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Betta splendens – Siamesischer Kampffisch

Quelle Manuel Roth FA.EFS

Herkunft
Asien; wohl von Mittel- und Westthailand aus weit verbreitet , Schleierformen des kurzflossigen Wildkampffisches, Urform aus dem Mekongbecken

Lebensraum
Reisfelder, Gräben, Sümpfe

Der siamesische Kampffisch ist in weiten Teilen von Thailand und dem angrenzenden Kambodscha anzutreffen. Hier besiedelt er stehende Gewässer wie Reisfelder, überschwemmte Wiesen oder die Randbereiche von Tümpeln. Diese Gewässer sind oft nur wenige Zentimeter tief und weisen einen starken Bewuchs mit verschiedenen Pflanzenarten auf.

Beschreibung

Betta splendens erreicht eine Größe von etwa. 5-7 cm. Die Weibchen bleiben oft etwas kleiner als die zusätzlich noch kräftiger gebauten Männchen.

Der ursprüngliche Betta splendens weist einen leicht gestreckten Körper auf, ist von der Grundfarbe beigebraun und weist grün-rote Pikmente in den Flossen auf. Je nach Vorkommen kommt auch ein leichter Blauanteil vor. Die Flossen der Männchen sind nur minimal größer als die der Weibchen, sind also generell kurz. Diese werden bis zu 7 cm groß. Heute gibt es bedingt durch Zucht und Selektion eine Zuchtvariante, welche 10 bis sogar 12 cm groß werden können. Diese Zucht wird mit „Giant“ (groß, riesig) betitelt. Als Vergesellschaftung eignen sich Garnelen und Schnecken hervorragend. Oft werden sie auch mit Otocinclus, Flossensaugern, Panzerwelsen oder Dornaugen gepflegt. Jessica Stanzel sieht dies jedoch sehr Kritisch, da die genannten Tiere reichlich Strömung benötigen. In sehr stark Verkrauteten Becken mit reichlich Grundfläcke (60 – 80 cm) kann man sie jedoch gut mir kleinen Zwerrasbora usw. pflegen.

Die wesentlich bekannteren Zuchtformen sind farblich sehr variabel,es gibt unzählige Zuchtformen wie Royalblue, Red, Butterfly Salamander,Superblack, Dragon, Copper, Super Delta, Elephant Ear, Giant Shorttail… Es ist unmöglich, hier alle aufzuführen, da es eben so viele sind. Oft gibt es auch keinen speziellen Namen, sondern der Fisch wird einfach als Multicolour bezeichnet. Nicht nur die Farben wurden durch die Zucht verändert,sondern auch die Flossen : Die wohl erste Zuchtform in diese Richtung war der Veiltail. Dieser Form gehören fast alle Männchen an, die man im Fachhandel erwerben kann. Typisch sind die langen, schmalen schleierartig herunterhängenden Flossen (Schleierkampffisch). Doubletails besitzen zwei übereinander angeodnete Schwanzflossen und eine besonders breite Rückenflosse. Auch die weniger bekannten, kurzflossigen Zuchtformen sind sehenswert: Show-Plakats besitzen etwa eine halbkreisförmige Schwanzflosse, und die Afterflosse ist im Idealfall spitz ausgezogen. Der Doubletail-Plakat ist eine Mischung aus Doubletail und Show-Plakat oder Halfmoon Shortfin.

Wie auch bei den Farben ist die Auflistung noch lange nicht komplett.

Haltung

Wenn man sich der wichtigsten Parameter bewusst ist, ist eine Haltung gut möglich und auch Anfängern zu empfehlen. Die Temperatur stellt man auf 25-28°C ein. Unterhalb dieser Temperaturgrenze bemerkt man kurzfristig oft keine Beeinträchtigung, jedoch leidet die Lebenserwartung und die Fische sind etwas krankheitsanfälliger. Auch oberhalb sterben sie meist schneller.

