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Artemia – Nauplien

Bild: Rudolf Pohlmann
Bild: Rudolf Pohlmann

Artemia – Nauplien ist wohl das wichtigste Aufzuchtfutter für die Fischbrut. Artemia- Zysten sind kleine „Eier„ aus denen sich die Artemien entwickeln. Nach ca. 8-48 Stunden sprengen sie ihre schützende Hülle, die frisch geschlüpften Tiere werden Nauplien genannt.

Der Fachhandel bietet Artemia in verschiedenen Schlupfraten an, Garde A bis 90% Schlupfrate ist die beste Qualität. Es gibt auch Unterschiede in der Schlupfzeit, die von Dose zu Dose verschieden sein kann. Diese Schlupfzeit kann man durch Wärme beschleunigen (22° bis 28° C). Für die Zucht benötigt man eine Membranluftpumpe, eine nicht farbige Flasche von 1 bis 2 Liter, einen Plastikkorken ( einer Sektflasche) einen etwa 1 m langen Luftschlauch, einen Lufthahn, ein Artemiasieb, einen kleinen Behälter, in den man das Artemiasieb hinein stellt, und einen 1-bis 2- Liter Behälter zum Aussieben (2-Liter Einmachglas).

In den Plastikkorken werden 2 Löcher von etwa 6 mm gebohrt. In einem Loch wird der Luftschlauch bis zum Flaschenboden durchgeschoben. Aus dem zweite Loch kann die eingeblasene Luft wieder entweichen. In einer 1- Literflasche gibt man etwa ¾ Liter Kochsalzlösung (3/4 Liter Wasser 2 Teelöffel Tafelkochsalz). Jetzt werden je nach Bedarf, bis einen Teelöffel voll, Artemiaeier in die Flasche gegeben und mit Luft besprudelt.

Je nach Schlupfzeit der Nauplien, (genaue Schlupfzeit muss nach jeder neuen Dose geprüft werden) wird nun der Luftschlauch von der Pumpe getrennt. Die Nauplien sammeln sich am Boden und die leeren Eier schwimmen an der Wasseroberfläche. Nun kann man sie gut vom Boden absaugen und über das Artemiasieb aussieben. Das Sieb mit Nauplien wird in den kleinen Behälter, das vorher mit Wasser gefüllt wurde, gestellt. Von dort kann man sie gut mit einer Pipette (oder 20ml Spritze) entnehmen und problemlos auf die jeweiligen Aquarien verteilen.

Die Flüssigkeit des alten Ansatzes kann noch für einige neue Ansatz benutzt werden. Die Flasche wird gut gereinigt, man sollte aber kein Spülmittel benutzen. Kulturgeräte und Zubehör gibt es auch im Fachhandel zu kaufen.

 

Autor: Rudolf Pohlmann

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