
Buntbarsche
Borellis Zwergbuntbarsch
Apistogramma borellii
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Apistogramma nijsseni ist eine farbenprächtige Zwergbuntbarschart aus dem peruanischen Amazonasgebiet, die bis 8,5 cm SL (Männchen) erreicht. Männchen entwickeln eine hellblaue bis aquablaue Grundfärbung mit gelber Brust- und Bauchregion; die Schwanzflosse zeigt einen feuerroten bis orangen halbkreisförmigen Saum.

bis 8,5 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5-6,5pH-Wert
0-4 °dGHGesamthärte
ab 130 lAquariengröße
Weibchen tragen eine leuchtend gelbe Grundfärbung mit drei großen schwarzen Flecken am Kiemendeckel, in der Körpermitte und an der Schwanzwurzel, die dem Muster den namensgebenden Panda-Charakter verleihen. Die Art zählt zu den anspruchsvolleren Schwarzwasser-Spezialisten und wurde Ende der 1970er-Jahre erstmals in die Aquaristik eingeführt. Heute ist sie vorwiegend als Nachzucht erhältlich; Wildfänge sind selten. Im Aquarium hält sich Apistogramma nijsseni bevorzugt bodennah auf und nutzt Laubschichten, Wurzeln und Höhlen als Rückzugsorte.
Wasserwerte: Temperatur 24 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, GH 0 bis 4 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 130 Liter) für eine Haremgruppe. 130 Liter). Feiner Sand als Substrat, großzügige Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Eichen- oder Buchenlaub), Wurzeln, Totholz und mehrere Höhlen (Tonröhren, Kokosnussschalen) als Laichplätze. Gedämpfte Beleuchtung durch Schwimmpflanzen. Strömung gering halten. Torf, Erlenzapfen oder Schwarztorf-Filtration unterstützen Schwarzwasserbedingungen. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel mit weichem, leicht saurem Wasser.
Apistogramma nijsseni lebt in einer Haremsstruktur; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen in entsprechend großen Becken. Gegenüber artfremden, ruhigen Fischen ist die Art weitgehend friedlich. Gegenüber Artgenossen und anderen Zwergbuntbarschen kommt es zu Revierkämpfen, die in der Brutzeit deutlich intensiver werden. Das Weibchen verteidigt Gelege und Jungfische vehement, auch gegenüber dem Männchen, das in kleineren Becken zeitweise abgetrennt werden sollte. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse und Zwergsalmler. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Andere Apistogramma-Arten vermeiden. Zwerggarnelen (besonders Nachwuchs) stehen auf der Beuteliste; Schnecken werden toleriert.
Karnivor. Bevorzugt Artemia (lebend oder tiefgefroren), weiße und schwarze Mückenlarven, Daphnien und Cyclops. Hochwertiges Granulat wird nach Eingewöhnung akzeptiert, sollte aber nicht die alleinige Nahrungsquelle sein. Lebendfutter und Artemia-Nauplien sind für Zuchtvorbreitung und Jungfischaufzucht unverzichtbar.
Gut dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 4,5 bis 5,5, GH maximal 2 dGH, Leitwert unter 50 Mikro-Siemens. Höhlenlaicher. Das Weibchen legt Eier in einer Höhle ab und betreut die Brut intensiv. Inkubation bei 26 bis 28 °C ca. 48 bis 72 Stunden; Jungfische nach weiteren 4 bis 5 Tagen freischwimmend. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch große Wasserwechsel mit sehr weichem, saurem Osmosewasser, Zugabe von Erlenzapfen oder Torf. Konditionierung mit Artemia, schwarzen Mückenlarven und Enchyträen. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Das Männchen in kleineren Becken nach dem Ablaichen entfernen, da das Weibchen hyperaggressiv werden kann. Wichtiger Zuchthinweis: Zu hohe Aufzuchttemperaturen führen zu stark männlich-lastigem Nachwuchs. Die Aufzucht sollte bei moderaten Temperaturen (24 bis 26 °C) erfolgen, um ausgewogene Geschlechtsverhältnisse zu erzielen.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 4,5 bis 5,5, bis 2 °dGH
Apistogramma nijsseni ist endemisch in Peru und nur aus Zuflüssen des Rio Ucayali in der Region Loreto bekannt, darunter der Rio Carahuayte und der Rio Yavari. Die Art besiedelt klassische Schwarzwässer mit stark huminbelastetem, teefarbenem Wasser, dichtem Vegetationsdach und kaum Lichteinfall. Der Bodengrund ist dicht mit Falllaub, Totholz und Ästen bedeckt. Die natürlichen pH-Werte liegen oft zwischen 4,0 und 5,0; die Strömung ist gering bis ruhig.
Der Dimorphismus ist sehr ausgeprägt. Männchen erreichen bis zu 8,5 cm SL und sind intensiv blau-gelb gefärbt mit deutlich verlängerten Flossen. Weibchen bleiben bei bis zu 7 cm SL, sind kompakter gebaut und tragen das charakteristische gelb-schwarze Pandamuster. Während der Brutzeit übernimmt das Weibchen die Hauptrolle bei der Brutpflege.
Temperatur 24 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5 und GH 0 bis 4 dGH. Die Art ist ein Schwarzwasser-Spezialist und benötigt weiches, saures Wasser.
Männchen erreichen bis zu 8,5 cm SL, Weibchen bis zu 7 cm SL. Die Art zeigt starken Geschlechtsdimorphismus mit dem namensgebenden Panda-Muster der Weibchen.
Ja, mit kleinen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und Zwergsalmlern. Andere Apistogramma-Arten vermeiden. Zwerggarnelen sind gefährdet; Schnecken werden toleriert.
Ja, die Zucht ist gut dokumentiert mit mittlerer Schwierigkeit. Zuchttemperatur 26 bis 28 °C, pH 4,5 bis 5,5, GH maximal 2 dGH. Zu hohe Aufzuchttemperaturen führen zu männlich-lastigem Nachwuchs.
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