Beaufortia leveretti
Beschreibung
Beaufortia leveretti ist ein flacher, rochenartig gebauter Hillstream-Loach aus der Familie Gastromyzontidae, der bis 12 cm TL erreicht (im Aquarium typisch 7 bis 10 cm). Die Grundfärbung reicht von hellem Grau bis zu goldgrauen Tönen; die Oberseite ist von zahlreichen feinen, dunklen Punkten durchzogen, die der Art ihren Handelsnamen Tüpfel-Flossensauger eingetragen haben. Die Flossen sind breit angelegt und weisen charakteristische, dunkel-hell gestreifte Saumzeichnungen auf. Das Maul ist als Saugorgan ausgebildet und erlaubt ein festes Anheften an glatten Steinen selbst bei starker Strömung.
Im Aquarium zeigt die Art typisches Bodenbewohnerverhalten: Die Tiere halten sich vorwiegend an stark überströmten Stellen auf, saugen sich an Steinen und Holz fest und weiden dort Aufwuchs ab. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv; besonders in den Morgen- und Abendstunden sowie während kühlerer Phasen steigt die Aktivität sichtbar an.
Besonderheiten
- Rochenartig flacher Körperbau zur Anpassung an starke Strömung
- Spezialisierter Aufwuchsfresser: weidet Algen und Biofilm von glatten Kieseln und Steinen ab
- Anpassung an sehr sauerstoffreiches, kühles Fließgewässer
- Starke Strömung notwendig (10- bis 15-facher Stundenumsatz)
- Ostasiatische Art (China, Vietnam); nicht mit südostasiatischen Arten verwechseln
- Gruppenhaltung ab 4 bis 6 Tieren empfohlen
- Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
- Zucht im Aquarium nicht dokumentiert
Vergesellschaftungshinweise
Beaufortia leveretti wird in Gruppen von mindestens 4 bis 6 Tieren gehalten. In der Gruppe zeigen die Tiere natürlicheres Such- und Abweidverhalten und wirken entspannter. Männchen können kleine Reviere um bevorzugte Futterstellen verteidigen; ernsthafte Aggressionen gegenüber anderen Arten sind nicht dokumentiert. Gegenüber nichtkonkurrierenden Begleitfischen verhält sich die Art grundsätzlich friedlich.
Geeignete Beifische sind andere ostasiatische Hillstream-Loaches und friedliche, strömungstolerante Kleinfische wie Tanichthys albonubes. Keine südamerikanischen Arten (Corydoras) oder afrikanischen Cichliden. Adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert; bei sehr kleinem Garnelennachwuchs besteht ein geringes Risiko.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind bei guter Konditionierung von oben betrachtet fülliger und breiter als Männchen. Männchen sind schlanker. Während der Fortpflanzungszeit kann stärker ausgeprägtes Territorialverhalten bei Männchen beobachtet werden. Die Unterscheidung ist ohne Verhaltensbeobachtung und Körperprofil-Vergleich schwierig.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 18 bis 24 °C, pH 6,5 bis 8,0, GH 4 bis 12 dGH.
Mindestens 100 cm Beckenlänge (ca. 160 Liter) für eine Gruppe von 4 bis 6 Tieren. Starke, gleichmäßige Strömung ist essenziell (empfohlen: 10- bis 15-facher Stundenumsatz). Als Substrat eignen sich abgerundete Flusskiesel und Steine verschiedener Größen; der Bodengrund sollte zahlreiche Aufwuchsflächen bieten. Glatte Dekorationen ohne scharfe Kanten. Dichte Bepflanzung widerspricht dem natürlichen Vorkommen; einzelne robuste Pflanzen in strömungsarmen Bereichen sind vertretbar.
Hoher Sauerstoffgehalt ist unverzichtbar; zusätzliche Belüftung erhöht die Versorgungssicherheit. Regelmäßige Wasserwechsel mit kühlerem Wasser. Auf Kupfer in Medikamenten achten.
Zucht und Fortpflanzung
Im Aquarium nicht dokumentiert. Vermutet wird, dass die Art Eier zwischen Kieselsteinen ablegt und dass starke Strömung, hoher Sauerstoffgehalt sowie ein Temperaturabfall als Laichauslöser fungieren könnten. Belastbare Nachweise aus kontrollierten Zuchtansätzen fehlen. Angaben zu Inkubationszeiten, Gelegegrößen oder Aufzuchtbedingungen für Larven liegen nicht vor.
Ernährung/Futterbedarf
Aufwuchsfresser mit omnivorem Anteil. Die natürliche Ernährung besteht überwiegend aus Algen, Biofilm und Mikroorganismen, die von Steinen und Holz abgeweidet werden. Ergänzend: sinkende Algenpresstabletten, Spirulina-Tabletten und pflanzliches Granulat. Fein dosiertes tierisches Futter (Artemia-Nauplien, Cyclops, weiße Mückenlarven) wird akzeptiert und ist zur Konditionierung nützlich. Der pflanzliche Anteil sollte überwiegen; zu proteinreiche Ernährung kann gesundheitliche Probleme verursachen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Beaufortia leveretti stammt aus Ostasien, aus Gebirgsflüssen in China (Roter Fluss, Perlfluss-System, Insel Hainan) und Vietnam. Die Art besiedelt seichte, schnellströmende, extrem sauerstoffreiche Abschnitte von Gebirgsflüssen. Das Wasser ist klar und kühl; der Bodengrund besteht überwiegend aus Kies, Sand und glatten Flusskieseln mit starkem Algen- und Biofilmbewuchs. Dichte Wasserpflanzen fehlen im natürlichen Habitat.
ihr könnt ja doch nicht liefern !!
oder doch ??
Hallo Fred, my-fish ist eine Informationsplattform – wir liefern keine Fische. Glaube da hast du etwas nicht richtig verstanden.