Caridina cf. cantonensis

Deutscher Name: Bienengarnele

Bild: G.Höner - Caridina cf. cantonensis – Bienengarnele
Herkunft: China, Vietnam
Farben: Gelb, Schwarz
Schwierig: Anspruchsvoll
Gattung: Caridina
Gruppe: Garnelen

Beschreibung

Caridina cf. cantonensis ist eine Garnelenart aus der Familie Atyidae. Sie gehört zur Ordnung der Zehnfüßer und steht in der Nähe anderer Caridina-Arten. Die Bienengarnele erreicht im Schnitt eine Körperlänge von etwa 2,5 cm. Ihr Panzer weist helle, gelbbraune und dunkle Streifen auf. Die Färbung erinnert an das Muster einer Biene. Die Scheren sind schlank und gut proportioniert. Die Angaben zu Größe und Farbmuster variieren, weswegen man hier Durchschnittswerte nennt. In ihrem natürlichen Lebensraum lebt die Art in klaren, langsam fließenden Bächen und Flüssen. Das Wasser ist meist sauerstoffreich und hat eine leicht saure bis neutrale Reaktion. Pflanzen und lockere Substrate bieten natürlichen Schutz. Die ökologischen Zusammenhänge sind eng mit der Wasserqualität verbunden. Kleine Partikel und Algen in den Gewässern dienen als Nahrung und fördern das natürliche Wachstum. Caridina cf. cantonensis zeigt einen ausgeprägten Sammeltrieb und verbirgt sich oft im dichten Pflanzenwuchs. Diese Garnelenart reagiert stark auf Veränderungen der Wasserparameter. Ihre Anpassungen an kühle, sauerstoffreiche Umgebungen helfen ihr, in ökologisch sensiblen Habitaten zu überleben. Zudem fällt auf, dass sie in Gruppen lebt, was die Futtersuche und den Schutz vor Fressfeinden erleichtert. Im Aquarium empfiehlt man ähnliche Bedingungen wie in der Natur. Die Temperatur liegt im Schnitt bei 24 bis 26 Grad Celsius, und eine regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. pH-Werte zwischen 6,5 und 7,5 fördern das Wohlbefinden der Tiere. Einige Quellen weisen auf Abweichungen hin, weshalb Hobbyisten die Wasserwerte genau beobachten sollten. Quellen wie my-fish.org und weitere spezielle Garnelenportale liefern hierzu meist aktuelle und belastbare Daten.

Besonderheiten

Diese Art (Caridina cf. cantonensis – Bienengarnele) zeigt ein markantes, gestreiftes Farbenspiel. Klare Streifen bieten Tarnung und helfen, sich in natürlichen Habitaten besser zu verstecken. Ein weiteres Merkmal ist die hohe Farbvariabilität, die in unterschiedlichen Populationen festgestellt wird. Diese Variabilität kann evolutionär vorteilhaft sein, da sie Anpassungen an wechselnde Umweltbedingungen unterstützt. Mehrere unabhängige Quellen belegen diese Eigenschaften, wenngleich genaue Messwerte variieren. Forschungslücken bleiben vor allem hinsichtlich der genetischen Ursachen der Farbvariation.

Vergesellschaftungshinweise

Diese kleine Garnelenart ist ein friedlicher Bewohner des Aquariums. Sie lebt gern in Gesellschaft und zeigt wenig Aggressivität. Caridina cf. cantonensis lässt sich gut mit kleinen, friedlichen Fischen sowie mit ausgewählten Wirbellosen wie Zwerggarnelen und Schnecken halten. Es empfiehlt sich, sie in lockeren Gruppen zu pflegen. Geeignete Partner sind beispielsweise kleine Salmler oder sanfte Welse. Eine dichte Bepflanzung und zahlreiche Verstecke schützen vor möglichen Angriffen und schaffen stabile Bedingungen im Becken.
Größe: Männchen bis zu 2 cm, Weibchen bis zu 2,5 cm

Erscheinungsbild

Die Tiere zeigen einen schlanken, länglichen Körper mit einem durchscheinenden Panzer und klar abgegrenzten Segmenten. Die Farbgebung variiert und vereint oft transparente Töne mit wechselnden roten und weißen Mustern. Caridina cf. cantonensis – Bienengarnele besitzt einen leicht gebogenen Rostrum, an dem im Schnitt drei kurze Stacheln an der oberen Seite stehen. Die großen, dunklen Augen heben sich deutlich vom strukturierten Körper ab. Die durchschnittliche Körperlänge liegt bei etwa 2,5 cm.

Zucht und Fortpflanzung

Die Tiere legen Eier, die fest an den Schreiten haften. Die Eier werden von der Mutter getragen, bis sie schlüpfen. Es gibt keine freie Larvalentwicklung. Das Schlüpfen erfolgt direkt und produziert kleine Kopien des Erwachsenen. Die Zucht verlangt einen pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5 und Temperaturen von 22 bis 26 Grad. Weiches bis mittelhartes Wasser ist ideal. Zudem werden viele kleine Pflanzen, Steinchen und feines Substrat empfohlen, da diese eine Versteckmöglichkeit bieten. Eine ausgewogene Ernährung mit Algen, Futtertabletten und Naturfutter ist wichtig. Im Wasser treffen sich oft auch Mikroorganismen, die als zusätzliche Nahrung dienen. Die Häutung stellt ein wichtiges Element im Leben der Garnelen dar. Vor der Häutung bauen sie einen Rückzugsort auf und legen sich in Sicherheit, da sie während dieses Vorgangs wehrlos sind. Nach der Häutung wird das neue Exoskelett noch einige Zeit verhärtet. Dies schützt die Tiere, bis sie wieder aktiv am Beutespiel teilnehmen können. Von der Geburt bis zum erwachsenen Tier durchlaufen sie mehrere Häutungsphasen. Zwischen den Häutungen wachsen die Tiere in regelmäßigen Intervallen. Die Entwicklung vom Jungtier zum Adult dauert mehrere Monate, wobei jeder Häutungsakt den weiteren Wuchs unterstützt. Im Aquarium zeigen sie ein typisches Verhalten, das durch Grasen auf Algen und das Suchen nach Futter geprägt ist. Die Garnelen nutzen enge Spalten und Pflanzen als sichere Rückzugsorte. Sie klettern an leicht geneigten Flächen und bewegen sich oft in kleinen Gruppen. Diese natürlichen Verhaltensweisen fördern das Sozialverhalten und die Vitalität im heimischen Aquarium. Caridina cf. cantonensis zeigt so eine ideale Kombination aus kontrollierter Zucht und angepasstem Verhalten in häuslicher Umgebung.
Beckengröße:
Mindestens 20 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichendem Schwimmraum und leichten Strömungsbereichen.
Wasserhärte: weich
PH-wert
6,0-7,2
Temperatur:
22-26 °C
Alterserwartung
1–2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Diese kleine Garnele frisst mehrmals täglich kleine Portionen, die sich an ihrem aktiven Fressverhalten orientieren. Im Aquarium sollte man stets nur relative Mengen anbieten, um Überfütterung zu vermeiden. Frische Stücke von Gurken, Karotten oder Spinat sind als Ergänzung gut geeignet. Gelegentlich kann ein Hauch Calcium den Schalenbau unterstützen, indem Futterreste und Biofilm aufgenommen werden.

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