Atyopsis spinipes
Beschreibung
Die Dornenfuss-Bergbachgarnele stammt aus Südostasien und gehört zur Familie der Süßwassergarnelen (Atyidae). Sie wird 5 bis 8 cm groß und ist damit deutlich kleiner als die verwandte Molukkenfächergarnele (Atyopsis moluccensis).
Wie alle Fächergarnelen sind die Scheren der ersten beiden Beinpaare zu Fächern mit feinen Borsten umgebildet, die sie in die Strömung hält, um Plankton und Schwebstoffe herauszufiltern. Namensgebend sind die kleinen Dornen am dritten Schreitbeinpaar. Die Färbung reicht von Hellbraun über Rotbraun bis Grau mit einem hellen Rückenstreifen.
Im Aquarium braucht sie mittelstarke bis starke Strömung und erhöhte Sitzplätze. Sucht sie am Boden nach Futter, ist das ein Warnsignal. Als Futter eignen sich Staubfutter und Spirulina-Pulver in der Strömung.
Die Nachzucht ist nicht möglich, da die Larven Brackwasser benötigen. Bei guter Haltung lebt die Art 2 bis 3 Jahre.
Besonderheiten
- Kleinere Fächergarnele aus Südostasien (5-8 cm, kleiner als A. moluccensis)
- Scheren der Vorderbeine zu Fächern mit Borsten umgebildet, keine Fühler
- Namengebend: Dornen am dritten Schreitbeinpaar
- Braucht mittelstarke bis starke Strömung zum Filtern
- Amphidrom: Larven benötigen Brackwasser, Nachzucht im Aquarium kaum möglich
- Empfindlich gegenüber Kupfer und Pestiziden
- Friedlich und wehrlos, nicht mit Krebsen oder räberischen Fischen halten
- Kurzes Rostrum (Unterschied zu A. moluccensis)
Vergesellschaftungshinweise
Friedliche Garnele, die sich gut mit kleinen, ruhigen Fischen vergesellschaften lässt. Geeignet sind kleine Salmler, Guppys und friedliche Schnecken. Krebse und größere oder räberische Fische sind ungeeignet, da die Fächergarnelen wehrlos sind.
Erscheinungsbild
Schlanker, kompakter Körper von 5 bis 8 cm Länge, kleiner als die verwandte Molukkenfächergarnele. Die Färbung variiert zwischen Hellbraun, Rotbraun und Grau mit einem hellen Rückenstreifen. Auffälligstes Merkmal sind die zu Fächern umgebildeten Scheren an den ersten beiden Beinpaaren, mit denen das Tier Nahrung aus der Strömung filtert. Der Namensgeber sind Dornen am dritten Schreitbeinpaar. Das Rostrum ist kurz.
Zucht und Fortpflanzung
Die Fortpflanzung erfolgt durch Eiablage. Die Weibchen tragen befruchtete Eier an ihren Schwimmbeinen (Pleopoden). Die geschlüpften Larven benötigen Brackwasser für ihre Entwicklung und durchlaufen mehrere Larvenstadien (amphidromer Lebenszyklus). Die Nachzucht in Gefangenschaft gelingt daher kaum. Im Aquarium zeigt die Garnele ein ruhiges Verhalten und positioniert sich in der Strömung, um mit ihren Fächern Nahrung zu filtern. Während der Häutung ist sie besonders empfindlich und braucht Verstecke.
Ernährung/Futterbedarf
Filtrierer, die Schwebstoffe aus der Strömung fangen. Im Aquarium mit feinem Staubfutter, Spirulina-Pulver, Phytoplankton oder zerriebenen Flocken füttern. Das Futter direkt in die Strömung geben. Sucht die Garnele dauerhaft am Boden nach Futter, ist das ein Zeichen für Nahrungsmangel oder zu schwache Strömung. Gemüse und größere Futterstücke können nicht gefressen werden.