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Zierfische, Familie Cichlidae

Apistogramma commbrae

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Apistogramma commbrae ist einer der kleinsten Zwergbuntbarsche der Gattung mit einer gedrungenen Körperform und erreicht etwa 5 cm. Die Grundfärbung reicht von graubraun bis gelblich, wobei markante schwarze Zeichnungen das Erscheinungsbild strukturieren. Besonders charakteristisch ist ein doppelter dunkler Fleck am Schwanzstiel, der als verlässliches Erkennungsmerkmal gilt.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Paarweise
  • Friedlich
  • 3-5 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 6-7,4pH-Wert

  • 1-5 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Männchen zeigen häufig intensive rote und blaue Zeichnungen im Gesicht sowie eine gelbliche Kehle; Weibchen sind weniger bunt und zeigen während der Brutzeit eine kräftige gelbe Körperfärbung. Im Aquarium verhält sich Apistogramma commbrae ruhig und zurückhaltend. Die Tiere bevorzugen die Bodenzone und halten sich oft in der Nähe von Versteckplätzen, Wurzeln und Laub auf. Anders als viele Apistogramma-Verwandte ist diese Art monogam: Ein Paar besetzt gemeinsam den Laichplatz und übernimmt die Brutpflege. Das Weibchen verteidigt die Bruthöhle intensiv; eine Haremsstruktur ist für diese Art nicht typisch. Die Art stammt aus dem subtropischen Bereich Südamerikas und verträgt kühlere Temperaturen besser als viele Gattungsverwandte. Saisonale Abkühlung auf ca. 18 °C im Winter kommt in der Natur vor und kann im Aquarium zur Laichstimulation genutzt werden.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,4, GH 1 bis 5 dGH. Kurzfristige saisonale Abkühlung auf etwa 16 bis 18 °C ist in der Natur üblich und kann im Aquarium zur Laichstimulation genutzt werden. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für ein Paar oder eine kleine Gruppe. Reichlich Versteckmöglichkeiten aus Wurzelholz, Tontöpfen oder flachen Steinformationen. Dicht bewachsene Randzonen und Schwimmpflanzen für Schattenzonen und Sichtbegrenzungen. Sand oder feiner Kies als Substrat; Laub auf dem Boden (z. B. Seemandelbaumblätter) ist empfehlenswert. Langsame Strömung; starke Filterströmung vermeiden. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel unterstützen stabile Wasserwerte. Zur Simulation saisonaler Reize kann ein gezielter, kurzzeitiger Temperaturrückgang mit weicherem Wasser und reichlicher Lebendfuttergabe kombiniert werden, um Laichbereitschaft auszulösen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma commbrae ist monogam und lebt in der Natur paarweise. Empfohlen wird die Haltung als Paar. Ein einzelnes Männchen mit 2 bis 3 Weibchen ist möglich, entspricht aber weniger dem natürlichen Sozialgefüge dieser Art. Bei Gruppeneinrichtung sind ausreichend Verstecke und Sichtbegrenzungen notwendig, um Revierkonflikte zu minimieren. Das Temperament gilt als friedlich und zurückhaltend; die Art eignet sich gut für ruhige Gesellschaftsaquarien. Während der Brutzeit ändert sich das Verhalten deutlich: Das Weibchen verteidigt die Bruthöhle aggressiv. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras spp. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält.) und andere friedliche Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen. Junge Zwerggarnelen sind gefährdet; adulte Garnelen und Schnecken werden in der Regel toleriert.

Ernährung

Karnivor. Die natürliche Nahrung besteht überwiegend aus Wirbellosen, kleinen Insektenlarven und organischem Material aus dem Bodensubstrat. Im Aquarium: Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Cyclops, Daphnien als Lebend- und Frostfutter. Hochwertiges, proteinreiches Granulat oder Flocken als Ergänzungsfutter. Kleine Portionen mehrmals täglich.

Zucht

Gut dokumentiert; Zuchterfolge werden regelmäßig berichtet. Zuchtwasserwerte: 24 bis 25 °C, pH 6,5, GH maximal 5 dGH. Monogamer Substratlaicher. Eier werden in geschützten Spalten oder Höhlen abgelegt; beide Elternteile, insbesondere das Weibchen, übernehmen die Brutpflege. Konditionierung durch Temperaturabsenkung (Regenzeit-Simulation), weicheres Wasser und verstärkte Fütterung mit Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Mückenlarven und Cyclops. Gelegegröße bis ca. 80 Eier. Inkubation ca. 36 bis 72 Stunden; Jungfische nach einigen weiteren Tagen freischwimmend. Erstfutter: Infusorien, dann Artemia-Nauplien. Geschlechtsreife ca. 5 Monate. Zuchtschwierigkeit: einfach bis mittel.

Zuchtwasser: 24 bis 25 °C, pH 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma commbrae stammt aus Südamerika und ist im Einzugsgebiet des Río Paraguay, des mittleren Río Paraná und des Río Uruguay beheimatet. Das Verbreitungsgebiet umfasst Argentinien, Bolivien, Brasilien und Paraguay. Die Art besiedelt bevorzugt seichte Uferbereiche von Flüssen, Bächen und Überschwemmungszonen mit reichlich Vegetation und Schwimmpflanzen. Das Substrat besteht überwiegend aus Sand oder feinem Kies; die Strömung ist meist langsam. Das Verbreitungsgebiet liegt im subtropischen Bereich Südamerikas, weshalb die Art deutlichen saisonalen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist (bis zu ca. 16 °C im Winter).

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer und erreichen bis zu 5 cm; sie zeigen verlängerte Flossen sowie rote und blaue Gesichtszeichnungen mit gelber Kehle. Weibchen bleiben kleiner und erreichen maximal etwa 3 cm; während der Brutzeit sind sie gelb gefärbt.

Gut zu wissen

  • Substratlaicher: nutzt Höhlen, Spalten und andere geschützte Substrate als Laichplatz
  • Monogame Sozialstruktur: ein Paar besetzt gemeinsam den Laichplatz
  • Brutpflegeverhalten: Weibchen verteidigt die Bruthöhle intensiv
  • Einer der kleinsten Vertreter der Gattung Apistogramma
  • Verträgt kühlere Temperaturen besser als viele Gattungsverwandte; saisonale Abkühlung auf ca. 18 °C im Winter kommt in der Natur vor
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken weitgehend sicher

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Apistogramma commbrae?

Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,4 und GH 1 bis 5 dGH. Saisonale Abkühlung auf ca. 18 °C ist möglich und fördert die Laichbereitschaft.

Wie groß wird der Apistogramma commbrae?

Männchen erreichen bis zu 5 cm, Weibchen bleiben mit etwa 3 cm deutlich kleiner. Damit gehört die Art zu den kleinsten Vertretern der Gattung Apistogramma.

Kann man den Apistogramma commbrae vergesellschaften?

Ja, die Art eignet sich gut für ruhige südamerikanische Gesellschaftsaquarien mit kleinen Salmlern und Panzerwelsen. Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen und Schnecken sind meist sicher.

Kann man den Apistogramma commbrae züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert. Monogamer Substratlaicher mit Brutpflege. Zuchttemperatur 24 bis 25 °C bei pH 6,5 und GH maximal 5 dGH. Gelegegröße bis ca. 80 Eier.

Hinweis zu den Daten

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  • Wasserhärte: weich bis hart
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