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Zierfische, Familie Akysidae

Pyu-Strömungswels Akysis longifilis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Pyu-Strömungswels (Akysis longifilis) ist ein kleiner, schlanker Bodenwels aus der Familie der Akysidae (Strömungswelse) mit einer Standardlänge von bis zu 5,3 cm. Der Körper ist dunkelbraun mit gelblichen bis hellbraunen Bändern und Flecken; besonders charakteristisch sind zwei markante, langgestreckte sattelförmige Flecken auf dem Rücken sowie eine hellere Bauchseite.

  • Schwierigkeit: Mittelschwer
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 5,3 cmEndgröße

  • 3-10 JahreLebenserwartung

  • 16,5-24 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Namensgebend sind die langen Barteln (nasal und maxillar), auf die der Artname „longifilis“ (Langfaden) hinweist. Die Flossen sind verhältnismäßig kurz. Sicherheitshinweis: Wie alle Akysiden besitzt Akysis longifilis an der Basis der Rücken- und Brustflossenstacheln ein Giftsystem. Der Stich ist für gesunde Menschen zwar nicht gefährlich, kann aber schmerzhaft sein. Beim Handling ist Vorsicht geboten – nie mit bloßen Händen greifen, sondern mit Behälter oder feinem Netz arbeiten. Im Aquarium verhält sich Akysis longifilis zurückhaltend und nachtaktiv: Tagsüber vergräbt sich der Fisch bevorzugt im feinen Sand oder zieht sich in Höhlen und unter Totholz zurück. Erst in der Dämmerung und nachts wird er aktiv und nimmt Nahrung auf. Die Art bevorzugt gut durchströmte, sauerstoffreiche Zonen nahe dem Substrat.

Haltung und Pflege

Wasserwerte (Aquarium): Temperatur 16,5–24 °C, pH 6,0–7,5, GH 2–12 dGH. Die Art ist an kühlere Temperaturen angepasst; ein stabiler Mittelwert zwischen 18 und 22 °C ist empfehlenswert. Hinweis: Für die dauerhafte Aquarienhaltung wird ein Bereich von 16,5–24 °C empfohlen. Beckengröße ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter. Feinsandiger Bodengrund ist Pflicht, damit sich die Tiere natürlich verhalten und eingraben können. Viele Verstecke aus Rindenstücken, Wurzeln, Hohlsteinen und Tonröhren. Robuste Pflanzen auf Holz oder Steinen (Anubias, Microsorum, Moose) sind möglich. Mäßige bis starke Strömung mit gut durchlüfteter Wassersäule ist essenziell. Ruhige Rückzugszonen sollten ebenfalls vorhanden sein. Gedämpfte Beleuchtung fördert das Wohlbefinden. Empfindlich gegenüber organischen Belastungen. Wöchentliche Wasserwechsel von 30–50 % empfohlen. Fütterung bevorzugt in den Abend- und Nachtstunden. Akysis longifilis ist ein reizvoller Strömungswels für naturnahe Biotopbecken. Die Giftigkeit der Flossenstacheln muss beim Handling beachtet werden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Akysis longifilis gilt als friedlich gegenüber Artgenossen und zeigt kein dominantes Territorialverhalten. Die Art kann einzeln oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Das Temperament ist ruhig und nicht aggressiv. Als Mikroräuber können kleine Zwerggarnelen (Neocaridina-Jungtiere) nachts als Beute gefährdet sein. Adulte, größere Garnelen (z. B. Amano-Garnelen) sowie Schnecken werden in der Regel toleriert. Die Bioregion ist Südostasien (Myanmar). Geeignete Mitbewohner sind kleine, friedliche Schwarmfische wie Rasboras sowie nicht territoriale Schmerlen (Balitoridae) und ähnlich kleine Bodenfische aus südostasiatischen Fließgewässern. Große, aggressive Arten sowie Fische aus völlig anderen Bioregionen (z. B. afrikanische Cichliden) sind zu meiden.

