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Zierfische, Familie Acipenseridae

Waxdick Acipenser gueldenstaedtii

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Acipenser gueldenstaedtii ist ein großer, länglicher Stör mit spindelförmigem, seitlich abgeflachtem Körperbau, typisch für die Familie der Störe (Acipenseridae). Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Der Stör wird ausgewachsen meist 110 bis 145 cm lang, im Höchstfall 236 cm und 115 kg, und findet nur in großen Teichanlagen, Schauaquarien oder Aquakulturbetrieben Platz.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • 236 cmEndgröße

  • 50-70 JahreLebenserwartung

  • 10-20 °CTemperatur

  • 7-8,2pH-Wert

  • 7-18 °dGHGesamthärte

  • ab 30000 lAquariengröße

Beschreibung

Fünf Längsreihen knöcherner Schildchen (Scutes) bilden ein charakteristisches Rauten- oder Diamantmuster in hellem Kontrast zur dunkleren Grundfärbung. Die Körperfarbe reicht von olivgrün über grau bis schwarz-grau, häufig marmoriert, während der Bauch deutlich heller bis weißlich ist. Die spitze Schnauze trägt vier bewegliche Barteln vor dem Unterkiefer, die als Tast- und Geruchsorgane beim Aufspüren benthischer Nahrung dienen. Typische Adulte messen 110 bis 145 cm, das dokumentierte Maximum liegt bei 236 cm Gesamtlänge und über 100 kg. Auch kleine Jungtiere wachsen zu Fischen von weit über einem Meter Länge heran. Ein Hinweis zum Namen: Im deutschsprachigen Handel wird „Waxdick“ sowohl für die Reinform als auch für den Hybrid Acipenser ruthenus × Acipenser gueldenstaedtii („Diamantstör“) verwendet, weshalb Käufer die genaue Herkunft und einen Artnachweis vom Händler verlangen sollten. In der Natur lebt der Russische Stör überwiegend einzelgängerisch und bildet nur während Überwinterung und Laichwanderung größere Ansammlungen; sein Temperament gilt als friedlich und zurückhaltend gegenüber Fischen vergleichbarer Größe. Die Art benötigt eine hohe Sauerstoffversorgung mit kräftiger, gleichmäßiger Strömung und ruhigeren Rückzugszonen. Als benthischer Fleischfresser eignet sie sich nicht für die Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen, kleinen Schnecken und sehr kleinen Fischen, die als Beute betrachtet werden. Für Heimaquarien ist der Waxdick nicht geeignet: Erforderlich ist eine Teichanlage ab etwa 30.000 Litern und mindestens 1,5 m Tiefe. Zudem ist die Art nach CITES Anhang II gelistet und gilt laut IUCN als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered), sodass Herkunfts- und Besitznachweise Pflicht sind. Als Substrat eignen sich nur weiche, feine Materialien wie Sand oder Feinkies ohne scharfe Kanten, um die empfindlichen Barteln zu schonen.

Haltung und Pflege

Ein ausgewachsener Waxdick wird meist 110 bis 145 cm lang, im Höchstfall 236 cm und 115 kg, und braucht eine Teichanlage ab 30.000 Litern mit mindestens 1,5 m Tiefe. Die nachfolgenden Angaben gelten vorwiegend für große Teichanlagen oder professionelle Aquakulturanlagen. Wasserwerte: Temperatur 10–20 °C (Optimum ca. 12–18 °C), pH 7,0–8,2, GH 7–18 dGH. Die Wassertemperatur sollte dauerhaft unter 22 °C bleiben; über 20 °C leidet die Art unter Hitzestress. Starke, gleichmäßige Strömung und ein gelöster Sauerstoffgehalt über 7 mg/L sind essenziell. Das Substrat besteht idealerweise aus feinem Sand oder sehr feinem Kies – scharfkantige Materialien beschädigen Barteln und Haut. Leistungsstarke Filterung und regelmäßige großvolumige Wasserwechsel sind Pflicht, da die Art hohe Biomasse produziert. Das Becken/der Teich muss gesichert sein; trotz des geringen Sprungrisikos sind Abdeckungen empfehlenswert. Fütterung: Benthischer Fleischfresser; spezielle sinkende Stör-Pellets (proteinreich), Frostfutter (Garnelen, Fischstücke, Muscheln), Krebstiere. Futter muss auf den Boden sinken. Keine schwebenden Futtertypen (Blähungsgefahr). In kühlen Perioden wird die Futtermenge reduziert, aber nicht vollständig eingestellt. Schwierigkeit: Fortgeschritten bis professionell.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Der Russische Stör lebt überwiegend einzelgängerisch und bildet nur während Überwinterung und Laichwanderung größere Ansammlungen. Sein Temperament ist friedlich und zurückhaltend gegenüber Fischen vergleichbarer Größe. Wegen der enormen Endgröße ist eine Vergesellschaftung keine normale Aquarienfrage, sondern Teil einer professionellen Anlagen- und Besatzplanung. Als benthischer Fleischfresser betrachtet er kleine Fische und Wirbellose als Beute; Beckenpartner müssen daher ähnlich groß und an kühles, sauerstoffreiches Wasser angepasst sein.