Ursprünglich wurden die Betta splendens von Thailändischen Kindern gefangen. Seinen Namen trägt der Kampffisch aufgrund einer thailändischen Tradition. Ab etwa dem Jahre 1800 wurden Kampffische der Gattung Betta splendens für Kämpfe gezüchtet. Schon der König von Thailand, damals Siam, hielt und züchtete Betta splendens mit Leidenschaft. Dies jedoch nicht, weil sie von Natur aus höchst aggressiv sind, sondern weil sie durch ihr Aussehen pure Anmut signalisierten. Durch das einzelne Halten wurde irgendwann erkannt, dass die Tiere ein ausgeprägtes Revierverhalten aufweisen. Diese Aggressivität und besonders hübsche Tiere wurden genommen und gezielt auf diese Merkmale hin gezüchtet. In der Natur findet man jedoch mehrer Männchen auf engem Raum. Denn trotz Revier sind diese Tiere untereinander sehr friedfertig, weshalb man auch problemlos die Wildform (!) mit einer Gruppe von 2 Männchen und 4 Weibchen in einem 54 Liter/ 60 cm Becken halten. Dieser Wildform zu bekommen ist jedoch äußerst schwer.

In Aquarien sollte man Betta splendens nicht Paarweise pflegen. Oft werden kurzflossige Männchen verkauft, diese sind nur schwer von den Weibchen zu unterscheiden. Wie oben genannt, lassen sich die Wildformen ohne Probleme in einem 60 cm Aquarium in Gruppen pflegen. Für Hochzuchten ist dies jedoch eine nicht all zu optimale Variante und dies aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind die Hochzuchttiere auf Aggressivität gezüchtet. Anders als andere Hochzuchttiere -wie z. B. Guppy- ist dieses Tier nicht nur in Form und Farbe sondern auch in der Art völlig anders gezüchtet. Das Aggressive kommt von der Selektion und der Einzelhaltung (ähnlich wie bei dem Buntbarschhybriden „Flowerhorn“). Diese angezüchtete Eigenschaft macht eine Haltung von mehreren Männchen nahezu unmöglich. Ausnahmen gibt es (Hat Jessica Stanzel selbst schon beobachten können), sind jedoch nicht die Regel. Von 1.000 zusammen gesetzten Männchen klappt es mit 2 Tieren.

Hinzu kommt, dass einige sich Weibchen nur sehr schwer von Männchen unterscheiden lassen. Bei der Hochzuchtform „Plakat“ (Pla-Kat = siamesischer bzw. thailändischer Beißfisch) tragen nämlich die Männchen auch ein kurzes Flossenkleid und sieht daher dem Weibchen extrem ähnlich. Nur bei gesunden Weibchen kann man diese anhand von einem Laichansatz und der Form erkennen. Die Laichpapille ist leider kein sicheres Zeichen mehr. Die Chance, ein Plakat- Männchen aus einem Weibchenbecken im Handel zu bekommen ist sehr hoch.

Zu guter Letzt kommt hinzu, dass ein Kampffisch trotz seines Names ein sehr stressanfälliges Tier ist. Durch Stress erkranken diese Tiere leider sehr schnell und versterben dadurch viel zu früh. Sie sind es gewohnt, ihr kleines Revier zu besitzen und dies mit Gewalt zu verteidigen. Daher ist eine Einzelhaltung in Becken ab 40 cm für Kampffische ideal. Wichtig sind Verkrautete Aquarien, mit geringer Strömung, welche sauberes, saures und weiches Wasser aufweisen. Gut geeignet sind hier diverse Hygrophila, Vallisneria, Bacoba, Cryptocorybe. Ein pH von 6,5 – 7,2 ist anzustreben. Auch die Beleuchtung sollte nicht zu grell gewählt werden, jedoch so hell, das die Pflanzen wachsen können. Weicher, feiner Bodengrund ist ebenso von Vorteil.

