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Zierfische, Familie Nothobranchiidae

Ecucuense Zweistreifen Prachtkärpfling Aphyosemion ecucuense

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Aphyosemion ecucuense ist ein kleiner, markant gefärbter Killifisch aus der Untergattung Chromaphyosemion (Familie Nothobranchiidae), beschrieben von Sonnenberg 2008 aus Äquatorialguinea. Männchen zeigen eine warme orange- bis kupferfarbene Grundtönung mit intensiven roten Akzenten; die unpaaren Flossen sind mit roten Punkten besetzt, die Afterflosse zeigt eine klare Orangefärbung.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Aggressiv
  • bis 2,8 cmEndgröße

  • 3 JahreLebenserwartung

  • 22-24 °CTemperatur

  • 6-6,8pH-Wert

  • 1-6 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Verlängerte Flossenstrahlen an Rücken- und Schwanzflosse verleihen dem Männchen ein lyraartiges, sehr dekoratives Erscheinungsbild. Weibchen sind im Farbkleid deutlich zurückhaltender: bräunlich gefärbt, matter und mit transparenten, abgerundeten Flossen. Die Maximalgröße beträgt etwa 2,8 cm SL (Standardlänge, d. h. ohne Schwanzflossenspitzen gemessen); die Gesamtlänge (TL) im Aquarium kann geringfügig höher liegen.

Die Art gilt als nicht-annualer Killifisch, legt Eier als Haftlaicher in Moospolstern oder Laichmops ab und bevorzugt beschattete, laubreiche Schwarzwasser-Habitate. Sie ist für Aquarianer interessant, die naturnahe westafrikanische Biotope nachbilden möchten. Die Pflege gilt als mittelschwer.

Haltung und Pflege

Aphyosemion ecucuense ist eine reizvolle, sehr kleine Art für naturnahe westafrikanische Schwarzwasser-Biotope. Lebendfutterbasierte Ernährung, laubreiche Bodengestaltung und sorgfältige Wasserführung mit aufbereitetem, sehr weichem Wasser (GH max. 6 dGH) sind Voraussetzung für dauerhaften Erfolg. Besondere Achtung gilt der Temperatur-Obergrenze (25 °C nicht überschreiten), der Leitungswasser-Gefahr und der langen Anlaufzeit bis zur vollen Fruchtbarkeit (9–12 Monate). Für die Nachzucht empfiehlt sich Austausch mit erfahrenen Aphyosemion-Haltern.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Für Chromaphyosemion sind Paare oder kleine Gruppen mit dichter Deckung üblich. Männchen sind laut Fachübersicht nicht außergewöhnlich aggressiv, können Weibchen während anhaltender Balz aber erschöpfen; deshalb sind Rückzugsräume wichtig. Nahe verwandte Arten und verschiedene Fundortpopulationen sollten nicht gemeinsam gehalten werden, wenn Hybridisierung oder Vermischung verhindert werden soll.

Ernährung

Aphyosemion ecucuense ist ein Insektivore/Carnivore mit starker Präferenz für Lebendfutter:

• Lebend: Artemia-Nauplien, weiße und schwarze Mückenlarven, Mikrowürmchen, Enchyträen, Fruchtfliegen (Drosophila)
• Frostfutter wird in der Regel gut angenommen
• Trockenfutter oft verschmäht; nur als gelegentliche Ergänzung Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Zuchtstatus: Gut dokumentiert. Mittelschwer; eher für erfahrene Aquarianer.

Zuchtwerte: Zucht-Temperatur 22–23 °C, Zucht-pH 6,0–6,5, Zucht-GH max. 2 dGH.

Laichverhalten: Typisches Aphyosemion-Verhalten; Männchen treiben Weibchen zur Eiablage und besetzen Reviere. Haftlaicher – Eier werden bevorzugt in Java-Moos oder Laichmops abgelegt. Legerate ca. 20 Eier pro Woche.