Ernährung

Akysis longifilis ist ein nachtaktiver Mikroräuber. Die natürliche Ernährung umfasst kleine aquatische Krebstiere, Würmer, Insektenlarven und anderes Zooplankton. Im Aquarium: Artemia-Nauplien, Daphnien, rote und weiße Mückenlarven, Tubifex und gehackte Regenwürmer. Sinkende Tabletten können nach Gewöhnung akzeptiert werden; anfangs wird Trockenfutter oft abgelehnt. Vielfältige, proteinreiche Kost in kleinen Portionen am Abend oder in der Nacht.

Zucht

Für Akysis longifilis selbst sind keine dokumentierten erfolgreichen Nachzuchten bekannt. Zuchtdaten aus der nah verwandten Art A. vespa zeigen, dass eine signifikante Temperatursenkung (ca. 7 °C) als Laichauslöser wirkt. Fortpflanzungstyp: Eierlegend. Bei verwandten Arten wurden Wickelbewegungen des Männchens um das Weibchen während der Paarung beobachtet. Potenzieller Zuchtstimulus: Regenzeit-Simulation mit großem Wasserwechsel (bis 50–80 %) mit kühlerem, weicherem Wasser, kombiniert mit Erhöhung der Strömung. Alle Zuchtangaben sind als experimentell und gattungsbasiert zu betrachten.

Natürlicher Lebensraum

Akysis longifilis stammt aus dem Pyu Stream im Sittaung-Becken der Bago-Region in Myanmar. In seinem natürlichen Habitat findet man klare bis leicht trübe Fließgewässer mit mäßiger bis starker Strömung, oft mit Bodengrund aus feinem Sand, Kies und glatten Steinen. Wasserpflanzen sind selten; stattdessen dominieren Falllaub und Totholz als Strukturelemente. Die Tiere nutzen Ritzen und Zwischenräume unter Steinen und Laubschichten als Verstecke.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind in der Laichzeit deutlich fülliger und haben eine ausgeprägte Bauchpartie; die Eier können teilweise durch die Bauchdecke sichtbar sein. Männchen sind schlanker und langgestreckter. Eine Genitalpapille beim Männchen kann als zusätzliches Unterscheidungsmerkmal dienen.

Gut zu wissen

  • Nachtaktivität und ausgeprägte Versteckneigung: vergräbt sich gerne in feinem Sand, nutzt Höhlen und Rindenstücke
  • Giftstacheln: Rücken- und Brustflossenstacheln sind mit Venom-Apparat ausgestattet – beim Umsetzen nie mit bloßen Händen greifen
  • Anpassung an mäßige bis starke Strömung: benötigt gute Wasserbewegung und hohe Sauerstoffsättigung
  • Empfindlich gegenüber organischen Belastungen und schlechter Wasserqualität
  • Feinsand als Substrat notwendig; scharfkantige Materialien sind ungeeignet
  • Geringe Sprungneigung, abgedecktes Becken dennoch empfehlenswert
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Pyu-Strömungswels?

Die empfohlenen Werte sind Temperatur 16,5–24 °C, pH 6,0–7,5 und GH 2–12 dGH. Ein stabiler Mittelwert zwischen 18 und 22 °C ist ideal.

Kann man den Pyu-Strömungswels vergesellschaften?

Ja, mit kleinen, friedlichen südostasiatischen Arten wie Rasboras und nicht territorialen Schmerlen. Afrikanische Cichliden und große Raubfische sind ungeeignet.

Kann man den Pyu-Strömungswels im Aquarium züchten?

Für diese Art sind keine erfolgreichen Nachzuchten dokumentiert. Aus Gattungsdaten ist bekannt, dass eine starke Temperatursenkung als Laichauslöser wirken kann.

Was frisst der Pyu-Strömungswels?

Als nachtaktiver Mikroräuber bevorzugt er Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Mückenlarven und Tubifex. Sinkende Tabletten werden nach Gewöhnung akzeptiert.

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Fragen und Erfahrungen

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