Guten Tag!Mein Name Harald Wichert aus Bremerhaven.Ich habe ein 750L.Aquarium,mit Regenbogen Fische und Rotstrich Barben.Ich hätte gerne noch etwas andere Fiche Frage nur welche?Vielleicht haben Sie einen Katalog,den Sie mir schicken könnten ich wäre Ihnen sehr dankba.Gruss Harald Wichert
27572 Bremerhaven Weserstr.12
Zierfische, Familie Cichlidae
Großmaul-Zwergbuntbarsch Apistogramma sp.
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Apistogramma megastoma ist ein bodenbewohnender Zwergbuntbarsch aus dem peruanischen Regenwald, der bis 7,6 cm SL (Männchen) erreicht. Der Artname (griechisch: großes Maul) verweist auf das massive Maul der Männchen, das biologisch-funktional mit dem Maulbrüten zusammenhängt.
- Schwierigkeit: Mittel
- Harem
- Territorial

bis 7,6 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
4-6pH-Wert
0-5 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Beschreibung
Männchen zeigen einen massiven Kopf mit kräftigen Kiefern, verlängerte Rückenflossenspitzen und eine leierförmige, vertikal gebänderte Schwanzflosse. Die Grundfärbung ist variabel; Männchen zeigen komplexe Zeichnungsmuster am Kopf und entlang der Flanken. Weibchen sind kompakter gebaut, mit runderen Flossen und einer intensiven Brutfärbung: kräftig gelb bis ockergelb, begleitet von einer rußartigen Kopfzeichnung und Reihen kleiner schwarzer Striche entlang der Flanken.
Im Aquarium hält sich Apistogramma megastoma bevorzugt bodennah auf und nutzt Laubschichten, Wurzeln und Höhlen als Rückzugsorte. Die Art ist an extrem weiches, saures Schwarzwasser angepasst. Im Hobby wird sie häufig unter dem Handelsnamen Apistogramma sp. Diamond Face geführt.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24 bis 28 °C, pH 4,0 bis 6,0, GH 0 bis 5 dGH.
Mindestens 100 cm Beckenlänge (ca. 160 Liter) für eine Haremgruppe (1M + 2 bis 3W). Größere Becken reduzieren Revierkonflikte deutlich. Feiner, heller Sand als Bodengrund. Dicke Laubschicht und verteiltes Totholz sind für das Wohlbefinden essenziell. Höhlen oder Spalten (Korkröhren, Kokosnussschalen, Tontöpfe) als Rückzugs- und Bruträume. Schattenspendende Pflanzen oder Wurzeln. Moderate Strömung; die Art stammt aus kleinen, stellenweise schneller fließenden Waldbächen.
Regelmäßige, moderate Wasserwechsel mit sehr weichem Wasser (Osmose- oder Regenwasser). Die Art reagiert empfindlich auf Schwankungen der Wasserqualität; konstante Parameter sind entscheidend.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Apistogramma megastoma ist ein Haremhalter; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen. Männchen etablieren ein größeres Revier, in dem mehrere Weibchen jeweils eigene Unterreviere besetzen. Im Normalzustand ist die Art gegenüber artfremden, friedlichen Zwergfischen zurückhaltend. Innerartlich zeigt sich deutlich territoriales Verhalten; zur Brutzeit steigert sich die Aggression erheblich, insbesondere Weibchen verteidigen das Brutrevier vehement.
Geeignete Beifische sind kleine, ruhige südamerikanische Salmler (Nannostomus, kleine Hyphessobrycon) und Panzerwelse (Corydoras). Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Keine anderen Apistogramma-Arten im selben Becken halten. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Schnecken werden toleriert.
Ernährung
Karnivor. Bevorzugt Lebendfutter und Frostfutter: schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex. Trockenfutter wird oft erst nach einer Eingewöhnungsphase akzeptiert; schrittweise Anfütterung mit hochwertigem Granulat empfohlen. Mehrere kleine Portionen täglich fördern natürliches Verhalten.
Zucht
Dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 4,0 bis 5,5, GH maximal 2 bis 3 dGH.
Maulbrüter (maternal, larvophil). Apistogramma megastoma ist ein maternaler Maulbrüter; das Weibchen nimmt die frisch geschlüpften Larven ins Maul auf und betreut sie dort, bis sie selbstständig Nahrung aufnehmen können. Bei Gefahr nimmt das Weibchen die Jungfische wieder ins Maul auf. Auslöser: Regenzeit-Simulation durch großzügige Wasserwechsel mit sehr weichem, saurem Wasser. Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter (Artemia, schwarze Mückenlarven, Enchyträen). Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 4 bis 5,5, bis 3 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Apistogramma megastoma stammt aus Departamento Loreto in Peru, aus kleinen Waldbächen, die in den Rio Jutai im Grenzgebiet zwischen Peru und Brasilien entwässern. Die Typlokalität liegt bei ca. 04 12′ S / 70 06′ W. Die Art besiedelt kleine, stellenweise schneller fließende Waldbäche mit extrem weichem, saurem Schwarzwasser, feinem Sandsubstrat und dichter Laubschicht. Ruhige, überschwemmte Uferbereiche werden sekundär genutzt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen erreichen bis zu 7,6 cm SL (Gesamtlänge etwas höher) und zeichnen sich durch den massiven Kopf, das überproportional große Maul, verlängerte Rückenflossenspitzen und die leierförmige Schwanzflosse aus. Weibchen bleiben mit bis zu 6,2 cm SL deutlich kleiner und entwickeln zur Brutzeit eine intensive gelbe Färbung mit rußiger Kopfzeichnung und Reihen kleiner schwarzer Striche entlang der Flanken.
Gut zu wissen
- Maulbrüter (maternal, larvophil): eine der wenigen Maulbrüterarten der Gattung Apistogramma
- Weibchen nimmt Larven nach dem Schlupf ins Maul und betreut sie dort mehrere Tage
- Deutlicher Geschlechtsdimorphismus: Männchen mit massivem Kopf und verlängerten Flossen
- Intensive Brutfärbung des Weibchens mit rußiger Kopfzeichnung
- Handelsname: Apistogramma sp. Diamond Face
- Saisonales Verhalten: Laichaktivität in der Regenzeit, Rückzug in der Trockenzeit
- Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
- Im Handel selten; überwiegend von Spezialisten bezogen
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Großmaul-Zwergbuntbarsch?
Temperatur 24 bis 28 °C, pH 4,0 bis 6,0 und GH 0 bis 5 dGH. Die Art ist eine extreme Schwarzwasserart und benötigt sehr weiches, saures Wasser.
Wie groß wird der Großmaul-Zwergbuntbarsch?
Männchen erreichen bis zu 7,6 cm SL (Gesamtlänge etwas höher), Weibchen bleiben bei ca. 6,2 cm SL. Der massive Kopf mit dem großen Maul ist namensgebend.
Kann man den Großmaul-Zwergbuntbarsch vergesellschaften?
Ja, mit kleinen, ruhigen südamerikanischen Salmlern und Panzerwelsen. Keine anderen Apistogramma-Arten im selben Becken halten. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Schnecken werden toleriert.
Kann man den Großmaul-Zwergbuntbarsch züchten?
Ja, die Art ist ein maternaler Maulbrüter. Das Weibchen nimmt die Larven ins Maul auf und betreut sie dort mehrere Tage. Zuchttemperatur 26 bis 28 °C, pH 4,0 bis 5,5, GH maximal 2 bis 3 dGH.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 1. Oktober 2015
Harald Wichert
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