
Harnischwelse
Ohrgitterharnischwels
Otocinclus macrospilus
- Endgröße: bis 3,5 cm
- Becken: ab 54 l
- Temperatur: 21-26 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
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Zierfische, Familie Callichthyidae
Gastrodermus pygmaeus
Gastrodermus pygmaeus (bis zur Revision 2024 Corydoras pygmaeus), der Zwergpanzerwels, ist einer der kleinsten Vertreter der Callichthyidae. Männchen erreichen ca. 2 cm SL, Weibchen bis 3,2 cm SL. Die Grundfärbung ist silbrig-bronze mit einem charakteristischen durchgehenden schwarzen Lateralband von der Schnauze bis zum Schwanzstiel sowie einem zweiten, feineren Strich darunter.
bis 3 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6,4-7,4pH-Wert
2-15 dGHGesamthärte
ab 54 lBeckengröße
Die Art ist untypisch für Panzerwelse ein ausgeprägter Freiwasserschwimmer, der große Teile des Tages in der mittleren Wasserschicht als Schwarm hovert und dabei winzige Flossenbewegungen nutzt. Sie stammt endemisch aus dem Rio-Madeira-Einzugsgebiet in Brasilien mit Ausläufern bis nach Peru und Ecuador, wo sie in sehr flachen, überschatteten, tanninreichen Blackwater-Tümpeln und überschwemmten Waldflächen lebt. Die Art benötigt zwingend Gruppen ab 6 Tieren, besser 10-20+, weil das Freiwasserverhalten erst in großen Schwärmen stabil wird. Die Lebenserwartung liegt bei 3-5 Jahren in Standardhaltung, unter optimalen Bedingungen sind 8-10 Jahre dokumentiert. Wie alle Callichthyidae besitzt die Art eine fakultative Darmatmung – freier Oberflächenzugang ist zwingend.
Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,4 bis 7,4, GH 2 bis 15 dGH (bevorzugt unter 8 dGH). Mindestens 60 cm Beckenlänge (ca. 54 Liter) für eine Gruppe von mindestens 10 Tieren. Feiner Sand als Substrat. Dichte Bepflanzung und Schwimmpflanzen für Deckung in den mittleren Wasserschichten. Wurzelholz und Falllaub. Freie Schwimmbereiche in der Mitte. Freier Zugang zur Wasseroberfläche für Darmatmung. Sanfte Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel essenziell.
Gastrodermus pygmaeus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 10, besser 15 und mehr Tieren gehalten werden. Das Temperament ist sehr friedlich und zurückhaltend. Geeignete Beifische sind andere sehr kleine, friedliche südamerikanische Arten: Minisalmler (Boraras, kleine Nannostomus) und andere Zwergpanzerwelse. Größere Fische können Stress verursachen oder die Tiere als Beute ansehen. Schnecken und Garnelen (Neocaridina, Caridina) werden gut toleriert.
Allesfresser mit fleischbetonter Neigung. Feines sinkendes Granulat und zerkrümelte Futtertabletten, ergänzt durch feines Lebend- und Frostfutter (Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen, Cyclops, feine Daphnien). Aufgrund der geringen Größe auf feinkörniges Futter achten. Gezielte Fütterung in den Schwimmbereichen und am Boden. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 22 bis 24 °C, pH 6,4 bis 7,0, GH maximal 8 dGH. Haftlaicher mit typischem Corydoras-Laichverhalten (T-Position). Gelegegröße ca. 30 bis 50 Eier, einzeln oder in kleinen Gruppen an Pflanzen und Einrichtungsgegenständen abgelegt. Inkubationszeit ca. 3 bis 4 Tage. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch Wasserwechsel (50 bis 70 %) mit kühlerem, weichem Wasser. Konditionierung mit feinem Lebend- und Frostfutter. Eltern fressen Eier; Separierung empfohlen. Erstfutter: Infusorien, Mikrowürmchen, später feinste Artemia-Nauplien.
Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6,4 bis 7, bis 8 dGH
Gastrodermus pygmaeus stammt aus dem Amazonasbecken mit Vorkommen in Brasilien (Rio Madeira, Rio Guaporé), Peru und Ecuador. Die Art bewohnt ruhige Nebengewässer, Überschwemmungsbereiche und Waldbäche mit feinem Sandgrund und dichter Vegetation.
Weibchen sind mit ca. 3 cm deutlich größer als Männchen (ca. 2 cm) und wirken fülliger, besonders im Bauchbereich. Männchen bleiben merklich kleiner und schlanker.
Temperatur 22-26 Grad Celsius, pH 6,4-7,4, Gesamthärte 2-15 dGH. Die Art ist anpassungsfähig, bevorzugt aber weiches bis mittelhartes Wasser.
Ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter) – Gastrodermus pygmaeus bleibt klein (bis 3 cm) und schwimmt wie der Sichelfleck-Verwandte viel im Freiwasser.
Friedliche Salmler, Zwergbärblinge, kleine Zwergcichliden. Braucht große Gruppen ab 10 Tieren, besser 15-20. Verwechslungsgefahr mit Gastrodermus pauciradiatus (ehemals Aspidoras beziehungsweise Corydoras pauciradiatus, ähnliches Aussehen) beim Kauf beachten.
Allesfresser mit fleischbetonter Neigung. Feines sinkendes Granulat und zerkrümelte Futtertabletten, ergänzt durch feine Frost- und Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Cyclops).
Zucht ist dokumentiert und gilt als mittelschwer. Auslöser ist eine Regenzeit-Simulation mit kühlerem, weicherem Wasserwechsel. Gelegegröße ca. 30 bis 50 Eier, Inkubationszeit 3 bis 4 Tage. Jungtiere brauchen Infusorien und feinstes Lebendfutter.
Ja, mit Beachtung der Schwarmgröße und Kupferfreiheit in Medikamenten. Geeignet für ruhige Nano-Gesellschaftsbecken ab 60 cm.
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