Corydoras pygmaeus
Beschreibung
Corydoras pygmaeus ist einer der kleinsten Panzerwelse aus der Familie Callichthyidae. Weibchen erreichen ca. 3 cm, Männchen nur ca. 2 cm. Die Grundfärbung ist silbrig-grau mit einem markanten, durchgehenden schwarzen Lateralband, das vom Auge bis zur Schwanzwurzel reicht. Die Bauchseite ist hell, die Flossen transparent.
Im Aquarium zeichnet sich der Zwergpanzerwels durch sein Freiwasser-Schwimmverhalten aus: Anders als die meisten Corydoras-Arten hält sich C. pygmaeus häufig in mittleren Wasserschichten auf und bildet dort lose Schwärme. Die Tiere schwimmen oft frei im Wasser und suchen nur zeitweise den Boden nach Nahrung ab. Wie alle Corydoras-Arten besitzt die Art die Fähigkeit zur intestinalen Luftatmung (Darmatmung) und steigt regelmäßig zur Wasseroberfläche auf.
Besonderheiten
- Freiwasser-Schwimmverhalten: hält sich häufig in mittleren Wasserschichten auf (untypisch für Corydoras)
- Einer der kleinsten Corydoras-Arten (Zwerg-Corydoras)
- Intestinale Luftatmung (Darmatmung): freier Zugang zur Wasseroberfläche erforderlich
- Empfindliche Barteln: feiner Sand als Substrat notwendig
- Große Gruppen ab 10 Tieren für natürliches Schwarmverhalten notwendig
- Markantes schwarzes Lateralband als Erkennungsmerkmal
- Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
Vergesellschaftungshinweise
Corydoras pygmaeus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 10, besser 15 und mehr Tieren gehalten werden. Das Temperament ist sehr friedlich und zurückhaltend.
Geeignete Beifische sind andere sehr kleine, friedliche südamerikanische Arten: Minisalmler (Boraras, kleine Nannostomus) und andere Zwergpanzerwelse. Größere Fische können Stress verursachen oder die Tiere als Beute ansehen. Schnecken und Garnelen (Neocaridina, Caridina) werden gut toleriert.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind mit ca. 3 cm deutlich größer als Männchen (ca. 2 cm) und wirken fülliger, besonders im Bauchbereich. Männchen bleiben merklich kleiner und schlanker.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,4 bis 7,4, GH 2 bis 15 dGH (bevorzugt unter 8 dGH).
Mindestens 60 cm Beckenlänge (ca. 54 Liter) für eine Gruppe von mindestens 10 Tieren. Feiner Sand als Substrat. Dichte Bepflanzung und Schwimmpflanzen für Deckung in den mittleren Wasserschichten. Wurzelholz und Falllaub. Freie Schwimmbereiche in der Mitte. Freier Zugang zur Wasseroberfläche für Darmatmung. Sanfte Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel essenziell.
Zucht und Fortpflanzung
Dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 22 bis 24 °C, pH 6,4 bis 7,0, GH maximal 8 dGH.
Haftlaicher mit typischem Corydoras-Laichverhalten (T-Position). Gelegegröße ca. 30 bis 50 Eier, einzeln oder in kleinen Gruppen an Pflanzen und Einrichtungsgegenständen abgelegt. Inkubationszeit ca. 3 bis 4 Tage. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch Wasserwechsel (50 bis 70 %) mit kühlerem, weichem Wasser. Konditionierung mit feinem Lebend- und Frostfutter. Eltern fressen Eier; Separierung empfohlen. Erstfutter: Infusorien, Mikrowürmchen, später feinste Artemia-Nauplien.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser mit fleischbetonter Neigung. Feines sinkendes Granulat und zerkrümelte Futtertabletten, ergänzt durch feines Lebend- und Frostfutter (Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen, Cyclops, feine Daphnien). Aufgrund der geringen Größe auf feinkörniges Futter achten. Gezielte Fütterung in den Schwimmbereichen und am Boden.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras pygmaeus stammt aus dem Amazonasbecken mit Vorkommen in Brasilien (Rio Madeira, Rio Guaporé), Peru und Ecuador. Die Art bewohnt ruhige Nebengewässer, Überschwemmungsbereiche und Waldbäche mit feinem Sandgrund und dichter Vegetation.