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Zierfische, Familie Akysidae

Rautenflecken-Zwergwels Akysis portellus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Akysis portellus ist ein bis zu 4 cm kleiner Bodenwels aus Myanmar mit charakteristischer marmorierter braun-gelblicher Färbung und hellen, sattelförmigen Flecken auf dem Rücken. Die Haut ist für Akysidae typisch fein tuberkuliert, der Körper kompakt und leicht abgeflacht mit kräftigen Bartfäden und teiltransparenten Flossen, die von feinen braunen Bändern durchzogen sind. Diese Zeichnung verleiht der Art eine hervorragende Tarnung im feinen Sandsubstrat.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 4 cmEndgröße

  • 5 JahreLebenserwartung

  • 16,5-24 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Wichtiger Sicherheitshinweis: Wie alle Vertreter der Gattung Akysis besitzt Akysis portellus Giftdrüsen an der Basis der Rücken- und Brustflossenstacheln. Ein Stich ist sehr schmerzhaft; für Allergiker besteht erhöhtes Risiko. Beim Umsetzen und Netzen stets vorsichtig vorgehen.

Im Aquarium ist der Rautenflecken-Zwergwels strikt nachtaktiv. Tagsüber vergräbt er sich bevorzugt vollständig im feinen Sand, sodass nur Augen und Barteln herausschauen. In der Dämmerung und nachts wird die Art aktiv und durchsucht den Bodengrund nach Kleintieren.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 dGH. Die Art stammt aus schnell fließenden, sauerstoffreichen Bergbächen und ist empfindlich gegenüber Wasserverschmutzung. Hinweis: Für die dauerhafte Aquarienhaltung wird ein Bereich von 22–26 °C empfohlen. Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % sind Pflicht.

Beckengröße: ab 60 cm Kantenlänge, 54 Liter. Akysis portellus benötigt tiefes, feines Sandsubstrat zum Eingraben. Ergänzend sind glatte Steine, Wurzeln, Totholz und enge Höhlen als Verstecke wichtig. Scharfkantige Dekoration vermeiden.

Kräftige Strömung und hohe Sauerstoffsättigung sind erforderlich. Strömungsumlenkungen schaffen ruhigere Rückzugszonen. Beleuchtung gedämpft bis moderat, ausreichend Schattenzonen und Verstecke sind wichtiger als die Beleuchtungsintensität.

Akysis portellus ist eine lohnende, aber anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer, die nachtaktive Bodenbewohner mit spezieller Einrichtung (feiner Sand, starke Strömung, gute Sauerstoffversorgung) schätzen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Akysis portellus ist ein sehr friedlicher Bodenfisch, der in der Gruppe gehalten werden sollte. Tagsüber meidet er offene, hell beleuchtete Bereiche und zieht sich in enge Felsspalten und Höhlen zurück oder vergräbt sich im Sand. In der Dämmerung und nachts wird die Art aktiv.

Das Temperament gegenüber Artgenossen und anderen friedlichen Arten ist sehr verträglich. Während der Fortpflanzung umschlingt das Männchen das Weibchen zur Eiabgabe, Brutpflege findet nicht statt.

Akysis portellus sollte mit anderen friedlichen Arten aus Südostasien vergesellschaftet werden. Geeignete Begleiter sind kleine Rasbora-Arten, Danio-Arten, andere Akysiden-Welse, Balitoriden-Schmerlen (Sewellia, Gastromyzon) und kleinere Sisoridae. Corydoras sind nicht geeignet, da sie aus Südamerika stammen. Afrikanische Cichliden und größere oder aggressive Arten sind ebenfalls ungeeignet. Junggarnelen können gefressen werden; adulte Zwerggarnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Ernährung

Akysis portellus ist ein nachtaktiver Mikroräuber. Das natürliche Nahrungsspektrum umfasst kleine aquatische Krebstiere, Würmer, Insektenlarven und anderes Zooplankton. Im Aquarium am besten auf Lebend- und Frostfutter ansprechen: Artemia, Daphnien, Rote Mückenlarven, Glaswürmchen, Tubifex. Trockenfutter wird oft abgelehnt. Fütterung abends oder nachts, wenn die Tiere aktiv sind.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freier Laicher ohne Brutpflege. Das Männchen umschlingt das Weibchen zur Befruchtung, woraufhin Eier und Milch gleichzeitig abgegeben werden.