 

 

Temperatur: 25- 30°C
pH: 6-8,0
KH:
GH: bis 15°dGH
Leitwert:
 
 

Besonderheiten

bei der Zucht jegliche Wasserbewegung vermeiden, da das Schaumnest sehr empfindlich ist

Ernährung

C, O; LF, TF

Die Tiere leben rein Carnivor und ernähren sich in der Natur hauptsächlich von Insekten und deren Larven. Auch der Magen unserer Hochzuchten ist nur dafür ausgelegt. Daher sollte auf Flockenfutter mit pflanzlichen Anteilen komplett verzichtet werden. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen, Verstopfungen oder gar „Magerzucht“. Frost- und Lebendfutter ist hier ideal. Aber auch gefriegetrocknete Mückenlarven, Artemia usw. eignen sich sehr gut.

Zucht

Kommen wir zur Fortpflanzung dieser Tiere. Wenn man züchten will, muss man sich vorher gut informieren. Hat

man hierfür die nötige Zeit, das Geld und den Platz? Hat man den Platz für einzelne Behälter für jedes Männchen und gegebenenfalls für die Weibchen? Wohl gemerkt, aus einem Gelege können bis zu 200 Jungtiere Fallen, die zum Großteil separat gesetzt werden sollten. Grundsätzlich sollte eine Vermehrung vermieden werden und die Zucht bei Züchtern bleiben, welche sich mit den Genetischen Hintergrund befassen um unerwünschte Tiere zu vermeiden. Das Männchen baut in einer geschützten Ecke des Aquariums ein Schaumnest, welches beachtliche Ausmaße annehmen kann; bis zu 15 cm im Durchmesser und 4 cm in der Höhe habe ich schon erlebt.
Anschliessend, umwirbt es das Weibchen mehr oder minder aggressiv und bringt es dazu, ihm unter das Schaumnest zu folgen. SIE zeigt ihre Laichbereitschaft durch senkrechte Streifen, und indem sie das Männchen bei der Werbung in die Flanke stubst. Das Männchen umschwimmt sie (Führungsschwimmen). Schließlich umschlingen sich beide in einer T-Stellung und das Weibchen stößt Eier aus, welche das Männchen dierekt befruchtete.

Das Männchen löst sich aus der Laichstarre, in welcher das Weibchen noch einige Zeit bleibt. Es sammelt die Eier auf und steckt sie in das Schaumnest. Nicht selten wird von dem Weibchen geholfen. Dieser Akt kann bis zu 4 Stunden dauern.

Anschließend wird das Weibchen verjagt und das Nest bewacht. Wichtig ist es, jetzt das Weibchen aus dem Becken zu entfernen, damit dass Männchen diese nicht umbringen kann! In seltenen Fällen übernimmt hier das Weibchen die Brutpflege und kümmert sich um die Jungen (passierte mir bereits 3 mal!). Bei einer Temperatur von 27 – 28 Grad schlüpfen bei mir die Jungen nach bereits einem Tag, bei 20 – 25 Grad nach 3 – 4 Tagen.

Diese hängen wie kleine Kommas an der Wasseroberfläche. Sie werden ca 2 Tage später anfangen selbstständig zu schwimmen. Dann sollte man sie aus dem elterlichen Aquarium entfernen und seperat aufziehen. Wichtig ist im Aufzuchtbecken eine sehr gute Wasserqualität und auch eine gute Durchlüftung. Die kleinen Atmen zu Anfang noch ueber Kiemen, das Labyrinthorgan muss sich erst noch bilden. Ab dem ersten Tag, an dem die kleinen frei schwimmen, sollte man mit Räder- oder Pantoffeltierchen Füttern. Ab dem 2. Tag kann man bereits Mikrowürmchen geben. Ab dem 4 oder 5 Tag sollten frisch geschlüpfte Artemien oder Artemiaeier in dekapsulierter Form gefüttert werden. Die Kleinen wachsen recht schnell, so das sie Bereits mit 6 Monaten ausgewachsen sein können. Tier Tiere fangen in der Regel ab 3 Monaten an, zu prahlen. Hier sind sie 2,5 – 3 cm groß. Ab da müssen sie getrennt werden! Deshalb empfiehlt sich eine einzele Aufzucht der Jungtiere.

