Rhinogobius zhoui

Deutscher Name: Flammengrundel

Bild: Aquarium Glaser
Herkunft:
China
Farben:
braun, orange, rot
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Rhinogobius zhoui
Gattung: Rhinogobius
Familie: Gobiidae

Beschreibung

Die Flammengrundel (Rhinogobius zhoui) erreicht eine Länge von nur 3,6 cm SL und ist damit eine der kleinsten Rhinogobius-Arten. Die Art ist in der Provinz Guangdong in Südchina endemisch und wird von der IUCN als gefährdet (EN) eingestuft. Der Körper zeigt eine lebhafte Färbung mit orangeroten Flossen.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • IUCN-Status: Gefährdet (EN), endemisch in Guangdong, China
  • Mit 3,6 cm SL eine der kleinsten Rhinogobius-Arten
  • Höhlenlaicher mit väterlicher Brutpflege
  • Hybridisierungsrisiko mit anderen Rhinogobius-Arten beachten
  • Trockenfutter bei Zuchttieren vermeiden, verschlechtert Reproduktionserfolg
  • Eier werden vom Männchen 24 bis 48 Stunden nach dem Schlupf gefressen, Trennung nötig
  • Strömung 4- bis 5-faches Beckenvolumen pro Stunde empfohlen

Vergesellschaftungshinweise

Rhinogobius zhoui ist ein territorial veranlagter Grundel, der in der Gruppe gehalten werden sollte. Empfohlen wird eine Haltung mit mindestens zwei Männchen und mindestens ebenso vielen Weibchen. Männchen reagieren auf Artgenossen mit Revierverhalten, das sich in Patrouillen und Verdrängungsverhalten äußert – einzelne, strikt verteidigte Nester sind dabei uncharakteristisch; stattdessen patrouillieren Männchen über allgemeine Gebiete und können konkurrierende Männchen stören. Trotz dieses intraspezifischen Territorialverhaltens eignet sich R. zhoui gut für Gesellschaftsbecken mit kleinen, friedlichen Arten aus der oberen Wassersäule – beispielsweise Tanichthys- oder Microdevario-Arten – da direkte Revierkonflikte mit bodenferneren Fischen ausbleiben. Bei der Haltung mit Wirbellosen gilt: Adulte Garnelen werden in der Regel toleriert, kleine Junggarnelen können als Futter betrachtet werden. Schnecken gelten als weitgehend ungefährdet. Achtung: Rhinogobius zhoui darf nicht zusammen mit anderen Rhinogobius-Arten gehalten werden, da ein Hybridisierungsrisiko besteht, das die taxonomische Integrität beider Arten gefährdet. Rhinogobius zhoui eignet sich gut für ostasiatisch ausgerichtete Gesellschaftsbecken. Ideal sind kleine Schwarmfische aus der oberen Wassersäule wie Tanichthys albonubes, Microdevario spp. oder kleine Danio-Arten, die keine Konkurrenz um Bodenreviere darstellen. Kleine Welse oder Loricariiden mit ähnlichen Wasserwertansprüchen sind ebenfalls möglich, sofern ausreichend Strukturen vorhanden sind. Von der Kombination mit anderen Rhinogobius-Arten ist aus Hybridisierungsgründen dringend abzuraten; afrikanische Buntbarsche aus Malawi- oder Tanganjikasee passen weder ökologisch noch von den Wasserwertansprüchen und sind grundsätzlich ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen zeigen intensivere Färbung mit kräftigeren orangeroten Flossen. Der Kopf ist etwas breiter. Weibchen sind dezenter gefärbt und bei Laichreife am rundlicheren Bauch erkennbar.

Größe: ca. 3,6 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Rhinogobius zhoui benötigt ein Becken mit mindestens 54 Litern bei 60 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 19 bis 24 °C, pH 7,0 bis 7,8 und GH 5 bis 12 °dGH liegen. Eine moderate Strömung mit 4- bis 5-fachem Beckenvolumen pro Stunde ist empfehlenswert. Als Bodengrund eignet sich feiner bis mittlerer Kies mit kleinen Höhlen aus Steinen oder Tonröhren als Laich- und Versteckplätze. Da die Art als gefährdet gilt, ist eine verantwortungsvolle Haltung mit Zuchtabsicht besonders wichtig.

Saisonale Temperaturabsenkung: Als subtropische Art aus Südchina profitiert die Flammengrundel von einer Winterruhe bei 15-18 °C über mehrere Wochen. Dies fördert Gesundheit, Farbintensität und Fortpflanzungsbereitschaft.

Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
7-7,8
Temperatur:
Subtropisch
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rhinogobius zhoui ist ein Höhlenlaicher mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht die Eier in einer kleinen Höhle und befächelt sie. Wichtig: Das Männchen frisst die geschlüpften Larven nach 24 bis 48 Stunden, weshalb die Jungfische rechtzeitig separiert werden müssen. Für Zuchttiere sollte ausschließlich Lebend- und Frostfutter verwendet werden, da Trockenfutter den Reproduktionserfolg nachweislich verschlechtert. Eine Gruppe von mindestens 2 Männchen und 2 Weibchen bildet die Basis für eine Zuchtgruppe.

Ernährung/Futterbedarf

Rhinogobius zhoui ist ein Fleischfresser mit Präferenz für kleine Wirbellose. Im Aquarium werden kleine Lebend- und Frostfuttermittel bevorzugt: Mückenlarven (Chironomiden), Blutwürmer, Artemia-Nauplien, Copepoden und Daphnien. Für Zuchttiere und zur Konditionierung ist Lebendfutter besonders wichtig. Trockenfutter (Flocken, Granulat) sollte vermieden werden – insbesondere bei Zuchttieren, bei denen Trockenfutter den Bruterfolg negativ beeinflussen kann. Die Ernährung spiegelt die natürliche Nahrungsgrundlage in sauerstoffreichen Bächen wider: kleine benthische Wirbellose. Fütterungsstrategie: – Mehrmals täglich in kleinen Portionen, um Wasserqualität zu erhalten. – Schwerpunkt auf Lebend- und Frostfutter; Trockenfutter meiden. – Für Aufzucht: feinste Frostfutter-Varianten oder Artemia-Nauplien.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius zhoui ist endemisch in der Provinz Guangdong in Südchina, wo die Art in klaren Bächen mit steinigem Untergrund und moderater Strömung vorkommt. Das natürliche Habitat ist durch menschliche Einflüsse bedroht, weshalb die Art als gefährdet eingestuft wird.

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