
Buntbarsche
Geislers Zwergbuntbarsch
Apistogramma geisleri
- Endgröße: bis 4 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Apistogramma guttata ist ein kleiner, markanter Zwergbuntbarsch aus dem Orinoco-Einzugsgebiet Südamerikas. Der Artname „guttata“ (lat. getupft) verweist auf das charakteristische Punktmuster, das Männchen entlang der Flanken und in den Flossen zeigen.

3.6 cmEndgröße
4 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
4,5-6pH-Wert
1-3 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Die Grundfärbung variiert von Gelbtönen bis zu einem gedämpften Olivbraun; kräftige schwarze Markierungen und irisierend blaue Schuppenränder verleihen dem Männchen ein lebhaftes Erscheinungsbild. Verlängerte Flossenstrahlen, insbesondere an der Rücken- und Schwanzflosse, unterstreichen die elegante Silhouette ausgewachsener Männchen. Männchen erreichen eine Totallänge von etwa 6–7 cm im Aquarium.
• Temperatur: 25–29 °C
• pH: 4,5–6,0
• GH: 1–3 °dGH
• Beckengröße: mindestens 80 Liter; für Haremshaltung 1M/2–3W eher 100–120 L empfohlen Einrichtung: Dunkles, feines Sandsubstrat (Flusssand); reiche Laubschicht aus Seemandelbaum- oder Eichenblättern; mehrere Höhlen aus Tonröhren, Kokosnussschalen oder Steinen; Wurzelholz zur Revierabgrenzung; schwache bis keine Strömung. Weiche, leicht gerbstoffhaltige Wasserführung (Torffilterung oder Seemandelbaumblätter im Filter) stabilisiert pH und fördert das Wohlbefinden. Pflege: Regelmäßige, moderate Wasserwechsel mit gleichwarmem, vorbereiteten Weichwasser. Keine plötzlichen pH- oder Härtesprünge; Torffilterung oder Einsatz von Osmosewasser zur Wasserbereitung empfohlen.
Apistogramma guttata lebt in der Natur in Harem-Strukturen: Ein Männchen beansprucht ein übergeordnetes Revier, in dem sich mehrere Weibchen mit jeweils eigenen Bruthöhlen etablieren. Für die Aquarienhaltung wird Haremshaltung (1 Männchen mit 2–3 Weibchen) empfohlen. Außerhalb der Brutzeit sind die Tiere vergleichsweise friedlich gegenüber ruhigen Mitbewohnern. Während Balz und Brutpflege zeigen Weibchen intensive, aggressive Verteidigung ihrer Bruthöhle und können selbst deutlich größere Fische attackieren; auch das Männchen verteidigt sein Gesamtrevier energisch. Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) gelten insbesondere als Jungtiere als potentielle Beute und sind nur bedingt kompatibel. Adulte, größere Garnelen werden gelegentlich toleriert. Schnecken bleiben in der Regel unbehelligt. Apistogramma guttata eignet sich vorwiegend in Gesellschaft ruhiger südamerikanischer Weichwasserarten. Geeignete Mitbewohner sind kleine, friedliche Salmler (z. B. Hyphessobrycon- oder Moenkhausia-Arten), Panzerwelse (Corydoras) und andere nicht-territoriale Bodenbewohner aus denselben Bioregionen. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Zu vermeiden sind alle Arten mit ähnlichen Revieransprüchen am Boden. Mehrere gleichwertig gestaltete Bruthöhlen und eine klare Strukturierung des Beckens verringern Aggressionen bei Haremshaltung erheblich.
Apistogramma guttata ist ein Mikroprädator mit starker Präferenz für tierische Nahrung. Im Aquarium sollte die Hauptnahrung aus Lebend- und Frostfutter bestehen: Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien, weiße und schwarze Mückenlarven. Trockenfutter wird oft zögerlich angenommen; hochwertige, fleischbetonte Granulate können als Ergänzung dienen, sollten aber nicht die Hauptnahrungsquelle bilden. Abwechslungsreiche Fütterung mit qualitativ hochwertigem Frostfutter fördert Kondition und Laichbereitschaft.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit Höhlenbrut. Das Weibchen übernimmt die gesamte Brutpflege; das Männchen verteidigt das übergeordnete Revier. Zuchtwasser:
• Zucht-Temperatur: 26–28 °C
• Zucht-pH: ca. 4,5
• Zucht-GH: maximal 2–3 °dGH Zuchtschwierigkeit: Mittel – gezielte Weichwasserbereitung und Konditionierung mit Lebendfutter notwendig. Auslöser: Simulation der Regenzeit durch großzügige Wasserwechsel mit leicht kühlerem, extrem weichem Wasser kombiniert mit intensiver Fütterung mit Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Cyclops, Mückenlarven). Reproduktionsablauf: Nach der Balz legt das Weibchen typischerweise 50–100 Eier an die Höhlendecke. Bei 26–28 °C schlüpfen die Larven nach ca. 3 Tagen; nach weiteren ca. 5 Tagen werden die Jungfische freischwimmend. Erste Nahrung: Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Das Weibchen pflegt und verteidigt den Nachwuchs intensiv; das Männchen sollte bei starker Aggression vorübergehend abgetrennt werden können.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, bis 2 °dGH
Apistogramma guttata stammt aus Südamerika: beschrieben aus dem Morichal Largo im nordöstlichen Venezuela; weitere Vorkommen sind aus dem Rio Meta in Kolumbien bekannt. Das natürliche Habitat sind flache, langsam fließende bis stehende Gewässer mit schwarzem oder klarem Wasser, feinem dunklem Sandboden und dichter Laubschicht. Wurzelholz und umgestürzte Äste bieten Höhlen und Schutzstrukturen. Saisonale Überflutungen inundierter Uferbereiche spielen eine wichtige Rolle im Reproduktionszyklus.
Der Sexualdimorphismus ist deutlich ausgeprägt: Männchen sind erheblich größer, farbenprächtiger und zeigen das namensgebende Punktmuster sowie verlängerte Flossenstrahlen. Weibchen sind kompakter, matter gefärbt und in Brutstimmung intensiv gelb mit kontrastierenden schwarzen Zeichnungen. Dieses „Brutkleid“ des Weibchens ist ein zuverlässiges Zeichen für Laichbereitschaft und aktive Brutpflege.
Apistogramma guttata erreicht bis zu Männchen ca. 6–7 cm TL; Weibchen ca. 3–4 cm TL.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 25–29 °C, pH 4,5–6 (Optimum 5,0–6,0), GH 1–3 °dGH.
Apistogramma guttata eignet sich vorwiegend in Gesellschaft ruhiger südamerikanischer Weichwasserarten. Geeignete Mitbewohner sind kleine, friedliche Salmler (z. B. Hyphessobrycon- oder Moenkhausia-Arten), Panzerwelse (Corydoras) und andere nicht-territoriale Bodenbewohner aus denselben Bioregionen.
Empfohlen wird ein Becken mit 80 cm Kantenlänge und 112 Liter.
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