Zuchtwasser: Temperatur 18-22 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 8 dGH. Ein gezielter Temperaturabfall um ca. 7 °C simuliert die Regenzeit und löst Laichbereitschaft aus.

Dokumentierter Brutverlauf: Inkubation ca. 4 Tage bis zum Schlüpfen, Dottersack nach ca. 10 Tagen aufgebraucht, adultes Muster entwickelt sich innerhalb von ca. 23 Tagen.

Konditionierung: Vor dem Laichen reichlich hochwertiges Lebendfutter anbieten (Rote Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex). Nach dem Aufzehren des Dottersacks sehr feine Lebendfutterformen füttern (Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen).

Zuchtschwierigkeit: selten gezüchtet; erfordert gezielte Technik und sorgfältige Larvenaufzucht.

Zuchtwasser: 16 bis 20 °C, pH 6 bis 7, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Akysis portellus stammt aus dem Sittang-Einzugsgebiet (Shwe Kyin Stream) in Myanmar. Das Habitat sind klare bis leicht trübe Gewässer mit starker Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Dichte Wasserpflanzenbestände fehlen häufig; stattdessen finden sich gelegentlich Falllaub und Totholz als Strukturgeber. Das Substrat besteht überwiegend aus feinem Sand, gemischt mit Kies und glatten Steinen.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind im Laichzustand erkennbar fülliger am Bauch; bei trächtigen Weibchen schimmern die Eier mitunter durch die Bauchdecke. Weibchen haben zudem größere Bauch- und Brustflossen als Männchen. Beim Männchen ist die Genitalpapille vor dem After sichtbar.

Gut zu wissen

  • Nachtaktiv und stark grabend: vergräbt sich tagsüber oft vollständig im Sand
  • Benötigt feinen Sand als Substrat, Eingraben ist essenziell für das Wohlbefinden
  • Bodennah; bevorzugt starke Strömung und gut sauerstoffversorgte Bereiche
  • Giftige Stacheln an Rücken- und Brustflossen, beim Umgang Vorsicht geboten
  • Junggarnelen gefährdet; adulte Zwerggarnelen und Schnecken werden toleriert
  • Sehr scheu; intensive Beleuchtung und offene Sandflächen reduzieren Aktivität
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rautenflecken-Zwergwels?

Akysis portellus benötigt eine Temperatur von 22-26 °C, einen pH-Wert von 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 2-12 dGH. Die Art stammt aus kühlen Bergbächen und verträgt keine zu warmen Temperaturen.

Kann man den Rautenflecken-Zwergwels mit anderen Fischen vergesellschaften?

Ja, mit friedlichen Arten aus Südostasien wie Rasbora-, Danio-Arten, Balitoriden-Schmerlen und anderen Akysiden-Welsen. Corydoras sind ungeeignet, da sie aus einer anderen Bioregion stammen. Junggarnelen werden gefressen, adulte Zwerggarnelen und Schnecken sind meist sicher.

Kann man den Rautenflecken-Zwergwels im Aquarium züchten?

Die Zucht ist möglich, aber selten erfolgreich. Ein gezielter Temperaturabfall um ca. 7 °C simuliert die Regenzeit und löst Laichbereitschaft aus. Die Eier schlüpfen nach ca. 4 Tagen, der Dottersack ist nach 10 Tagen aufgebraucht.

Was frisst der Rautenflecken-Zwergwels?

Der Rautenflecken-Zwergwels ist ein nachtaktiver Mikroräuber und bevorzugt Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Rote Mückenlarven und Tubifex. Trockenfutter wird oft abgelehnt. Fütterung am besten abends oder nachts.

Hinweis zu den Daten

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