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Zierfische, Familie Cichlidae

Honduras Redpoint

Amatitlania siquia

Amatitlania siquia ist ein lebhaft gefärbter, mittelgroßer Buntbarsch mit markanten roten bis orangefarbenen Akzenten, die besonders bei weiblichen Tieren während der Paarungszeit intensiv auftreten. Der Körper zeigt einen charakteristischen bläulich-grünen Schimmer und ausgeprägte dunkle vertikale Streifen, die an den Zebrabuntbarsch (Amatitlania nigrofasciata) erinnern.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Paarweise
  • Aggressiv
Honduras Redpoint (Amatitlania siquia)
Paar – Quelle: Aquarium Glaser
  • 8 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 9-20 dGHGesamthärte

  • ab 120 lBeckengröße

Beschreibung

Flossen und Rumpf weisen häufig rote oder orange Sprenkel auf. Das kompakte, muskulöse Körperprofil ist typisch für die Convict-Gruppe; Männchen entwickeln oft etwas längere, spitzer auslaufende Flossen und bei älteren Tieren gelegentlich einen leichten Stirnhöcker. Taxonomisch ist der Status von A. siquia nicht abschließend geklärt: Einige Autoren betrachten die Art als Synonym zu A. nigrofasciata, während andere sie als eigenständige Spezies anerkennen. Im Handel ist sie unter dem Namen „Honduras Redpoint“ oder „Honduras Red Point“ bekannt.

Haltung und Pflege

Amatitlania sp. Honduras Red Point ist ein lebhafter Zierfisch, der in einem großzügig bemessenen Aquarium mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten und strukturierten Dekorelementen gehalten werden sollte, um Rückzugsmöglichkeiten und territoriales Verhalten auszugleichen. Für eine artgerechte Haltung ist die Einrichtung eines gut beleuchteten Aquariums mit stabilen Wasserwerten essenziell, wobei eine Wassertemperatur von etwa 24 bis 28 Grad Celsius beizubehalten ist; regelmäßige Wasserwechsel von etwa 25 bis 30 Prozent im Wochenrhythmus und eine kontinuierliche Überwachung der chemischen Parameter (pH-Wert, Härte, Ammoniak) tragen zur Wasserpflege bei. Neben einer leistungsfähigen Filteranlage, die das biologische Gleichgewicht unterstützt, ist auch eine gründliche Reinigung des Bodengrunds mithilfe eines Kiesreinigers und das Entfernen von Algenablagerungen an den Glaswänden wichtig. Die abwechslungsreiche Fütterung erfolgt idealerweise über hochwertiges Flocken- oder Pelletsfutter, ergänzt durch Lebend- oder Frostfutter, um den Nährstoffbedarf der Robusten zu decken und ihre Vitalität zu fördern. Regelmäßige Pflegemaßnahmen, wie das Kontrollieren der Wasserqualität, das Entfernen von Verunreinigungen und das Beobachten der Fische auf Anzeichen von Stress oder Krankheit, sichern zudem langfristig ein gesundes und naturnahes Umfeld für den Amatitlania sp. Honduras Red Point.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Amatitlania siquia ist ein klassischer Paarbildner. Im Normalzustand gilt das Temperament als relativ ruhig; außerhalb der Brutzeit ist die Art weniger aggressiv als der verwandte Zebrabuntbarsch. In der Brutzeit kippt das Verhalten in starke Territorialität: Das Paar verteidigt Revier, Gelege und Jungfische energisch gegen Eindringlinge. Diese Brutaggression kann im Gemeinschaftsbecken zu erheblichen Störungen führen, wenn geeignete Rückzugszonen fehlen. Für die Haltung empfiehlt sich in der Regel ein stabiles Paar; zusätzliche Paare erfordern deutlich mehr Beckenvolumen und Strukturierung. Verträglichkeit Für eine harmonische Vergesellschaftung eignen sich robuste, gleichgroße bis etwas größere Beifische aus derselben Bioregion (Mittelamerika). Sehr kleine Wirbellose – insbesondere Junggarnelen – sind während der Brutzeit gefährdet. Adulte Garnelen und Schnecken werden in der Regel toleriert. Bodenorientierte Beifische wie Corydoras sind bei ausreichend Raum meist verträglich; sehr aggressive oder sehr kleine Arten sollten vermieden werden.

Ernährung

Allesfresser (omnivor) mit Tendenz zur carnivor geprägten Ernährung. Empfohlenes Futter: hochwertiges Cichliden-Granulat oder -Pellets als Basis; Lebendfutter wie Artemia, Mückenlarven und Cyclops zur Konditionierung; Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven und Daphnien; als pflanzliche Ergänzung Spirulina-Flocken sowie gelegentlich blanchierter Spinat oder Erbsen.