 

Linktipps

www.kampffischforum.com

http://www.aklabyrinthfische-eac.eu/

www.betta-world.de

www.wasser-landexoten.de

 

Quelle:

Bernd Silbermann (Silbermann Aquaristik)

Tobias Schulte

aqua-global Zierfischgroßhandel Dr. Jander & Co. OHG

EFS • Partner des Zoofachhandels

Jessica Stanzel

4 Kommentare

  1. Guten Tag!

    Auch hier sehe ich einige Angaben die mehr als veraltet sind und immer wieder für das Tod der Tiere sorgt! Gerade die Haremshaltung sorgt für viele Verluste. Entweder ist ein Männchen zu aggressiv und tötet die Damen, ist zu genügsam und stirbt am Stress, wird von einem aggressiven Weibchen getötet oder diese sterben an einer Laichverhärtung. Auch hier würde ich Ihnen gerne meinen Bericht zeigen um eventuell die alten Angaben auffrischen zu können und ein Zeichen für eine Artgerechte Haltung setzen können! Gerne kann ich Ihnen einige Bilder zur Verfügung stellen.

    Betta splendens (im Text „Kampffisch“) ist wohl einer der bekanntesten Aquarienfische.

    Ursprünglich wurden die Betta splendens von Thailändischen Kindern gefangen. Seinen Namen trägt der Kampffisch aufgrund einer thailändischen Tradition. Ab etwa dem Jahre 1800 wurden Kampffische der Gattung Betta splendens für Kämpfe gezüchtet. Schon der König von Thailand, damals Siam, hielt und züchtete Betta splendens mit Leidenschaft. Dies jedoch nicht, weil sie von Natur aus höchst aggressiv sind, sondern weil sie durch ihr Aussehen pure Anmut signalisierten. Durch das einzelne Halten wurde irgendwann erkannt, dass die Tiere ein ausgeprägtes Revierverhalten aufweisen. Diese Aggressivität und besonders hübsche Tiere wurden genommen und gezielt auf diese Merkmale hin gezüchtet. In der Natur findet man jedoch mehrer Männchen auf engem Raum. Denn trotz Revier sind diese Tiere untereinander sehr friedfertig, weshalb man auch problemlos die Wildform (!) mit einer Gruppe von 2 Männchen und 4 Weibchen in einem 54 Liter/ 60 cm Becken halten. Dieser Wildform zu bekommen ist jedoch

    äußerst schwer. In Aquarien sollte man Betta splendens nicht Paarweise pflegen. Oft werden kurzflossige Männchen verkauft, diese sind nur schwer von den Weibchen zu unterscheiden. Wie oben genannt, lassen sich die Wildformen ohne Probleme in einem 60 cm Aquarium in Gruppen pflegen. Für Hochzuchten ist dies jedoch eine nicht all zu optimale Variante und dies aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind die Hochzuchttiere auf Aggressivität gezüchtet. Anders als andere Hochzuchttiere -wie z. B. Guppy- ist dieses Tier nicht nur in Form und Farbe sondern auch in der Art völlig anders gezüchtet. Das Aggressive kommt von der Selektion und der Einzelhaltung (ähnlich wie bei dem Buntbarschhybriden „Flowerhorn“). Diese angezüchtete Eigenschaft macht eine Haltung von mehreren Männchen nahezu unmöglich. Ausnahmen gibt es (Habe ich selbst schon beobachten können), sind jedoch nicht die Regel. Von 1.000 zusammen gesetzten Männchen klappt es mit 2 Tieren.

