Aus Freude an der Aquaristik Wissen, Inspiration und Community

my-fish

Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.

Zur Fishothek

Zierfische, Familie Cichlidae

Agassiz-Zwergbuntbarsch "Red Fire"

Apistogramma agassizii "Tefé II"

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Agassiz‘ Zwergbuntbarsch ‚Tefé II‘ (Apistogramma agassizii „Tefé II“) wird bis zu 9 cm groß und ist ein farbintensiver Zwergbuntbarsch aus dem Amazonasgebiet. Männchen zeigen kräftige Gelb-, Orange- und Rottöne mit zahlreichen blauen Punkten im Kopfbereich und einem roten Saum an der Rückenflosse; ein dunkles Längsband zieht sich häufig von Kopf bis Schwanzbasis.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
Agassiz-Zwergbuntbarsch "Red Fire" (Apistogramma agassizii "Tefé II")
Quelle: Aquarium Glaser
  • bis 9 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 24-29 °CTemperatur

  • 5-7pH-Wert

  • 1-8 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Besonders charakteristisch für Apistogramma agassizii ist der lanzettförmig ausgezogene Schwanzflosse der Männchen: die oberen und unteren Strahlen der Schwanzflosse sind zu markanten Spitzen verlängert und geben der Art ihre typische Silhouette. Rücken- und Afterflossen sind ebenfalls ausgezogen und spitz zulaufend. Die Form Tefé II unterscheidet sich von Tefé I durch das Fehlen der zusätzlichen Zickzack-Bänderung am Bauch; stattdessen dominieren die intensive Gelbfärbung der vorderen Rückenpartie und der blaue Glanz im Kopfbereich. Weibchen sind kleiner, kompakter und farblich dezenter, verfärben sich in Brutstimmung jedoch intensiv gelb.

Haltung und Pflege

Apistogramma agassizii „Red Fire“ bevorzugt strukturierte Becken mit feinem Sand, viel Totholz, Laub und zahlreichen Verstecken. Die Wasserwerte sollten bei 24-29 °C, pH 5-7 und GH 1-8 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 80 cm Kantenlänge und 112 Liter. Geringe bis moderate Strömung, gute biologische Filterleistung und Torffilter oder Laubzugaben zur Huminstoffzufuhr sind empfehlenswert. Regelmäßige Wasserwechsel unterstützen die Wasserqualität. Der Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red Fire“ ist ein anspruchsvoller Zwergbuntbarsch für fortgeschrittene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 3-5 Jahren.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma agassizii „Tefé II“ wird paarweise oder im Harem gehalten und zeigt ein friedlich-territoriales Verhalten. Weibchen verteidigen ihre Brutplätze aktiv. Garnelen werden oft als Nahrung angesehen und sind gefährdet. Geeignete Partner sind friedliche Schwarmfische wie Salmler, Beilbauchfische oder Panzerwelse, die andere Nischen nutzen und keine Brutplätze beanspruchen. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Vermeiden sollte man aggressive Arten. Andere Apistogramma-Männchen sollten im selben Becken nicht gehalten werden.

Ernährung

Apistogramma agassizii „Red Fire“ ist ein Fleischfresser und bevorzugt hochwertiges Lebend- und Frostfutter wie Artemia, weiße und schwarze Mückenlarven, Daphnien und Cyclops. Hochwertiges Granulat als Ergänzung. Jungtiere benötigen frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenlaicher
Zuchtschwierigkeit: Mittel Die Zucht gelingt bei gezielter Konditionierung mit Lebendfutter und Regenzeit-Simulation. Das Weibchen legt die Eier an die Decke einer Höhle oder eines vergleichbaren Verstecks und übernimmt allein die Brutpflege; das Männchen verteidigt das Außenrevier. Zuchtwasser: pH 5-6, GH bis 5 °dGH, 26-28 °C. Auslöser: Fütterung mit hochwertigem Lebendfutter (schwarze Mückenlarven, Artemia), Wasserwechsel mit weichem, leicht kühlerem Wasser und Zugabe von Huminstoffen (Torf, Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter). Gelege von etwa 50-150 Eiern, Inkubation 48-72 Stunden bei 26-28 °C, freischwimmend nach 5-7 Tagen. Aufzucht mit Infusorien und frisch geschlüpften Artemia. Eier schlüpfen oberhalb pH 7,0 nicht zuverlässig, saures Wasser ist entscheidend.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5 bis 6, bis 5 dGH