Zucht

Zuchtstatus: Gut dokumentiert – zahlreiche Zuchtberichte aus der Aquaristik vorhanden. Zuchtwasserwerte: Zucht-Temperatur 25–27 °C, Zucht-pH 7,0–7,5, Zucht-GH max. 15 °dGH. Amatitlania siquia ist ein Substratlaicher. Das Paar wählt eine geeignete Höhle, Steinspalte oder einen geschützten Substratbereich als Laichplatz. Die Brutpflege ist biparental: Beide Eltern bewachen Revier und Nachwuchs, säubern den Laichplatz und versorgen die Larven aktiv. Typische Gelegegröße: 100–300 Eier je nach Alter und Kondition des Weibchens. Inkubationszeit bei Zuchttemperatur ca. 48–72 Stunden; die Larven werden von den Eltern bewacht und beginnen nach weiteren 4–7 Tagen frei zu schwimmen. Die elterliche Betreuung kann 4–6 Wochen andauern. Zuchtschwierigkeit: Einfach – auch für Einsteiger mit Grundkenntnissen geeignet. Eine gute Konditionierung mit abwechslungsreichem, proteinreichem Futter fördert die Brutbereitschaft. Spezielle saisonale Reize sind nicht dokumentiert. Aufzucht: Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und Staubfutter; die Eltern unterstützen die Jungfische durch aktives Zerkleinern von Futter. Hybridisierungsgefahr: Reale Gefahr der Hybridisierung mit verwandten Amatitlania-Arten; für Reinzucht ähnliche Arten strikt trennen.

Natürlicher Lebensraum

Amatitlania siquia stammt aus Mittelamerika: atlantischer Hang von Nicaragua und Honduras (Typuslokalität: Río Siquia) bis nach Costa Rica. Die Art besiedelt Uferzonen mit weichem Bodengrund, ist bodenorientiert und bevorzugt strukturreiche Bereiche mit Wurzeln, Totholz und Gesteinsaufbauten als Versteck- und Brutmöglichkeiten. Die Vegetation ist häufig eher spärlich; die Strömung langsam bis mäßig. Das Substrat besteht typischerweise aus Sand oder feinem Kies, was die ausgeprägte Grab- und Wühlaktivität der Art erklärt. Spezifische chemisch-physikalische Werte aus den Fundgebieten liegen nicht verlässlich vor.

Geschlechtsunterschiede

Männchen wachsen größer und entwickeln längere, spitzer zulaufende Flossen sowie bei älteren Tieren gelegentlich einen Stirnhöcker. Weibchen bleiben kleiner, zeigen eine rundere Körperform bei Trächtigkeit und entwickeln während der Brut einen intensiven, leuchtend orange- bis roten Bauchfleck – das namensgebende Merkmal. Ungefähre Größen: Männchen bis ca. 10 cm Gesamtlänge, Weibchen ca. 7 bis 8 cm Gesamtlänge.

Gut zu wissen

  • Substratlaicher und Höhlenbrüter mit biparentaler Brutpflege.
  • Ausgeprägte Brutterritorialität; Elternpaare verteidigen Revier und Nachwuchs aktiv.
  • Typisches Wühl- und Grabverhalten (Fin Digging) bei der Nahrungssuche.
  • Sprungrisiko: niedrig.
  • Hybridisierungsgefahr mit nah verwandten Amatitlania-Arten; in Zuchtbecken keine Vermischung mit ähnlichen Arten.
  • Taxonomischer Status ist wissenschaftlich noch nicht abschließend gesichert.

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Honduras Redpoint?

Amatitlania siquia erreicht ca. 10 cm Gesamtlänge (Männchen) und ca. 7 bis 8 cm (Weibchen).

Welche Wasserwerte braucht der Honduras Redpoint?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 24-28 °C, pH 7,0-8,0 und GH 9-20 dGH.

Wie groß muss das Aquarium für den Honduras Redpoint sein?

Empfohlen wird ein Becken ab ca. 120 Liter für ein Paar; für ein aktiv brütendes Paar mit Beifischen ist mehr Volumen vorteilhaft.

Kann man den Honduras Redpoint im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert. Amatitlania siquia ist ein Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege; beide Eltern bewachen Gelege und Jungfische.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Banderolen-Kärpfling

Zahnkarpfen

Banderolen-Kärpfling

Xenotoca eiseni

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 15-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: mittel bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Mittelamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Grüner Wasserkelch

Rhizompflanzen

Grüner Wasserkelch

Cryptocoryne wendtii 'Green'

  • Wuchshöhe: 5-10 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Platz im Becken: Mittelgrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Cryptocoryne

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Buntbarsche, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Gelber Panamabuntbarsch

Buntbarsche

Gelber Panamabuntbarsch

Amatitlania nanolutea

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 23-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, territorial

Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch

Buntbarsche

Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch

Mikrogeophagus altispinosus

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, territorial

Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch

Buntbarsche

Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch

Apistogramma agassizii „red fire

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 80 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Einfach

Haremshaltung, territorial

Buckelkopf-Tüpfelbuntbarsch

Buntbarsche

Buckelkopf-Tüpfelbuntbarsch

Laetacara araguaiae

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 23-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, friedlich

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