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Springschwänze (Folsomia candida)

Bild: Rudolf Pohlmann
Bild: Rudolf Pohlmann

Springschwänze sind in der Aquaristik ein kaum bekanntes Futter. Jeder Blumenliebhaber kennt diese weißen etwa 2 mm großen Tiere. Beim Gießen der Pflanzen springen sie im Blumentopf herum. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten. Für die Fische sind sie ein hervorragendes Futter, welches wegen seiner geringen Größe auch schon von halbwüchsigen Fischen gefressen wird. Da die Springschwänze an der Wasseroberfläche schwimmen, müssen die Fische von der Oberfläche fressen. Sie bleiben dort sogar mehrere Tage am Leben, wenn sie nicht gefressen werden.

Die Zucht ist eine sehr einfache und wenig arbeitsaufwendige Angelegenheit. Blähton, wie er in der Hydrokultur verwendet wird, mit einer Körnung von etwa 5-8 mm wird in einem Sieb sauber gewaschen und etwa 3 bis 4 cm hoch in eine Gerdadose Größe 2 oder 3 gefüllt. Der Deckel dieser Schale wird auf “umlaufende Lüftung” gelegt. Es eignen sich auch alle anderen Kühlschrankdosen. Es müssen dann sehr kleine Löcher in den Deckel gebohrt werden. Nun gibt man noch so viel Wasser dazu, bis sich ein Wasserstand von etwa 1-2 cm ergibt. Jetzt kann man die Springschwänze einsetzten. Gefüttert wird mit Zierfischfutter. Nach 3 bis 4 Wochen kann man sie verfüttern, oder einen neuen Zuchtansatz erstellen.

Zum Verfüttern neigt man die Dose schräg, damit das Wasser in einer Ecke zusammenläuft. Die Springschwänze sammeln sich auf der Wasseroberfläche, wo man sie mit einer kleinen Kelle abschöpft und über einem Sieb abgießt. Die im Sieb befindlichen Springschwänze kann man an der Wasseroberfläche abklopfen. Um regelmäßig Füttern zu können, benötigt man mehrere zeitversetzte Ansätze, die nach 4 Monaten erneuert werden. Man kann die Springschwänze auch mit der Hilfe einer Glasscheibe dem Substrat entnehmen. Die Futterstelle wird mit einer Scheibe abgedeckt, auf der Scheibe sammeln sich die Springschwänze. Diese kann man nun von dort über die Aquarien abklopfen. Die Springschwänze kommen einige Wochen ohne Futter aus, es muss nur darauf geachtet werden, dass der Blähton genügend Feuchtigkeit hat. Gutes, die Feuchtigkeit bindendes Zuchtsubstrat, ist Seramis Kokos- Brick.

Autor: Rudolf Pohlmann

Bild: Rudolf Pohlmann
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