
Harnischwelse
Weißsaum-Antennenwels
Ancistrus dolichopterus (L183)
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 200 l
- Temperatur: 25-29 °C
- pH-Wert: pH 5-6,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Ancistrus hoplogenys, der Weißsaum-Antennenwels (L 59), ist ein gedrungener, kräftiger Antennenwels aus der Familie Loricariidae mit einer Größe von ca. 15 cm. Die Grundfärbung ist dunkel (schwarz bis dunkelgrau), überlagert von einer dichten Verteilung feiner, heller Punkte (weiß bis bläulich), die dem Fisch ein sternartiges Muster verleihen.

15 cmEndgröße
bis 15 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Rücken- und Schwanzflosse zeigen häufig einen markanten weißen bis rötlich-orangen Saum – daher der deutsche Trivialname. Juvenile Tiere variieren in Farbintensität und Punktmuster; mit zunehmendem Alter werden die Merkmale ausgeprägter. Im Aquarium hält sich Ancistrus hoplogenys bevorzugt in der Bodenzone auf und nutzt Höhlen, Wurzeln und Totholz als Versteck und Ruheort. Die Art ist ausgeprägt nachtaktiv und wird in der Dämmerung und nachts aktiv. Die Tiere raspeln kontinuierlich Aufwuchs und Biofilm von Oberflächen (Holz, Steine, Scheiben) und leisten damit einen sichtbaren Beitrag zur Beckenpflege.
Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, pH 5,5–7,5, GH 5–15 dGH. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter) nach BMEL-Richtlinie für Fische dieser Körpergröße (15 cm SL). Das Becken sollte ausreichend Grundfläche und viele Versteckmöglichkeiten bieten: Totholz, Tonhöhlen, Schieferplatten, Wurzeln. Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Gute Sauerstoffversorgung und mäßige Strömung sind wichtig. Regelmäßige, großzügige Wasserwechsel fördern Gesundheit und Laichbereitschaft. Totholz (Moorkienholz) ist als Nahrungssubstrat und zur Verdauungsunterstützung dauerhaft nötig (Holz = Nahrung). Kupferhaltige Medikamente sind für Loricariidae gefährlich und dürfen nicht eingesetzt werden. A. hoplogenys ist ein nützlicher Aquarienbewohner für naturnahe südamerikanische Biotopaquarien. Die Art verlangt ein ausreichend großes Becken, viele Verstecke und Totholz sowie gute Wasserqualität. Die Zucht gelingt bei richtiger Konditionierung und Höhlenausstattung regelmäßig.
Ancistrus hoplogenys verhält sich gegenüber anderen Arten in der Regel friedlich, zeigt jedoch gegenüber Artgenossen – besonders zwischen Männchen – deutlich territoriales Verhalten. Ein Männchen beansprucht typischerweise eine Höhle als Territorium und verteidigt diese, besonders während der Brutzeit, energisch. Die Haltung als Paar oder Einzeltier ist empfehlenswert; mehrere Männchen sind nur in ausreichend großen Becken mit vielen Höhlen möglich. Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen und Schnecken werden in der Regel toleriert. Geeignete Beifische sind ruhige Salmler (z. B. Hyphessobrycon, Paracheirodon), Panzerwelse (Corydoras) und kleine bis mittelgroße südamerikanische Buntbarsche.
Aufwuchsfresser mit stark herbivorem Schwerpunkt. Dauerhafter Zugang zu Totholz (Moorkienholz) ist essenziell – die Tiere raspeln Lignin und Biofilm als Nahrungsbestandteil. Ergänzend: Gemüse (Zucchini, Gurke, blanchierte Erbsen), Spirulina-Tabs, Algenscheiben und Welstabletten. Gelegentliche Proteingaben (Artemia, Mückenlarven) runden die Ernährung ab.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Das Männchen übernimmt die gesamte Brutpflege: Es bewacht und belüftet die Eier in der gewählten Höhle bis zum Schlupf. Zucht-Trigger: Simulation der Regenzeit durch häufigere, etwas kühlere Wasserwechsel mit weichem Wasser sowie verstärkte Fütterung mit Grünfutter und gelegentlichen Proteingaben (Artemia, Mückenlarven). Gelegegröße: 20–200 Eier (je nach Größe und Kondition). Inkubation bei ca. 26–27 °C: ca. 4–7 Tage. Larven leben zunächst vom Dottersack (ca. 7–10 Tage); danach nehmen Jungfische Staubfutter, Spirulina, fein geriebenes Gemüse und Artemia-Nauplien an.
Ancistrus hoplogenys stammt aus Südamerika und ist in den Amazonas-, Essequibo- und Paraguay-Einzugsgebieten verbreitet, nachgewiesen in Brasilien, Guyana, Paraguay, Peru und Suriname. Die Art besiedelt fließende Gewässer mit mäßiger Strömung und sauerstoffreichem Wasser. Typische Habitate sind Flussabschnitte mit Totholz, Wurzelwerk, Felsspalten und Steinen. Sandig bis feinkiesiger Bodengrund, gelegentlich mit Laub bedeckt.
Männchen entwickeln ausgeprägte fleischige Tentakel (Odontoden) auf Schnauze und Kopf – das sicherste Bestimmungsmerkmal. Weibchen haben nur kurze Randtentakel am Schnauzenrand. Männchen sind oft etwas schlanker, Weibchen bauchiger, besonders wenn laichbereit.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 22–26 °C, pH 5,5–7,5 und GH 5–15 dGH. Gute Sauerstoffversorgung und mäßige Strömung sind wichtig. Kupferhaltige Medikamente vermeiden.
Geeignet sind ruhige Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine bis mittelgroße südamerikanische Buntbarsche. Afrikanische Hartwasser-Cichliden sind ungeeignet. Adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert, Junggarnelen sind gefährdet.
Ancistrus hoplogenys ist ein gut dokumentierter Höhlenbrüter mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Das Männchen bewacht die Eier in einer Höhle. Zucht-Trigger: kühlere Wasserwechsel (Regenzeit-Simulation) und verstärkte Fütterung. 20–200 Eier, Inkubation 4–7 Tage.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter nach BMEL-Richtlinie für Fische dieser Körpergröße (15 cm). Viele Höhlen, Totholz und Wurzeln sind nötig.
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