Anubias barteri var. nana ‚Bonsai‘ ist eine der kleinsten Anubias-Varianten. Die Stammform Anubias barteri stammt aus den tropischen Regionen Westafrikas, insbesondere aus Ländern wie Nigeria, Kamerun und Gabun. Die ‚Bonsai‘-Variante selbst ist wahrscheinlich eine Auslesezüchtung oder Mutation, die in Aquarienkultur entstanden ist. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Anubias-Arten in flachen, langsam fließenden Gewässern, oft an schattigen Standorten entlang von Flussufern, wo sie sich mit ihren Rhizomen an Steinen, Wurzeln oder im schlammigen Substrat festhalten.
Diese Miniatur-Anubias zeichnet sich durch ihre extrem kompakte Wuchsform aus. Die dunkelgrünen, ledrigen Blätter sind rundlich-oval und erreichen eine Länge von nur 1,5-2,5 cm und eine Breite von 1-1,5 cm. Sie sind deutlich kleiner als bei der normalen Anubias nana. Die Blätter haben eine glänzende Oberfläche mit gut sichtbaren Blattadern und sind an kurzen Stielen befestigt. Das Rhizom ist grünlich-braun, robust und wächst horizontal. Mit einer maximalen Wuchshöhe von nur 3-5 cm ist sie ideal für kleine Aquarien und Nano-Becken.
Im Aquascaping ist Anubias ‚Bonsai‘ besonders wertvoll für die Gestaltung von Vordergründen und die Begrünung von Hardscape-Elementen. Ihre kompakte Größe macht sie ideal für Nano-Aquarien und kleine Becken. Die Pflanze wächst sehr langsam und bildet mit der Zeit dichte, buschige Strukturen. Als typische Aufsitzerpflanze sollte sie nicht im Substrat vergraben, sondern auf Steinen, Wurzeln oder anderen Dekorationselementen befestigt werden. Dort wurzelt sie mit der Zeit fest und bildet natürliche, moosartige Polster.
Anubias ‚Bonsai‘ ist äußerst pflegeleicht und robust. Sie gedeiht in einem breiten pH-Bereich von 6,0-7,5 und toleriert Temperaturen zwischen 22-28°C. Der Lichtbedarf ist gering bis mittel, wobei zu starkes Licht vermieden werden sollte, um Algenbildung auf den langsam wachsenden Blättern zu verhindern. Eine CO₂-Düngung ist nicht notwendig, kann aber das Wachstum leicht beschleunigen. Die Pflanze nimmt Nährstoffe hauptsächlich über das Wasser auf, weshalb eine moderate Düngung mit Mikronährstoffen, besonders Eisen, förderlich sein kann.
Die Vermehrung erfolgt ausschließlich durch Rhizomteilung. Dabei sollte jedes abgetrennte Rhizomstück mindestens 2-3 Blätter haben, um optimal weiterwachsen zu können. Für die Teilung verwendet man am besten eine scharfe, saubere Schere oder ein Skalpell. Die Schnittstellen verheilen innerhalb weniger Tage. Als Aufsitzerpflanze sollte das Rhizom nicht im Substrat vergraben werden, um Fäulnis zu vermeiden. Stattdessen wird die Pflanze mit Nylonfäden, Angelschnur oder speziellen Pflanzenbindern auf Hardscape-Elementen befestigt, bis sie sich selbst verankert hat.
Diese Miniatur-Anubias ist ideal für Anfänger, da sie sehr widerstandsfähig ist und selbst unter suboptimalen Bedingungen überlebt. Gleichzeitig wird sie von erfahrenen Aquascapern für ihre kompakte Form und die Fähigkeit geschätzt, selbst kleinste Hardscape-Details zu betonen.
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