Fruchtbarkeit: Frühe Spawns junger Paare sind häufig zu großen Teilen unfruchtbar (anfangs bis zu 90 % steril). Die Fruchtbarkeit steigt im Laufe des ersten Lebensjahres an; volle Laichbereitschaft und akzeptable Fruchtbarkeit erst ab einem Alter von 9–12 Monaten zu erwarten.

Spawn-Trigger: Kurzfristiger Temperaturabfall auf 19–20 °C für 1–2 Wochen, gefolgt von Rückkehr auf 22–23 °C, kann die Eiablage stimulieren. Frühes Morgenlicht fördert die Laichbereitschaft.

Inkubation: 14–17 Tage typischerweise bei Wasserlagerung (22–23 °C); einzelne Eier können bis zu 28 Tage benötigen.

Aufzucht: Erste Tage (ca. 3 Tage): Infusorien, Pantoffeltierchen, Mikrowürmchen. Danach: frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Wachstum langsam; anatomische Geschlechtsreife nach ca. 5–6 Monaten; aktive Laichbereitschaft erst mit 9–10 Monaten.

Natürlicher Lebensraum

Aphyosemion ecucuense ist auf das Einzugsgebiet des Río Ecucu im nordwestlichen Äquatorialguinea (Festland/Río Muni) beschränkt und gilt dort als endemisch. Artspezifische Habitatdaten sind kaum publiziert; die Art besiedelt die für ihre westafrikanische Verwandtschaft typischen kleinen, langsam fließenden und beschatteten Waldbäche des Küstentieflands mit weichem, leicht saurem Wasser und moderaten Temperaturen um 22-24 °C. Anders als annuelle Killifische lebt sie in dauerhaft wasserführenden Gewässern und benötigt keine Trockenphase; dichte Ufervegetation und Falllaub bieten Verstecke und Laichplätze.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt:

• Männchen: Intensiv orangefarben-kupfern, rote Punkte in allen unpaaren Flossen, verlängerte lyraartige Flossenstrahlen insbesondere an der Schwanzflosse.
• Weibchen: Kleiner, bräunlich, Flossen transparent und abgerundet, deutlich unscheinbarer.

Maximalgröße: ca. 2,8 cm SL; der Holotypus misst 27,8 mm SL.

Gut zu wissen

  • Nicht-annualer Killifisch der Untergattung Aphyosemion; Eier werden als Haftlaicher in Java-Moos oder Laichmops abgelegt.
  • Typischer Oberflächenschwimmer; bevorzugt die obere Wasserschicht.
  • Stark an beschattete, laubreiche Schwarzwasser-Habitate angepasst.
  • Männchen mit markanten roten Punkten in den unpaaren Flossen und lyraartig verlängerten Flossenstrahlen.
  • Nicht garnelensicher.
  • Springtendenz vorhanden; Abdeckung zwingend.
  • Frühes Morgenlicht (simulierte Morgensonne) stimuliert die Laichbereitschaft nachweislich.
  • Rohes Leitungswasser kann für diese Art letal sein – stets aufbereitetes Weichwasser verwenden.

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Ecucuense Zweistreifen Prachtkärpfling?

Aphyosemion ecucuense erreicht bis zu 2,8 cm SL (Standardlänge).

Welche Wasserwerte braucht der Ecucuense Zweistreifen Prachtkärpfling?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 22–24 °C, pH 6,0–6,8, GH 1–6 dGH.

Kann man den Ecucuense Zweistreifen Prachtkärpfling vergesellschaften?

Geeignet ist ein gut strukturiertes Becken mit ruhigen, ähnlich großen Arten. Eng verwandte Aphyosemion-Arten und unterschiedliche Fundortpopulationen sollten wegen Kreuzungs- und Vermischungsrisiken nicht gemeinsam gepflegt werden.

Wie groß muss das Aquarium für den Ecucuense Zweistreifen Prachtkärpfling sein?

Empfohlen wird ein Becken mit 60 cm Kantenlänge (ca. 54 L).

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Fragen und Erfahrungen

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