Corydoras aeneus
Beschreibung
Corydoras aeneus, der Bronzepanzerwels, ist ein kompakt gebauter Bodenwels von 7,5 cm SL mit gut entwickelten Panzerschuppen. Die Grundfärbung reicht von hellorange bis bräunlich, mit einem metallischen Schimmer am Kopf- und Schulterbereich, der grünlich bis bronzefarben erscheinen kann.
Als biologische Besonderheit besitzt Corydoras aeneus die Fähigkeit zur fakultativen Darmatmung: Die Art kann atmosphärische Luft schlucken und über den vaskularisierten Darmtrakt Sauerstoff aufnehmen.
Im Aquarium zeigt der Bronzepanzerwels ruhiges, bodenorientiertes Schwimmverhalten. In Gruppen zeigt die Art Synchronität beim Ruhen und gezielte Gruppenbewegungen. Die empfindlichen Barteln können durch groben Kies geschädigt werden; feiner Sand ist daher notwendig.
Hinweis zur Taxonomie: Die genaue Verbreitung ist aufgrund historischer Fehlbestimmungen und Synonymisierungen (z.B. C. schultzei, C. venezuelanus) schwer zu fassen. Die Typuslokalität liegt auf Trinidad.
Besonderheiten
- Bodenbewohner mit Nutzung der Barteln zur Nahrungssuche
- Bildet soziale Ruhegruppen und zeigt synchrones Verhalten
- Empfindliche Barteln: feiner Sand ist wichtig
- Fakultative Darmatmung: schluckt regelmäßig atmosphärische Luft
- Panzerung schützt vor leichten Attacken
- Sehr gut dokumentierte Zuchtmethoden, häufige Nachzuchten im Hobby (F5+)
- Empfindlich gegenüber Kupfer und Malachitgrün – Medikamente nur in halber Dosis oder auf kupferfreie Alternativen ausweichen
- Giftige Stacheln an Brust- und Rückenflossen – nie mit feinen Netzen fangen, Plastikbecher verwenden. Panzerwelse können bei Stress ein Hautgift absondern, das in kleinen Transportbehältern zur Selbstvergiftung führt
- Sprungrisiko hoch (Darmatmung erfordert schnelle Aufstiege) – Abdeckung erforderlich
Vergesellschaftungshinweise
Corydoras aeneus ist ein Schwarmfisch und sollte niemals einzeln gehalten werden. Mindestens sechs Tiere, empfohlen werden acht bis zehn Exemplare. Das Temperament ist sehr friedlich.
Schnecken gelten als weitgehend verträglich; größere Garnelen wie Amano werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden.
Corydoras aeneus ist ideal in Gemeinschaftsbecken mit friedlichen, südamerikanischen Mitbewohnern. Ostafrikanische Hartwasser-Buntbarsche sowie Gattungen wie Tropheus und Labidochromis sind nicht geeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Bei Corydoras aeneus ist ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus vorhanden. Weibchen werden deutlich größer, wirken massiger und sind von oben betrachtet breiter. Männchen bleiben deutlich schlanker und kleiner.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: 21-27 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-19 dGH. Die Art toleriert ein breites Parameterspektrum.
Empfohlen wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge und einem Volumen von mindestens 120 Litern. Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund. Reichlich Versteckmöglichkeiten durch Wurzelholz und dicht bepflanzte Zonen.
Die Stachelspitzen der Brustflossen können bei unvorsichtigem Umgang schmerzhaft in die Haut eindringen. Kupfersalze generell vermeiden.
Corydoras aeneus ist aufgrund seiner Ruhe, Robustheit und der gut dokumentierten Zuchtmethoden sehr gut für Einsteiger und erfahrene Aquarianer geeignet.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Nachzucht ist gut dokumentiert; die Art wird im Hobby regelmäßig gezüchtet (F5+).
Zuchtbedingungen: 24-26 °C, pH 6,0-7,0, GH maximal 10 dGH. Regen-Simulation: großer Wasserwechsel (50-70%) mit kühlerem Wasser. Besatzverhältnis: zwei Männchen pro Weibchen.
Gelegegröße: etwa 100-200 Eier. Inkubation: ca. 3-5 Tage. Zuchtschwierigkeit: Mittel.
Ernährung/Futterbedarf
Corydoras aeneus ist ein omnivorer Allesfresser mit Bodenorientierung (Detritivor/Omnivore). Sinktabletten und Granulat für Bodenfische als Basis. Ergänzend lebende oder gefrorene Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Tubifex und Daphnien. Corydoras aeneus ist kein Aquarienreiniger und benötigt eine gezielte Fütterung.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras aeneus ist in weiten Teilen Südamerikas östlich der Anden verbreitet: von Kolumbien, Venezuela und Trinidad bis zum La-Plata-Becken. Die Art bewohnt ruhige bis mäßig fließende, flache Gewässer mit sandigen oder schlammigen Böden.
Hallo!
Die Temperatur Angabe ist zu hoch. 18-24 Grad ist gut. Panzerwelse fressen keine Pflanzen. Sie brauchen auch keine Höhle,eher eine grosse Wurzeln zum Unterstellen. Die Aeneusfamilie ist über weite Teile Südamerikas verbreitet,in sehr vielen Varianten und Facetten vertreten. Corydoras aeneus wurde die Variante aus Trinidad benannt.