Natürlicher Lebensraum

Die Form stammt aus dem Amazonasbecken im Bereich des Rio Tefé in Brasilien und bewohnt strukturreiche Uferzonen mit Totholz und dichter Ufervegetation. Typisch sind teefarbene Schwarzwässer mit feinem Sandsubstrat und ausgeprägter Laubschicht sowie ruhige bis langsam fließende Mikrohabitate. Diese natürlichen Bedingungen erklären die Vorliebe für weiches, huminreiches Wasser und viele Verstecke.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind deutlich größer und farbintensiver als Weibchen und tragen ausgezogene, spitze Rücken- und Afterflossen sowie die für die Art typische, lanzettförmig ausgezogene Schwanzflosse. Weibchen sind kompakter mit runderen Flossen und zeigen in Brutstimmung eine intensive Gelbfärbung. Männchen erreichen 7-8 cm TL, maximal 9 cm; Weibchen bleiben bei 4-5 cm TL.

Gut zu wissen

  • Lanzettförmig ausgezogene Schwanzflosse (Lanzettschwanz) bei Männchen
  • Tefé II ohne Zickzack-Bänderung am Bauch (Unterschied zu Tefé I)
  • Weibchen verfärben sich in Brutstimmung intensiv gelb
  • Eier schlüpfen oberhalb pH 7,0 nicht zuverlässig
  • Schwarzwasser-Art, bevorzugt weiches, huminreiches Wasser
  • Weibchen betreiben alleinige Brutpflege in Höhlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Agassiz' Zwergbuntbarsch 'Tefé II'?

Die Art braucht weiches, leicht saures Wasser: Temperatur 24-29 °C, pH 5,0-7,0, GH 1-8 °dGH. Huminreiches Wasser mit Torf oder Laub fördert das Wohlbefinden.

Kann man den Agassiz' Zwergbuntbarsch 'Tefé II' vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen Arten, die keine Brutplätze beanspruchen. Geeignet sind Salmler, Beilbauchfische und Panzerwelse. Andere Apistogramma-Männchen und Zwerggarnelen sollten vermieden werden.

Wie züchtet man den Agassiz' Zwergbuntbarsch 'Tefé II'?

Die Zucht gelingt in weichem, saurem Wasser (pH 5-6, GH bis 5 °dGH) bei 26-28 °C. Das Weibchen bewacht das Gelege allein in einer Höhle. Eier schlüpfen oberhalb pH 7,0 nicht zuverlässig.

Was frisst der Agassiz' Zwergbuntbarsch 'Tefé II'?

Die Art ist karnivor und bevorzugt Lebendfutter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops und Daphnien. Hochwertiges Granulat wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Zur Zuchtkonditionierung ist Lebendfutter unverzichtbar.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Ringelsocken-Kopfsteher

Salmler

Ringelsocken-Kopfsteher

Synaptolaemus latofasciatus

  • Endgröße: bis 11 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Riesenbeilbauch

Beilbäuche

Riesenbeilbauch

Thoracocharax stellatus

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

L136 a:b Hypancistrus sp. WF Brasilien 5-6cm

Harnischwelse

Hypancistrus sp. L136a/b

Hypancistrus sp. L136

  • Endgröße: 9 cm
  • Becken: ab 120 l
  • Temperatur: 24-29 °C
  • pH-Wert: pH 5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Buntbarsche, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Zweistreifen-Zwergbuntbarsch

Buntbarsche

Zweistreifen-Zwergbuntbarsch

Apistogramma bitaeniata

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-29 °C
  • pH-Wert: pH 4,5-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Haremshaltung, friedlich

Prinzessin von Burundi

Buntbarsche

Prinzessin von Burundi

Neolamprologus brichardi

  • Endgröße: bis 9 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 23-27 °C
  • pH-Wert: pH 8-9
  • Wasserhärte: mittelhart bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, territorial

Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch

Buntbarsche

Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch

Mikrogeophagus altispinosus

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, territorial

Haplochromis obliquidens

Buntbarsche

Haplochromis obliquidens

Haplochromis obliquidens

  • Endgröße: bis 8,9 cm SL
  • Becken: ab 170 l
  • Temperatur: 24-26 °C
  • pH-Wert: pH 8,5-9
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Haremshaltung, territorial

Newsletter

Einmal pro Woche das Wichtigste aus der Aquaristik

Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.