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Zierfische, Familie Cichlidae

Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch Apistogramma agassizii „red fire

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Apistogramma agassizii „red fire“ gehört zur Familie der Cichliden und wird oft als Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch bezeichnet. Sein wissenschaftlicher Name lautet Apistogramma agassizii. Der Fisch zeigt meist ein leuchtend rotes Farbschema. Männchen erreichen bis zu 8 cm, Weibchen bleiben mit 5 bis 6 cm deutlich kleiner. Die Flossen sind fein unterteilt und weisen helle Umrandungen auf.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Harem
  • Territorial
  • bis 8 cmEndgröße

  • 4-6 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 80 lAquariengröße

Beschreibung

In seinem natürlichen Lebensraum, den langsam fließenden Gewässern tropischer Regenwälder Südamerikas, lebt er in dicht bewachsener Umgebung. Hochwasserzeiten fördern die Nahrungsverfügbarkeit und bieten Schutz. Beobachtungen zeigen ein stark ausgeprägtes Revierverhalten, das sich in klar abgegrenzten Territorien äußert. Zudem zeigt er ein balztypisches Farbwechselverhalten, das bei der Partnersuche hilft. In der Natur erscheinen die Wasserwerte bei etwa 24–28 °C, einem pH-Wert von 6–7. Im Aquarium wird ein gut bepflanztes Becken mit Versteckmöglichkeiten empfohlen, um den natürlichen Bedingungen nahe zu kommen. Hinweise in den Quellen zum Verhalten können variieren, weshalb Rückfragen bei Fachhändlern sinnvoll sind.

Haltung und Pflege

Der Apistogramma agassizii red fire ist ein farbintensiver Zwergbuntbarsch, der ein naturnah eingerichtetes Aquarium mit weichem Sandboden, zahlreichen Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln, Steinen und Höhlen sowie dicht bewachsenen Pflanzen bevorzugt, um sich sicher und territorial zu fühlen; ideale Wasserparameter liegen bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0, einer Wasserhärte von 3 bis 8°dGH und einer Temperatur von 24 bis 28 °C, wobei regelmäßige wöchentliche Wasserwechsel von etwa 25 bis 30 Prozent zur Stabilisierung der Wasserqualität beitragen; bei der Fütterung sollte ein abwechslungsreiches Angebot aus kleinen Lebendfutterarten wie Artemia und Mückenlarven, ergänzt durch hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter, eingesetzt werden, um den Nährstoffbedarf optimal zu decken; zudem sind regelmäßige Reinigungsmaßnahmen wie das Entfernen von Algen, das Absaugen von Bodengrundresten und die wartungsbedingte Reinigung des Filters unabdingbar, um eine kontinuierlich hohe Wasserqualität zu gewährleisten und den Stress der Tiere zu minimieren.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma agassizii ist ein typischer Vertreter der südamerikanischen Zwergbuntbarsche und zeigt im natürlichen Habitat ein ausgeprägtes Haremverhalten, wobei ein Männchen mit mehreren Weibchen ein Revier besetzt; daraus ergibt sich für die Aquarienhaltung des feuerroten Agassizi Zwergbuntbarschs die Empfehlung, ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen in einem gut strukturierten Becken ab 80 cm Kantenlänge zu pflegen, um innerartlichen Stress zu minimieren. Als geeignete Vergesellschaftung bieten sich ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie Salmler (z. B. Roter Neon, Glühlichtsalmler) oder kleine Panzerwelse (Corydoras-Arten) an, die sich bevorzugt in anderen Wasserzonen aufhalten und das Revierverhalten der Apistogramma respektieren. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie junge Guppys oder Garnelen, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, ebenso wie aggressive oder hyperaktive Arten (z. B. größere Buntbarsche, Barben) sowie langflossige Fische wie Skalare oder Kampffische, da diese durch Flossenzupfen oder Konkurrenzverhalten gestresst werden könnten.

Ernährung

Als karnivorer Fisch benötigt diese Art eine proteinreiche Ernährung, da reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost ohne Ballaststoffe zu Verdauungsproblemen führen kann; in der Natur werden vor allem kleine Krebstiere wie Cyclops und Insektenlarven gefressen. Im Aquarium sollte das Hauptfutter zu etwa 70–80 % aus hochwertigem, fleischhaltigem Trockenfutter wie Granulat oder Flocken bestehen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie gelegentlich Daphnien oder Tubifex, wobei 2- bis 3-mal pro Woche solche Ergänzungen sinnvoll sind. Die Fütterung erfolgt idealerweise 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, alternativ können pro Fisch 4–6 Mückenlarven je Fütterung angeboten werden; Futterreste sind stets zeitnah zu entfernen, da diese Art zu Überfressen neigt und kontrollierte Portionen für die Gesunderhaltung unerlässlich sind.

