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Zierfische, Familie Cichlidae

Geislers Zwergbuntbarsch Apistogramma geisleri

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Apistogramma geisleri ist ein kleiner, bodenorientierter Zwergbuntbarsch aus dem unteren Amazonasgebiet Brasiliens, der ca. 2,8 cm SL erreicht (im Aquarium Männchen bis ca. 4 cm TL). Die Art gilt im Hobby als selten und ist wenig dokumentiert. Die Grundfärbung ist bräunlich-grau bis leicht gelblich und variiert je nach Stimmung und Substrat.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 4 cmEndgröße

  • 3 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Erregte Männchen zeigen eine dunklere Pigmentierung und teilweise grünliche Glanzschuppen, was zu Handelsnamen wie „Smaragd“ (sp. Smaragd) geführt hat. Im Aquarium ist Apistogramma geisleri ruhig und zurückhaltend, bevorzugt die unteren Wasserschichten und nutzt Laubschichten sowie Höhlen als Rückzugsorte. Weibchen zeigen zur Brutzeit eine intensive gelbe Bauchfärbung mit kontrastreichen dunklen Mustern. Die Art ist ein Höhlenlaicher mit typischem Haremsverhalten.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23 bis 27 °C (Optimum 24 bis 27 °C), pH 5,5 bis 7,0, GH 1 bis 8 dGH (bevorzugt unter 5 dGH). Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für ein Paar oder ein kleines Harem (1M + 2W). Ein 60-cm-Becken kann für ein einzelnes Paar ausreichen. Feinsandiger Bodengrund, dicke Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Buchenlaub), Totholz, Wurzeln und Höhlen. Gedämpftes Licht durch Schwimmpflanzen oder dichten Bewuchs. Schonender Mattenfilter oder Außenfilter mit schwacher Ausströmung. Gerbstoffe aus der Laubschicht sind erwünscht. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma geisleri ist ein typischer Haremshalter. Empfohlen wird eine Gruppenzusammenstellung von 1 Männchen zu 2 bis 3 Weibchen. Mehrere Männchen benötigen deutlich größere Becken mit klarer Sichtunterbrechung, da es sonst zu dauerhaften Revierkämpfen kommt. Das Temperament ist gegenüber artfremden, nicht bedrohlichen Fischen friedlich. Innerartlich zeigt sich ausgeprägtes Territorialverhalten, vor allem zwischen Männchen. Während der Brutzeit steigert sich die Aggressivität erheblich: Weibchen verteidigen ihre Bruthöhle vehement. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und andere friedliche Arten derselben Bioregion. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Junggarnelen gelten als potenzielle Beute; adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Ernährung

Karnivor (Mikroprädator). Bevorzugt werden Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Wasserflöhe (Daphnia) und Mückenlarven. Nach Gewöhnung werden auch Frostfutter (Artemia, Mysis) und hochwertiges Kleingranulat angenommen. Abwechslungsreiche Fütterung mit hohem tierischen Proteinanteil fördert Konditionierung und Farbintensität.

Zucht

Höhlenlaicher. Die Eier werden an der Höhlendecke abgelegt und vom Weibchen bewacht. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7, GH maximal 3 bis 5 dGH. Konditionierung: Reichliche Fütterung mit hochwertigem Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven, Enchyträen). Auslöser: Regenzeit-Simulation durch Wasserwechsel mit weichem, leicht kühlerem Wasser, gefolgt von Temperaturanstieg auf 27 bis 28 °C. Gelegegröße ca. 30 bis 80 Eier. Inkubation bei 26 bis 27 °C ca. 48 bis 72 Stunden; Jungfische nach weiteren 5 bis 7 Tagen freischwimmend. Erstfutter: frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und Infusorien. Zuchtschwierigkeit: mittelschwer.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma geisleri stammt aus dem unteren Amazonasbecken mit Nachweisen im Rio Trombetas bei Óbidos in Brasilien. Die Art bewohnt flache, langsam fließende Gewässer mit sandigem Bodengrund, umfangreicher Laubschicht und reichlich Totholz. Diese Habitate sind oft stark beschattet durch Überhänge und Ufervegetation, mit gedämpftem Licht und hohem Gehalt an organischem Material.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer als Weibchen, ihre unpaaren Flossen sind verlängert, und sie zeigen bei Erregung intensivere, dunklere Pigmentierungen sowie grünliche Glanzschuppen. Weibchen bleiben kleiner, besitzen rundere Flossen und zeigen zur Brutzeit eine intensive gelbe Bauchfärbung mit kontrastierenden dunklen Mustern.

Gut zu wissen

  • Höhlenlaicher: Eier werden an der Decke von Höhlen abgelegt und vom Weibchen bewacht
  • Starker Bezug zur Laubschicht und zu Totholz als Rückzugs- und Laichhabitat
  • Männchen bilden Reviere; Weibchen verteidigen die Brut intensiv
  • Bevorzugt langsame Strömung und stark strukturierte Beckeneinrichtung
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Im Handel selten; kaum Hobbyberichte vorhanden
  • Handelsnamen: sp. Smaragd, Smaragd-Zwergbuntbarsch

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Geislers Zwergbuntbarsch?

Temperatur 23 bis 27 °C (Optimum 24 bis 27 °C), pH 5,5 bis 7,0 und GH 1 bis 8 dGH, bevorzugt unter 5 dGH. Die Art stammt aus einem typischen Schwarzwassergebiet.

Wie groß wird der Geislers Zwergbuntbarsch?

Apistogramma geisleri erreicht ca. 2,8 cm Standardlänge; im Aquarium sind Männchen bis ca. 4 cm Gesamtlänge möglich.

Kann man den Geislers Zwergbuntbarsch vergesellschaften?

Ja, mit südamerikanischen Arten, die weiches, leicht saures Wasser und friedliches Temperament teilen. Geeignet sind kleine Salmler und Panzerwelse. Junggarnelen sind gefährdet.

Kann man den Geislers Zwergbuntbarsch züchten?

Die Art ist ein Höhlenlaicher. Die Zucht gilt als mittelschwer. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, GH maximal 3 bis 5 dGH. Im Hobby selten, daher wenige dokumentierte Zuchterfolge.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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