Ernährung

In der Natur frisst Acipenser gueldenstaedtii vor allem benthische Mollusken, Krebstiere und kleine Fische. In der Haltung werden sinkende Störpellets mit hohem Proteinanteil eingesetzt, ergänzt durch Frostfutter wie Garnelen, Fischstücke und Muscheln. Das Futter muss auf den Boden sinken; Zusammensetzung, Menge und Frequenz richten sich nach Größe, Wassertemperatur, Besatz und Anlagentechnik. In kühlen Perioden wird die Futtermenge reduziert, aber nicht vollständig eingestellt.

Zucht

Zuchtwasserwerte: Temperatur 14–18 °C, pH 7,0–8,0, GH max. 15 dGH. In der Natur ist Acipenser gueldenstaedtii anadrom und laicht von April bis Juni in tiefen Flussabschnitten mit starker Strömung (1,0–1,5 m/s) auf Stein- und Kiesboden. Die Reife tritt bei Weibchen erst mit 13–23 Jahren ein, Männchen laichen ab etwa 8–12 Jahren. In Aquakultur wird die Reproduktion durch hormonelle Stimulation (Hypophysenextrakt, GnRHa) eingeleitet; Strip-Spawning (Abstreifen) mit anschließender Semi-Trocken-Befruchtung ist Standard. Dokumentierte Gelegegrößen: 100.000–400.000 Eier. Inkubationsdauer: ca. 100–140 Stunden bei 17–18 °C. Larvenaufzucht erfordert Artemia-Nauplien und partikelfreies, hochsauerstoffhaltiges Wasser (RAS-Systeme). Für Hobbyhalter ist eine Nachzucht praktisch nicht realisierbar – die erforderliche Infrastruktur, veterinärmedizinische Betreuung und Haltungsgenehmigungen übersteigen jede Heimhaltung. Zuchterfolge liegen vorwiegend aus professionellen Aquakulturbetrieben vor (F5+ in Europa dokumentiert). Schwierigkeit: schwer / nur für professionelle Einrichtungen.

Natürlicher Lebensraum

Acipenser gueldenstaedtii ist in weiten Teilen Eurasiens heimisch: Schwarzes Meer, Asowsches Meer, Kaspisches Meer sowie deren Zuflüsse (Wolga, Donau, Ural, Kura). Die Art ist anadrom – Adulte leben im Meer und wandern zur Laichzeit in große Ströme. Bevorzugter Habitat: tiefe Flussbereiche mit mäßiger bis starker Strömung, Sand- oder Schlammsubstrat, 2–100 m Tiefe.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Unterschiede sind gering. Weibchen werden in der Regel größer und massiger, besonders kurz vor dem Laichen. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist nur durch Ultraschall, Endoskopie oder Laichreifekontrolle möglich.

Gut zu wissen

  • Nicht für Heimaquarien geeignet: ausgewachsen meist 110 bis 145 cm, im Höchstfall 236 cm und 115 kg; nur für große Teichanlagen ab 30.000 Litern, Schauaquarien oder Aquakultur
  • Nach CITES Anhang II geschützt; laut IUCN vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) – Herkunfts-/Besitznachweise meist Pflicht
  • Anadromer Wanderfisch: steigt zum Laichen aus dem Meer in große Flüsse auf

Galerie

Häufige Fragen

Kann man den Waxdick im Aquarium halten?

Im Heimaquarium nicht. Der Waxdick wird ausgewachsen meist 110 bis 145 cm lang, im Höchstfall 236 cm und 115 kg, und braucht eine Teichanlage ab etwa 30.000 Litern. Die Art ist vom Aussterben bedroht und nach CITES Anhang II (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) geschützt.

Wie groß wird der Waxdick?

Acipenser gueldenstaedtii erreicht bis 236 cm Gesamtlänge, typisch sind 110 bis 145 cm.

Welche Wasserwerte braucht der Waxdick?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 10–20 °C (Optimum 12–18 °C), pH 7,0–8,2, GH 7–18 dGH.

Kann man den Waxdick vergesellschaften?

Ausschließlich geeignet für große, ruhige Kaltwasserfische mit kompatiblen Temperatur- und Wasseransprüchen: Graskarpfen, andere große Störarten (sofern artgerecht gehalten). Nicht geeignet für Gemeinschaftsbecken mit Tropenfischen, aggressiven Räubern, kleinen Fischen oder Wirbellosen.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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Acipenser stellatus

  • Endgröße: 250 cm
  • Aquarium: ab 13500 l
  • Temperatur: 10-18 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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