Zucht

Apistogramma ist eine Gattung von Zwergbuntbarschen, die in artgerechten Aquarien mit gut bepflanztem Substrat, zahlreichen Versteckmöglichkeiten und stabilen Wasserparametern (Temperaturen um 25–28 °C, leicht saure bis neutrale pH-Werte) gehalten werden sollten, um optimale Bedingungen für Zucht und Fortpflanzung zu schaffen. Innerhalb solcher behutsam eingerichteten Aquarien entwickelt sich ein ausgeprägtes Balz- und Paarungsverhalten, bei dem das Männchen durch intensives Farbenspiel und territoriales Verhalten das Weibchen anzieht, während beide Partner territoriale Bereiche für die Brutwahl abstecken. Nach intensiver Balzphase erfolgt die Eiablage auf vorgewählten flachen Untergründen, wobei die elterliche Brutpflege – häufig durch den Schutz und die Reinigung der Anlage – maßgeblich für die Überlebensrate der Jungtiere ist. Bereits wenige Tage nach dem Schlüpfen, wenn die Larven frei schwimmend sind, empfiehlt sich die Gabe von fein zerkleinertem Lebend- oder speziellem Aufzuchtfutter, um eine gesunde Entwicklung zu fördern. Besonders hervorzuheben ist, dass der Feuerroter Agassiz Zwergbuntbarsch empfindlich auf Veränderungen in der Wasserqualität reagiert, sodass regelmäßige, schonende Wasserwechsel und ein ruhiges Umfeld essenziell für eine erfolgreiche Aufzucht und nachhaltige Fortpflanzung sind.

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma agassizii „red fire“ lebt in den trüben, langsam fließenden Gewässern der südamerikanischen Tropen, vor allem in den Randgebieten großer Flusssystemewie des Amazonasbeckens. In seinem natürlichen Habitat dominiert saures, weiches Wasser mit niedrigen pH-Werten und geringer Härte, das durch einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Huminsäuren oft eine dunkle, leicht rötliche Färbung erhält. Die Gewässer sind von einer üppigen, natürlichen Vegetation umgeben, in der herabfallendes Laub und Äste dichte Strukturen bilden, die als Rückzugs- und Laichplätze dienen. Gleichzeitig sorgt die reichhaltige Ufervegetation für stabilisierte Wassertemperaturen im Bereich von 24 bis 28°C, wodurch optimale Bedingungen für die Reproduktion und das Überleben dieser anspruchsvollen Zwergbuntbarschart geschaffen werden.

Geschlechtsunterschiede

Männchen zeigen eine intensivere, kräftige Rotfärbung mit leuchtenden Akzentmustern und deutlich länger ausgeprägten Flossen – insbesondere an Rücken- und Afterflosse –, während Weibchen in gedeckteren, erdigen Farbtönen erscheinen und insgesamt kürzere, abgerundet geformte Flossen besitzen.

Krankheiten

Der Feuerrote Agassizi (Apistogramma agassizii „red fire“) gilt grundsätzlich als relativ robust, sofern er unter optimalen Haltungsbedingungen mit stabilen Wasserparametern, artgerechter Ernährung und angemessener Besatzdichte gehalten wird. Allerdings können suboptimale Wasserqualität, plötzliche Veränderungen im Habitat oder Überbesatz zu erhöhtem Stress führen, der das Immunsystem schwächt und somit die Anfälligkeit für Infektionen und andere Krankheiten steigert. Entscheidend ist eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Wasserwerte wie Temperatur, pH-Wert und Härte, um ein dauerhaft gesundes Umfeld zu gewährleisten. Letztlich zeigt sich, dass der Feuerrote Agassizi in artgerechter Haltung selten krank wird, während Vernachlässigungen in der Pflege und falsche Haltung das Risiko von Gesundheitsproblemen signifikant erhöhen können.

Gut zu wissen

Apistogramma agassizii red fire ist an leuchtend roten Flammenmustern und eleganten Flossen zu erkennen. Er zeigt ein auffälliges Territorial- und Balzverhalten. Eine behutsame Aquarieneinrichtung mit zahlreichen Verstecken unterstützt sein natürliches Sozialverhalten.

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Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch?

Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch benötigt eine Wassertemperatur von 24-28 °C, einen pH-Wert von 6,0-7,5, eine Gesamthärte von 1-8 °dGH.

Wie groß muss das Aquarium für Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch sein?

Für Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch wird ein Aquarium mit mindestens 60 cm Breite und 80 Liter empfohlen. Ein größeres Becken ist immer vorteilhaft, da es stabilere Wasserwerte bietet.

Kann man Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch vergesellschaften?

Apistogramma agassizii ist ein typischer Vertreter der südamerikanischen Zwergbuntbarsche und zeigt im natürlichen Habitat ein ausgeprägtes Haremverhalten, wobei ein Männchen mit mehreren Weibchen ein Revier besetzt; daraus ergibt sich für die Aquarienhaltung die Empfehlung, ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen in einem gut strukturierten Becken ab 80 cm Kantenlänge zu pflegen. Als Beifische eignen sich ruhige Schwarmfische ähnlicher Größe wie kleine Salmler oder Panzerwelse; sehr kleine Fische, Garnelen und langflossige Arten sind ungeeignet.

Kann man Feuerroter Agassizi Zwergbuntbarsch im Aquarium züchten?

Apistogramma ist eine Gattung von Zwergbuntbarschen, die in artgerechten Aquarien mit gut bepflanztem Substrat, zahlreichen Versteckmöglichkeiten und stabilen Wasserparametern (Temperaturen um 24–28 °C, leicht saure bis neutrale pH-Werte) gehalten werden sollten. Nach intensiver Balz erfolgt die Eiablage auf einem vorgewählten Untergrund; die Elterntiere bewachen und reinigen das Gelege. Freischwimmende Jungfische werden mit fein zerkleinertem Lebend- oder Aufzuchtfutter versorgt.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

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Apistogramma borellii

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
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  • Schwierigkeit: Einfach

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Mikrogeophagus altispinosus

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Endgröße: bis 8 cm
  • Aquarium: ab 112 l
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  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

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Kleiner Maulbrüter

Pseudocrenilabrus multicolor

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,2
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

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