
Buntbarsche
Borellis Zwergbuntbarsch
Apistogramma borellii
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Apistogramma gibbiceps ist ein Zwergbuntbarsch mit kompakter, seitlich leicht abgeflachter Körperform, der 6 bis 8 cm TL (Männchen) erreicht. Die Grundfärbung reicht von silbergrau bis gelblich-orange; auf dem Körper verläuft ein breiter, schwarzer Längsstreifen, ergänzt durch schräg orientierte Unterbauchstreifen.

bis 8 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
4,5-6pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Männchen zeigen häufig intensive Kopf- und Flossenfärbungen in Blau oder Gelb sowie rote Anteile an den Flossen. Die Flossen sind bei den Männchen deutlich verlängert; die Schwanzflosse kann eine leicht leierförmige Kontur zeigen. Im Aquarium fällt Apistogramma gibbiceps durch ruhiges, bodennahes Schwimmverhalten auf. Die Tiere bewegen sich bevorzugt in der Nähe von Wurzeln, Höhlen und Laubschichten. Die Farb- und Formvariabilität (z. B. blauköpfige vs. gelbköpfige Exemplare) sowie die starke sexuelle Dimorphie machen die Art zu einem beliebten Zuchtobjekt. Die Art ist im Handel selten und wird überwiegend von spezialisierten Züchtern gehalten.
Wasserwerte: Temperatur 25 bis 29 °C, pH 4,5 bis 6,0, GH 1 bis 5 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für ein Paar oder eine Haremgruppe. Feiner Sand als Bodengrund. Großzügige Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Eichenlaub) sowie Totholz und verwurzelte Strukturen. Höhlen aus Tonröhren, halbvergrabene Kokosnussschalen oder natürliche Spalten als Bruthöhlen. Gedämpfte Beleuchtung. Geringe Strömung; starke Strömungen vermeiden. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel. Stabile Wasserqualität ohne starke Schwankungen ist besonders wichtig.
Apistogramma gibbiceps ist ein Haremhalter; empfohlen wird eine Besatzform von 1 Männchen zu 2 bis 3 Weibchen. Das Temperament ist friedlich gegenüber artfremden, ruhigen Vergesellschaftungspartnern. Während der Brutpflege können Weibchen sehr territorial und aggressiv reagieren und verteidigen die Bruthöhle energisch, notfalls auch gegen das Männchen. Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Salmler und Panzerwelse. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Junggarnelen werden häufig als Beute angesehen; adulte Garnelen können toleriert werden. Schnecken sind in der Regel unproblematisch.
Karnivor. Hauptfutter aus hochwertigem Lebend- und Frostfutter: schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia (Nauplien und adult), Daphnien und Cyclops. Ergänzend hochwertiges, kleinteiliges Trockenfutter für kleine Cichliden. Abwechslungsreiche Fütterung fördert Kondition und Farbenpracht.
Dokumentiert, mittelschwer bis schwer. Zuchtwasserwerte: 27 bis 29 °C, pH 4,5 bis 5,5, GH maximal 2 dGH. Substratlaicher / Höhlenbrüter. Weibchen legen haftende Eier an der Unterseite geschützter Oberflächen innerhalb einer Höhle ab. Das Weibchen betreut die Brut intensiv ca. 4 Wochen. Auslöser: Regenzeit-Simulation mit großen Wasserwechseln (Osmosewasser + Torf), erhöhte Lebendfuttergabe und leichte Temperaturvariation. Gelegegröße bis ca. 200 Eier. Inkubation bei ca. 28 °C etwa 2 bis 4 Tage; Jungfische nach weiteren 5 bis 6 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Infusorien, Rädertierchen, dann Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Zuchtwasser: 27 bis 29 °C, pH 4,5 bis 5,5, bis 2 °dGH
Apistogramma gibbiceps kommt aus dem Amazonasgebiet Brasiliens, insbesondere aus den Flusssystemen des Rio Negro und Rio Branco. Die Art bewohnt Uferzonen mit dichter Bepflanzung, reichlich Totholz und einer ausgeprägten Laubschicht. Das Wasser ist oft tannin- und huminsäurereich mit schwacher Strömung und gedämpfter Lichtführung. Feine Sand- oder Kiessubstrate sind häufig von einer organischen Detritusschicht bedeckt. In der Regenzeit erweitern überschwemmte Uferbereiche das Habitat und stimulieren das Fortpflanzungsverhalten.
Männchen erreichen 6 bis 8 cm TL und sind deutlich größer als die Weibchen; sie besitzen verlängerte Rücken- und Afterflossen sowie eine intensivere, kontrastreichere Färbung mit klaren schwarzen Streifen und oft blau- oder gelbtonigen Kopfpartien. Weibchen bleiben bei etwa 4 bis 5 cm TL, sind gedrungener gebaut und zeigen zur Brutzeit eine intensive gelbe Färbung am Bauchbereich.
Temperatur 25 bis 29 °C, pH 4,5 bis 6,0 und GH 1 bis 5 dGH. Die Art benötigt stabile, weiche und leicht saure Wasserbedingungen.
Männchen erreichen 6 bis 8 cm TL, Weibchen bleiben bei etwa 4 bis 5 cm TL. Die Art zeigt Farb- und Formvariabilität mit blau- und gelbköpfigen Exemplaren.
Ja, mit ruhigen südamerikanischen Arten, die weiches, saures Wasser tolerieren. Geeignet sind kleine Salmler und Panzerwelse. Junggarnelen sind gefährdet; adulte Garnelen werden meist toleriert.
Die Zucht ist dokumentiert und gilt als mittelschwer bis schwer. Zuchttemperatur 27 bis 29 °C, pH 4,5 bis 5,5, GH maximal 2 dGH. Gelegegröße bis ca. 200 Eier.
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