sollte man auch auf die Krebspest hinweisen, wenn man sowas aus einem amerikanischen Krebsbecken abgibt, denn der Empfänger könnte in seinem Becken z.B. Cherax Krebse halten! Und ebenfalls ganz wichtig, was auch selbstverständlich sein sollte, niemals Tiere in der Natur aussetzen und das bitte bei allen Tierarten beherzigen!

Symptome sind u.a. ständiges Kratzen – besonders an den Scherengelenken und Augen. Die infizierten Krebse werden apatisch, verlieren jeglichen Fluchtreflex und schaukeln. Innerhalb von etwa 2 Wochen verenden die Tiere qualvoll.

Bild: Ingo Seidel
Bild: Ingo Seidel
Quelle: www.wirbelloseandmore.de
Quelle: www.wirbelloseandmore.de

5 Kommentare

  1. Hallo Manfred. Ich habe auf das Verbot von Probambarus clarkii und Procambarus fallax v. Virginalis (Marmorkrebs) hingewiesen.
    Die Gattung Cambarellus, zu der der CPO Cambarellus patzcuarensis var. Orange gehört, ist vom Verbot NICHT betroffen.
    Bitte keine Falschaussagen und Unwahrheiten bei diesem sensiblen Thema verbreiten. Danke!
    Beste Grüße,
    Kai

  2. Die EU hat den Handel und die Zucht folgender Arten verboten : Wirbellose : Eriocheir sinensis , Orconectes limosus, Orconectes virilis, Pacifastacus leniusculus, Procambarus clarkii , Procambarus sp. (Marmorkrebs)

    An Pflanzen betrifft das Verbot : Myriophyllum aquaticum, Ludwigia grandiflora, Ludwigia peploides,Lagarosiphon major, Eichhornia crassipes und Cambomba caroliniana

    Fische : Pseudorasbora parva und Perccottus glenii
    Amphibien: Lithobates (Rana)
    Reptilien : Trachemys scripta

    Das siond alles verbootene Arten da sie hier invasiv gelten.

  3. Manfred Bachmann

    Kai Quante hat mir mitgeteilt,daß seit diese Woche ein Handelsverbot für CPO inkraft getreten ist.
    Was ist da dran?

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