Aulonocara spec. "Firefish"
Beschreibung
Der Firefish (Aulonocara spec. „Firefish“) wird bis zu 15 cm groß und ist eine künstlich erzeugte Zuchtform, die nicht im Malawisee vorkommt. Die genaue Herkunft ist unklar; vermutet wird eine Kreuzung verschiedener Aulonocara-Arten, möglicherweise mit Beteiligung von Mbuna-Arten.
Männchen zeigen eine intensive Rot-, Orange- bis Pinkfärbung mit bläulich schimmernden Flossensäumen und markanten Eiflecken an der Afterflosse. Weibchen bleiben deutlich blasser und zeigen Grau- bis helle Orangetöne. Durch den Hybridcharakter ist kaum ein Tier dem anderen gleich, und die Farbgebung kann sich im Laufe des Lebens verändern.
Als Hybridform sollte Aulonocara spec. „Firefish“ niemals mit wildtypischen Aulonocara-Arten vergesellschaftet werden, da eine Kreuzung mit Wildfängen den Genpool natürlicher Populationen gefährden würde.
Besonderheiten
- Künstliche Zuchtform (Hybrid), nicht im Malawisee vorkommend
- Intensive Rot-, Orange- bis Pinkfärbung bei Männchen
- Niemals mit wildtypischen Aulonocara vergesellschaften (Genpool-Schutz)
- Nur ca. 10 % der Nachkommen zeigen die gewünschte intensive Rotfärbung
- Maternaler Maulbrüter mit Eifleck-Befruchtung
- Feiner Sand als Bodengrund erforderlich
Vergesellschaftungshinweise
Aulonocara spec. „Firefish“ wird im Harem gehalten (1 Männchen mit 3-4 Weibchen) und ist mäßig friedlich, mit zunehmendem Alter territorialer. Garnelen werden als Beute betrachtet.
Die Art wird am besten in einem Artenbecken oder mit anderen friedlichen Malawisee-Buntbarschen gehalten. Geeignete Mitbewohner sind andere Aulonocara-Zuchtformen (keine Wildtypen!), friedliche Nicht-Mbuna wie Otopharynx, Placidochromis oder Protomelas sowie Synodontis-Welse. Aggressive Mbuna und südamerikanische Arten sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen werden größer und zeigen eine deutlich intensivere Färbung in Rot, Orange und Pink mit bläulichen Flossensäumen sowie Eiflecken an der Afterflosse. Rücken- und Afterflossen sind zugespitzt und verlängert. Weibchen bleiben kleiner mit unauffälliger grau-beige bis blassrosafarbener Grundfärbung und abgerundeten Flossen.
Haltungstipps / Pflege
Für die Haltung wird ein Aquarium ab 130 cm Kantenlänge und mindestens 300 Liter benötigt. Die Wasserwerte sollten bei 24-28 °C, pH 7,5-8,5 und GH 10-20 °dGH liegen.
Die Einrichtung besteht aus Steinaufbauten mit Höhlen und Durchgängen als Reviergrenzen und Sichtschutz, ergänzt durch feinen Sand als Bodengrund. Aulonocara durchwühlen den Sand aktiv auf der Suche nach Kleinstlebewesen, weshalb feiner, rundkörniger Sand unverzichtbar ist. Viel offener Schwimmraum im vorderen und mittleren Bereich ist wichtig. Leistungsfähige Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel sorgen für sauerstoffreiches, klares Wasser.
Der Firefish ist ein lohnender Malawi-Cichlide für Aquarianer mit Erfahrung in der Hartwasserhaltung. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 5-8 Jahren.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Maternaler Maulbrüter
Zuchtschwierigkeit: Mittel
Das Weibchen nimmt die Eier nach dem Ablaichen sofort ins Maul auf, wo sie über die Eiflecken an der Afterflosse des Männchens befruchtet werden. Die Inkubationszeit beträgt 21-28 Tage. Typische Gelegegrößen liegen bei 25-50 Eiern.
Zuchtwasser: pH 7,5-8,5, GH 10-20 °dGH, 27-28 °C. Hinweis zur Farbvererbung: Aufgrund des Hybridcharakters zeigen nur etwa 10 % der Nachkommen die gewünschte intensive Rotfärbung.
Ernährung/Futterbedarf
Aulonocara spec. „Firefish“ ist karnivor und ernährt sich von Kleinstlebewesen aus dem Sandboden. Im Aquarium eignen sich hochwertiges Cichliden-Granulat, Frostfutter wie Artemia, Krill, Mysis und Cyclops sowie gelegentlich Lebendfutter. Farbfutter mit Astaxanthin und Carotinoiden unterstützt die Intensivfärbung. Rote Mückenlarven und Tubifex nur selten verfüttern (Malawi-Bloat-Risiko).
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Als künstliche Zuchtform hat Aulonocara spec. „Firefish“ keinen eigenen natürlichen Lebensraum. Die Ursprungsarten der Gattung Aulonocara stammen aus dem Malawisee in Ostafrika, wo sie typischerweise sandige Übergangszonen nahe Felsstrukturen in Tiefen von 5-25 Metern bewohnen. Die Zuchtform existiert ausschließlich in Aquarien und Zuchtanlagen.
Habe immer Interesse an schönen fischen und intesiver Farbe das ist mir sehr wichtig und das die gesund und zuchtfähig sind