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Chromobotia macracanthus – Prachtschmerle 3.92/5 (3)

Chromobotia macracanthus – Prachtschmerle
Projekt beendet

Art

Chromobotia macracanthus – Prachtschmerle

Zuchtgrund

Ein jeder, der sich schon ein wenig mit der Aquaristik auskennt, weiß um die Existenz der Prachtschmerle, wissenschaftlich neuerdings als Chromobotia macracanthus bezeichnet (vgl. hierzu OTT 2004). Diese Fische sind sehr beliebt und werden gern und häufig für das große Gesellschaftsaquarium erworben.Bei den im Zoohandel erhältlichen Fischen handelt es sich zum allergrößten Teil um Importe aus Asien. Sie kommen als Wildentnahmen über Singapur aus Indonesien. Die Hauptfanggebiete sind in Zentral-Sumatra und Zentral-Kalimantan (Borneo). Die Tiere von Kalimantan sind etwas intensiver in der Färbung, allerdings auch empfindlicher.Die Elterntiere der Prachtschmerlen wandern mit dem Einsetzen der Regenzeit flussaufwärts in die Laichgebiete. Nach dem Laichen gehen sie nicht zugrunde, wie wir es etwa von den Lachsen kennen, sondern wandern wieder flussabwärts in jenen Bereich, in dem sie dann die nächsten ca. vier bis sechs Monate verbringen. Es gibt zwei Laichzeiten im Jahr. Auf Sumatra werden die Jungtiere im Dezember und März gefangen, in Kalimantan im Januar und Juni. Im Jahr des El Niñio gibt es eine zeitliche Verschiebung auf Sumatra, nicht aber in Kalimantan. Gelaicht wird offenbar am Ende der Trockenzeit bzw. zu Beginn der Regenzeit mit einsetzendem Regen. Nach dem Laichen wandern die Eltern und auch bald die schon größeren Jungfische wieder flussabwärts. Schon kurze Zeit nach dem Ablaichen werden die ersten Jungfische beim Zurückwandern gefangen. Die Jungtiere sind dann 2 bis 5 cm groß. Die Fänger haben dabei eine interessante und schonende Fangtechnik entwickelt, die es relativ unwahrscheinlich macht, die Tiere durch Überfischung für die Aquaristik auszurotten. Die Fänger installieren an zugänglichen Stellen der Sandbänke Bambusrohre mit kleinem Durchmesser, die von den Jungfischen als Versteck genutzt werden und in die zu große Exemplare nicht einschwimmen können. Diese werden dann ein- bis zweimal täglich kontrolliert und entleert.Die gefangenen Tiere gelangen danach zu den Exporteuren. KORTHAUS (1979) fing Chromobotia macracanthusin Kalimantan und gibt exakte Detailbeobachtungen wider. Seither fehlen solche Beobachtungen und es wäre wünschenswert, wenn einmal jemand diese Schmerle in beiden Vorkommensgebieten aufsuchen und darüber berichten würde.Eines der Ziele des Zuchtprogrammes von uns ist die Vermehrung von Chromobotia macracanthus;erste Ergebnisse können wir hier bereits vorlegen. In diesem Artikel geht es uns vornehmlich um die Ei- und Jungfischentwicklung dieser Art.

Zuchttiere

Unsere ca. 30 Zuchttiere bekamen wir 2001 aus Singapur. Die Fische stammen von Sumatra. Sie kamen in einer Größe von ca. 10 cm bei uns an und waren schätzungsweise 1 bis 1,5 Jahre alt.

Zuchtaufbau

Sie wurden in eine ca. 500 l fassende Wanne mit Sandboden und jeder Menge Versteckmöglichkeiten eingesetzt.

Wasserwerte

Die Wasserwerte lagen bei ca. 300 µs/cm Leitfähigkeit und einem pHWert von ca. 6,5 bei einer Wassertemperatur von ca. 28°C.

Futter

Gefüttert wurden Tubifex, Frostfutter sowie Trockenfutter.

Futtertierzucht

Weitere Beschreibungen

LiteraturEVERS,H.-G. und H.NIGL (2004):Die ersten Lebenswochen bei Fiederbartwelsen: Ei- und Jungfischentwicklung bei acht Synodontis-Arten.? Aquaristik-Fachmagazin 36 (180),12-18KORTHAUS, E. (1979): Zur Fortpflanzung der Prachtschmerle Botia macracantha: Beobachtungen im natürlichen Lebensraum.? Das Aquarium 13,498-502NIGL,H.und T.PEACH (2004):Die Embryonalentwicklung bei Synodontis am Beispiel von Synodontis nigrita.? Aquaristik-Fachmagazin 36 (180),10-11OTT,G. (2000): Schmerlen im Aquarium.? Tetra Verlag, BissendorfOTT,G.(2004):Prachtschmerlen:Neue Namen ? die gleichen Fische.? Aquaristik-Fachmagazin 36 (180),34-38 S_048-051 09.12.2008 11:08 Uhr Seite 51Autoren Hans-Georg Evers und Herbert Nigl

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2 Kommentare

  1. Endlich kann auch hier den Importen abgeholfen werden. Schöner Bericht und interessante Bilder.

  2. Nice research Mr.Nigl! Congrats!
    Regarding to Botia breeding and some other unbreedable fish species according to WCTAB program I would like to present to your attention my short film – http://www.youtube.com/watch?v=hayrnC5SiE4&list=UUfeokzbCNHVprP6IrTgk_rw&feature=share&index=3 on my videochannel in YouTube.
    Yours sincerely,
    Sergei

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