    Hinzu kommt, dass einige sich Weibchen nur sehr schwer von Männchen unterscheiden lassen. Bei der Hochzuchtform „Plakat“ (Pla-Kat = siamesischer bzw. thailändischer Beißfisch) tragen nämlich die Männchen auch ein kurzes Flossenkleid und sieht daher dem Weibchen extrem ähnlich. Nur bei gesunden Weibchen kann man diese anhand von einem Laichansatz und der Form erkennen. Die Laichpapille ist leider kein sicheres Zeichen mehr. Die Chance, ein Plakat- Männchen aus einem Weibchenbecken im Handel zu bekommen ist sehr hoch. Zu guter Letzt kommt hinzu, dass ein Kampffisch trotz seines Names ein sehr stressanfälliges Tier ist. Durch Stress erkranken diese Tiere leider sehr schnell und versterben dadurch viel zu früh. Sie sind es gewohnt, ihr kleines Revier zu besitzen und dies mit Gewalt zu verteidigen. Daher ist eine Einzelhaltung in Becken ab 40 cm für Kampffische ideal. Wichtig sind Verkrautete Aquarien, mit geringer Strömung, welche sauberes, saures und weiches Wasser aufweisen. Gut geeignet sind hier diverse Hygrophila, Vallisneria, Bacoba, Cryptocorybe. Ein pH von 6,5 – 7,2 ist anzustreben. Auch die Beleuchtung sollte nicht zu grell gewählt werden, jedoch so hell, das die Pflanzen wachsen können. Weicher, feiner Bodengrund ist ebenso von Vorteil.

    Kommen wir zur Fortpflanzung dieser Tiere. Wenn man züchten will, muss man sich vorher gut informieren. Hat

    man hierfür die nötige Zeit, das Geld und den Platz? Hat man den Platz für einzelne Behälter für jedes Männchen und gegebenenfalls für die Weibchen? Wohl gemerkt, aus einem Gelege können bis zu 200 Jungtiere Fallen, die zum Großteil separat gesetzt werden sollten. Grundsätzlich sollte eine Vermehrung vermieden werden und die Zucht bei Züchtern bleiben, welche sich mit den Genetischen Hintergrund befassen um unerwünschte Tiere zu vermeiden. Das Männchen baut in einer geschützten Ecke des Aquariums ein Schaumnest, welches beachtliche Ausmaße annehmen kann; bis zu 15 cm im Durchmesser und 4 cm in der Höhe habe ich schon erlebt.
    Anschliessend, umwirbt es das Weibchen mehr oder minder aggressiv und bringt es dazu, ihm unter das Schaumnest zu folgen. SIE zeigt ihre Laichbereitschaft durch senkrechte Streifen, und indem sie das Männchen bei der Werbung in die Flanke stubst. Das Männchen umschwimmt sie (Führungsschwimmen). Schließlich umschlingen sich beide in einer T-Stellung und das Weibchen stößt Eier aus, welche das Männchen dierekt befruchtete.

    Das Männchen löst sich aus der Laichstarre, in welcher das Weibchen noch einige Zeit bleibt. Es sammelt die Eier auf und steckt sie in das Schaumnest. Nicht selten wird von dem Weibchen geholfen. Dieser Akt kann bis zu 4 Stunden dauern.

    Anschließend wird das Weibchen verjagt und das Nest bewacht. Wichtig ist es, jetzt das Weibchen aus dem Becken zu entfernen, damit dass Männchen diese nicht umbringen kann! In seltenen Fällen übernimmt hier das Weibchen die Brutpflege und kümmert sich um die Jungen (passierte mir bereits 3 mal!). Bei einer Temperatur von 27 – 28 Grad schlüpfen bei mir die Jungen nach bereits einem Tag, bei 20 – 25 Grad nach 3 – 4 Tagen.

