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Hypancistrus sp. L400 – Großer Ozelot – Harnischwels

Foto: Daniel Konn-Vetterlein
Foto: Daniel Konn-Vetterlein

Herkunft: Südamerika, Brasilien, Rio Xingu

Beschreibung:
Dieser friedliche und gut zu vergesellschaftende Harnischwels wird bis zu 12 cm lang. Je nach Standort kann die Zeichnung der adulten Tiere von Punkten bis zu Wurmlinien alles beinhalten. Die Jungtiere sind meist noch gleichmäßig gebändert, jedoch kommt mit dem Alter die individuelle Zeichnung. Von fast weißen bis hin zu sehr dunklen Tieren ist alles möglich. Die Männchen haben ab der Geschlechtsreife und besonders zur Laichzeit sogenannte Odontoden am Hinterkörper und auf dem ersten Brustflossenstrahl.
Er ist wie die meisten Harnischwelse nachtaktiv, daher sollten genügend Versteckmöglichkeiten wie z.B. Höhlen, Wurzeln oder Steinaufbauten vorhanden sein. Er kann problemlos mit anderen friedlichen Fischen vergesellschaftet werden, jedoch nicht mit anderen Hypancistrus. Da sonst die Gefahr von Hybriden besteht. Es sollte jedoch auf die gleichen Futteransprüche geachtet werden. Pflanzen werden in der Regel nicht als Futter betrachtet und sind somit nicht gefährdet. Zum Wohlbefinden trägt auch ein eher gedämmtes Licht bei. Schieferaufbauten, Steinlandschaften und feiner dunkler Kies und Sand lassen die Tiere auch am Tag auf Futtersuche gehen.
Aufgrund der kontrastreiche Färbung ist der L400 ein sehr beliebter Hypancistrus besonders tolle exemplare werden von gewiften Händlern und Privatpersonen auch gerne als L236 / L173 angeboten um einen höheren Preis zu erzielen. Auch die Anspruchslosigkeit bezüglich der Wasserwerte machen L 400 zu einem beliebten Anfänger-Wels. Zudem sind diese Welse gut verträglich.

Temperatur: 26 – 30°C
pH: 5,0 – 7,5
KH: 0-6
GH: 0-15

Ernährung:
Der L400 ist ein Fleischfresser (carnivore) und nimmt problemlos Flockenfutter, Tabletten, Frostfutter und Lebendfutter. Im Idealfall sollte erst gefüttert werden wenn das Licht aus ist, dann sind die Tiere aktiv und bekommen auch Futter ab. Adulte Tiere kommen auch am Tage bei entsprechend eingerichteten Aquarien raus um Futter aufzunehmen.

Zucht:
Der Hypancistrus sp. L400 ist ein Höhlebrüter bei dem das Männchen die Brutpflege übernimmt. In Laichstimmung kommen sie in der Regel bei sehr weichem und saurem Wasser, also KH<2, GH Abgelaicht wird in einseitig offenen Höhlen die etwa 13 cm lang und 2,5 – 3,5cm breit sind. Bei der Höhlenform haben viele Züchter/Vermehrer eine eigene Meinung. Bei mir werden möglichst tiefe Höhlen benutzt.
Zur Paarung kommt das Weibchen in die Höhle des Männchens und laicht dann ab. Dieser Vorgang kann Tage dauern, in der Regel nicht mehr als 48 Std. Danach betreut das Männchen das Gelege, welches nach ungefähr 6 Tagen schlüpft und nach weiteren 11-14 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungen verlassen die Höhle des Vaters. In der gesamten Zeit verlässt das Männchen die Höhle nicht und benötigt auch keine Nahrung. Die Jungfische nehmen dann problemlos frisch geschlüpfte Artemia, fein zerriebenes Flockenfutter bzw. Tabletten.

Besonderheiten:
Dieser Wels kann ab einer Beckengröße von mindestens 80cm Länge gehalten werden. Das Becken sollte viele größere Verstecke und Höhlen bieten. Pflanzen könnten angefressen werden.Freier Schwimmraum sollte ebenfalls vorhanden sein.
Die Zeichnung von Hypancistrus sp. L400 kann/ist von Tier zu Tier unterschiedlich. So gibt es beispielsweise eine Variante, die als „spotted“ bezeichnet wird. Solche Exemplare sind dann fast ausschließlich gepunktet. Bei diesen Tieren ist über eine gezielte Linienzucht viel zu erreichen. Jedoch ist durch das späte einsetzen der Geschlechtsreife (frühestens nach1 1/2 Jahren) Geduld und wirkliches Interesse des Halters gefragt.

Weiterführende Links:

http://www.l-welse.com/reviewpost/showproduct.php/product/415

Text: Timo Schellenberg

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