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Zierfische, Familie Cichlidae

Gelbbrustapistogramma Apistogramma linkei

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Apistogramma linkei ist ein mittelgroßer Zwergbuntbarsch aus dem Tiefland Boliviens, der bis ca. 7 cm TL (Männchen) erreicht. Die Art gehört zur commbrae-Gruppe und unterscheidet sich von vielen anderen Apistogramma durch ihre relative Toleranz gegenüber höheren pH-Werten. Männchen zeigen eine attraktive Färbung mit gelblichem Brustbereich, blaugrauen Flanken und roten Akzenten an den Flossen.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 7 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 24-27 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 4-8 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die Rücken- und Afterflossen der Männchen sind verlängert. Weibchen sind kleiner und schlichter, entwickeln aber zur Brutzeit ein intensives Gelb mit dunklen Markierungen. Im Aquarium hält sich Apistogramma linkei bevorzugt bodennah auf und nutzt Laubschichten, Wurzeln und Höhlen als Verstecke. Feiner Sand wird aktiv durchsiebt. Die Art ist robuster als viele Artgenossen und eignet sich auch für fortgeschrittene Einsteiger in die Apistogramma-Haltung.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24 bis 27 °C, pH 6,0 bis 7,5, GH 4 bis 8 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 112 Liter) für eine Haremgruppe. Feiner Sand als Bodengrund, dicke Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Buchenlaub), Totholz, Wurzeln und Höhlen als Brut- und Rückzugsorte. Moderate Bepflanzung am Rand. Geringe bis moderate Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel. Die Art ist robuster als viele andere Apistogramma und toleriert leicht erhöhte pH- und Härtewerte. Dennoch auf stabile Wasserqualität achten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma linkei ist ein Haremhalter; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen. Das Temperament ist friedlich gegenüber artfremden, ruhigen Beifischen. Innerartlich zeigt sich Revierverhalten, besonders zwischen Männchen. Während der Brutzeit steigt die Territorialität deutlich an; das Weibchen verteidigt die Bruthöhle vehement. Geeignete Beifische sind ruhige südamerikanische Salmler und Panzerwelse. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; adulte Garnelen können toleriert werden. Schnecken sind in der Regel unproblematisch.

Ernährung

Karnivor. Bevorzugt lebende und gefrostete Kleintiere: Artemia, Daphnien, Cyclops, Mückenlarven. Hochwertiges Granulat wird ergänzend akzeptiert, sollte aber nicht die einzige Futterquelle sein. Abwechslungsreiche Fütterung fördert Kondition und Farbintensität.

Zucht

Gut dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,2, GH maximal 5 dGH. Höhlenbrüter / Substratlaicher. Eier werden an der Decke der Laichhöhle befestigt; das Weibchen übernimmt die alleinige Brutpflege. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch Wasserwechsel mit weicherem, leicht saurem Wasser, Konditionierung mit Lebendfutter und leichte Temperaturabsenkung. Gelegegröße ca. 50 bis 100 Eier. Inkubation ca. 2 bis 3 Tage; Jungfische nach weiteren 4 bis 6 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und Infusorien. Die Art kann auch bei pH-Werten bis 7,2 erfolgreich züchten.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma linkei stammt aus dem Tiefland Boliviens, insbesondere aus den Einzugsgebieten des Rio Mamoré und Rio Beni. Die Art besiedelt flache Uferzonen mit geringer Strömung, feinem Sandboden und einer ausgeprägten Laubschicht. Typische Habitate sind verwilderte Uferbereiche mit Totholz, Wurzeln und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Das Wasser ist weniger sauer als bei vielen anderen Apistogramma-Habitaten, was die höhere pH-Toleranz der Art erklärt.

Geschlechtsunterschiede

Männchen erreichen ca. 7 cm TL und sind deutlich größer und farbintensiver als die Weibchen. Sie besitzen verlängerte Rücken- und Afterflossen sowie eine kräftigere Färbung mit gelblichem Brustbereich, blaugrauen Flanken und roten Flossenakzenten. Weibchen bleiben bei etwa 4 bis 5 cm TL, sind gedrungener gebaut und zeigen zur Brutzeit ein intensives Gelb mit markanten dunklen Mustern.

Gut zu wissen

  • Höhlenbrüter / Substratlaicher mit intensiver weiblicher Brutpflege
  • Gehört zur commbrae-Gruppe
  • Toleranter gegenüber höheren pH-Werten als die meisten Apistogramma-Arten
  • Herkunft: Bolivien (ungewöhnlich für Apistogramma)
  • Robuster als viele andere Apistogramma-Arten
  • Feiner Sand als Substrat erforderlich (Siebverhalten)
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Saisonale Farbintensivierung während der Regenzeit

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Gelbbrustapistogramma?

Temperatur 24 bis 27 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 4 bis 8 dGH. Die Art ist toleranter gegenüber höheren pH-Werten als die meisten Apistogramma-Arten.

Wie groß wird der Gelbbrustapistogramma?

Männchen erreichen ca. 7 cm TL, Weibchen bleiben bei etwa 4 bis 5 cm TL. Die Art gehört zur commbrae-Gruppe und stammt aus Bolivien.

Kann man den Gelbbrustapistogramma vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen südamerikanischen Arten wie Salmlern und Panzerwelsen. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; adulte Garnelen und Schnecken sind meist unproblematisch.

Kann man den Gelbbrustapistogramma züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert mit mittlerer Schwierigkeit. Zuchttemperatur 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, GH maximal 5 dGH. Die Art kann auch bei pH-Werten bis 7,2 erfolgreich züchten.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Einfach

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