    Diese hängen wie kleine Kommas an der Wasseroberfläche. Sie werden ca 2 Tage später anfangen selbstständig zu schwimmen. Dann sollte man sie aus dem elterlichen Aquarium entfernen und seperat aufziehen. Wichtig ist im Aufzuchtbecken eine sehr gute Wasserqualität und auch eine gute Durchlüftung. Die kleinen Atmen zu Anfang noch ueber Kiemen, das Labyrinthorgan muss sich erst noch bilden. Ab dem ersten Tag, an dem die kleinen frei schwimmen, sollte man mit Räder- oder Pantoffeltierchen Füttern. Ab dem 2. Tag kann man bereits Mikrowürmchen geben. Ab dem 4 oder 5 Tag sollten frisch geschlüpfte Artemien oder Artemiaeier in dekapsulierter Form gefüttert werden. Die Kleinen wachsen recht schnell, so das sie Bereits mit 6 Monaten

    ausgewachsen sein können. Tier Tiere fangen in der Regel ab 3 Monaten an, zu prahlen. Hier sind sie 2,5 – 3 cm groß. Ab da müssen sie getrennt werden! Deshalb empfiehlt sich eine einzele Aufzucht der Jungtiere.

    Allgemeines zu Betta splendens

    Der ursprüngliche Betta splendens weist einen leicht gestreckten Körper auf, ist von der Grundfarbe beigebraun und weist grün-rote Pikmente in den Flossen auf. Je nach Vorkommen kommt auch ein leichter Blauanteil vor. Die Flossen der Männchen sind nur minimal größer als die der Weibchen, sind also generell kurz. Diese werden bis zu 7 cm groß. Heute gibt es bedingt durch Zucht und Selektion eine Zuchtvariante, welche 10 bis sogar 12 cm groß werden können. Diese Zucht wird mit „Giant“ (groß, riesig) betitelt. Der Betta splendens kommt aus Thailand und Kambodscha und wurde sowohl in Reisfeldern aber auch in kleinen Teichen gefunden. Die Tiere leben rein Carnivor und ernähren sich in der Natur hauptsächlich von Insekten und deren Larven. Auch der Magen unserer Hochzuchten ist nur dafür ausgelegt. Daher sollte auf Flockenfutter mit pflanzlichen Anteilen komplett verzichtet werden. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen, Verstopfungen oder gar „Magerzucht“. Frost- und Lebendfutter ist hier ideal. Aber auch gefriegetrocknete Mückenlarven, Artemia usw. eignen sich sehr gut. Als Vergesellschaftung eignen sich Garnelen und Schnecken hervorragend. Oft werden sie auch mit Otocinclus, Flossensaugern, Panzerwelsen oder Dornaugen gepflegt. Ich sehe dies jedoch sehr Kritisch, da die genannten Tiere reichlich Strömung benötigen. In sehr stark Verkrauteten Becken mit reichlich Grundfläcke (60 – 80 cm) kann man sie jedoch gut mir kleinen Zwerrasbora usw. pflegen.

    • Moin,

      erlaube mir, eine kleine Anmerkung bzgl. Vergesellschaftung mit Garnelen.

      Nach meiner Erfahrung klappt die Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen nicht, werden ausnahmslos gekillt.

      Kampffische sind nun mal geduldige Lauerjäger.

      Schon größere Amano- und Glasgarnelen könnten sich zur Vergesellschaftung eignen.

      Bei größeren Garnelen, wie Ringelhand & Co, könnte es wiederum für die Splendens gefährlich werden.

      Noch etwas zur Fütterung. Um Verfettung zu vermeiden, reicht es, ca. drei mal wöchentlich zu füttern.

      LG

      Chris

      • Hallo Chis!

        Neben B. Splendens züchte ich einige andere betta wildformen und kann dir sagen: 2/3 leben zusammen mit Neocaridna 😉

        Sie sind wahre Charaktertiere. Bei dem einen klappt es, bei dem anderen nicht. Du hast also einen erwischt der diese zum fressen gerne hat 😉

        Was das Thema verfettung angeht hast du recht, alle 2 – 3 Tage genügt

        Liebe Grüße
        Jessy

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