Salminus brasiliensis
Beschreibung
Der Dorado (Salminus brasiliensis, frueheres Synonym: S. maxillosus) ist einer der größten Raubfische Südamerikas aus der Familie Bryconidae und erreicht eine Standardlänge von bis zu 100 cm, Weibchen werden mit über 140 cm TL noch größer. Der Körper ist gestreckt, kräftig und torpedoförmig. Das große Maul ist mit kräftigen, konischen Zähnen besetzt. Die Grundfärbung ist silbrig-golden mit charakteristischem Goldschimmer an den Flanken und orangeroten bis roten Flossen.
Im Aquarium zeigt der Dorado ständige Bewegung, zielgerichtetes Patrouillieren und blitzschnelle Attacken. Die Art ist migratorisch und legt in der Natur saisonal weite Strecken zurück. Die Haltung im Privataquarium ist aufgrund der Größe, des aggressiven Temperaments und der hohen Infrastrukturanforderungen für nahezu alle Hobbyhalter nicht realistisch.
Besonderheiten
- Einer der größten südamerikanischen Raubfische (bis 100 cm SL, Weibchen über 140 cm TL)
- Migratorische Art mit saisonalen Wanderungen
- Kräftige Bezahnung – kann Pfleger und Beifische ernsthaft verletzen
- Gilt als Sportfisch und Speisefisch, in Brasilien aquakulturell genutzt
- In der Natur durch Staudämme und Gewässerverschmutzung bedroht
- Keine reproduzierbaren Nachzuchten im Heimaquarium
- Erhöhtes Springrisiko
Vergesellschaftungshinweise
Der Dorado ist ein Einzeljäger mit stark territorialem Verhalten. Alles, was ins Maul passt, wird gefressen. Eine Vergesellschaftung ist allenfalls mit gleichgroßen, robusten südamerikanischen Großfischen in sehr voluminösen Anlagen vorübergehend möglich. Gruppenhaltung führt zu ernsthaften Verletzungen. Für typische Heimaquarien ist die Art gänzlich ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Verlässliche äußere Merkmale zur Geschlechtsbestimmung sind für die Aquarienhaltung nicht dokumentiert. Weibchen sollen im Freiland deutlich größer werden als Männchen.
Haltungstipps / Pflege
Salminus maxillosus benötigt Wassertemperaturen von 22 bis 28 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 2 bis 15 °dGH.
Dies ist keine Empfehlung für die Heimhaltung. Für institutionelle Haltung sind Becken von mehreren tausend Litern mit großzügigen Schwimmflächen, starker Strömung und minimalen Einbauten erforderlich. Sehr leistungsfähige Filterung und regelmäßige Großwasserwechsel sind Pflicht. Stets geschlossene Abdeckung verwenden (erhöhtes Springrisiko).
Salminus maxillosus ist aufgrund seiner Größe und seines aggressiven Temperaments kein Fisch für Privataquarien. Die Haltung ist nur in zoologischen Einrichtungen oder sehr großen Spezialanlagen vertretbar.
Hinweis: Salminus maxillosus ist eine subtropische Art aus dem Paraguay-, Paraná- und Uruguay-Einzugsgebiet. Die Art verträgt kühlere Temperaturen als verwandte tropische Arten und profitiert von einer saisonalen Temperaturabsenkung in den Wintermonaten.
Zucht und Fortpflanzung
Im Heimaquarium nicht möglich. Die Art ist migratorisch und pflanzt sich in der Natur im Zusammenhang mit saisonalen Wanderungen und steigenden Wasserständen fort. Erfolgreiche Vermehrung wurde nur in spezialisierten Forschungsanlagen mit Hormonbehandlung erzielt.
Ernährung/Futterbedarf
Salminus maxillosus ist ein ausgeprägter Fleischfresser. Juvenile akzeptieren Garnelen und große Frostfutterstücke. Adulte Tiere benötigen ganze Fische als Hauptfutter. Trockenfutter wird nicht dauerhaft akzeptiert. Hochwertige Frostware oder frische Fischstücke sind zu bevorzugen.
Natürlicher Lebensraum
Salminus maxillosus stammt aus Südamerika und kommt in den Einzugsgebieten des Paraná, Paraguay und Uruguay, in der Laguna dos Patos (Brasilien) sowie im oberen Chaparé und Mamoré (Bolivien) vor. Die Art fehlt im Amazonas-Hauptstrom. Sie bewohnt strömungsreiche Flussabschnitte großer Flüsse.