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Zierfische, Familie Cichlidae

Dreistreifen-Zwergbuntbarsch Apistogramma trifasciata

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Apistogramma trifasciata ist ein farbenfroher, subtropischer Zwergbuntbarsch aus dem südlichen Südamerika, der 5,5 cm SL (Männchen) erreicht. Männchen zeigen eine leuchtend blau-gelbe Grundfärbung mit drei namensgebenden dunklen Längsstreifen, verlängerten Rücken- und Afterflossen sowie einem roten Saum an der Schwanzflosse.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 5,5 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 5-7pH-Wert

  • 1-10 °dGHGesamthärte

  • ab 100 lAquariengröße

Beschreibung

Weibchen bleiben mit 3,5 bis 4 cm SL deutlich kleiner und kompakter; in Brutstimmung verfärben sie sich leuchtend gelb mit kontrastierender schwarzer Zeichnung. Die Art ist eine der wenigen subtropischen Apistogramma-Arten und bewohnt saisonale Gewässer im Einzugsgebiet des Rio Guapore, Rio Paraguay und Rio Parana. Im Aquarium hält sich Apistogramma trifasciata bevorzugt bodennah auf und nutzt Laubschichten, Wurzeln und Höhlen als Rückzugsorte. Dank ihrer vergleichsweise guten Anpassungsfähigkeit eignet sich die Art als Einstiegsart in die Apistogramma-Haltung.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22 bis 26 °C, pH 5,0 bis 7,0, GH 1 bis 10 dGH. Mindestens 80 cm Beckenlänge (ca. 100 Liter) für eine Haremgruppe (1M + 2 bis 3W). Feiner Sand als Substrat. Laubschicht (Seemandelbaumblätter, Eichen- oder Buchenlaub), Wurzeln, Totholz und zahlreiche Höhlen (Tonröhren, Kokosnussschalen) als Reviere und Nistplätze. Moderate Bepflanzung; die Fische bevorzugen Bereiche mit reduzierter Beleuchtung. Strömung gering bis mäßig. Huminstoffe durch Laub und Erlenzapfen sind empfehlenswert. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Apistogramma trifasciata lebt in einer Haremsstruktur; empfohlen wird 1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen. Gegenüber artfremden, friedlichen Fischen ist die Art weitgehend verträglich. Innerartlich zeigen die Tiere Revierverhalten; zur Brutzeit steigert sich die Territorialität deutlich, insbesondere beim Weibchen, das die Bruthöhle vehement verteidigt. Geeignete Beifische sind kleine südamerikanische Salmler, Panzerwelse und Beilbauchfische. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Karnivor (Mikropredator). Bevorzugt Lebend- und Frostfutter: schwarze und weiße Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Cyclops. Hochwertiges Granulat wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Abwechslungsreiche, proteinreiche Ernährung fördert Farbentwicklung und Zuchtbereitschaft.

Zucht

Gut dokumentiert, mittlere Schwierigkeit. Zuchtwasserwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,0, GH maximal 4 dGH. Höhlenbrüter. Das Weibchen legt bis zu 100 Eier an der Decke einer Höhle ab und übernimmt die alleinige Brutpflege. Auslöser: Temperaturerhöhung in den Zuchtbereich, kombiniert mit großem Wasserwechsel mit weicherem, saurem Wasser. Konditionierung mit Lebendfutter (Artemia, schwarze und weiße Mückenlarven). Inkubation bei 26 bis 28 °C ca. 48 bis 96 Stunden. Jungfische nach weiteren 4 bis 6 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. In kleinen Becken das Männchen nach dem Ablaichen entnehmen.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5 bis 6, bis 4 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Apistogramma trifasciata stammt aus dem südlichen Südamerika und kommt in Brasilien, Paraguay und Argentinien vor. Die Art besiedelt das Einzugsgebiet des Rio Guapore, Rio Paraguay und Rio Parana. Das natürliche Habitat sind flache, langsam fließende oder stehende Gewässerabschnitte mit feinem Sandsubstrat, dichter Laubschicht und Totholz. Als subtropische Art ist Apistogramma trifasciata an saisonale Temperaturschwankungen angepasst; die Wassertemperaturen können jahreszeitlich deutlich variieren.

Geschlechtsunterschiede

Männchen erreichen 5,5 cm SL und zeichnen sich durch verlängerte Rücken- und Afterflossen, eine leuchtend blau-gelbe Färbung und die drei dunklen Längsstreifen aus. Weibchen bleiben bei 3,5 bis 4 cm SL, sind kompakter gebaut und zeigen eine schlichtere gelblich-braune Grundfärbung. In Brutstimmung verfärben sich Weibchen leuchtend gelb mit kontrastierender schwarzer Zeichnung.

Gut zu wissen

  • Höhlenbrüter mit intensiver weiblicher Brutpflege
  • Subtropische Art: verträgt kühlere Temperaturen als die meisten Apistogramma
  • Drei namensgebende dunkle Längsstreifen
  • Gute Einstiegsart für die Apistogramma-Haltung
  • Saisonales Habitat mit schwankenden Wasserständen
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfohlen
  • Verschiedene Farbvarianten je nach Herkunftspopulation

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Dreistreifen-Zwergbuntbarsch?

Temperatur 22 bis 26 °C, pH 5,0 bis 7,0 und GH 1 bis 10 dGH. Die Art ist eine subtropische Apistogramma und verträgt kühlere Temperaturen als die meisten Verwandten.

Wie groß wird der Dreistreifen-Zwergbuntbarsch?

Männchen erreichen ca. 5,5 cm SL, Weibchen ca. 3,5 bis 4 cm SL. Männchen fallen durch die drei namensgebenden dunklen Längsstreifen und die leuchtend blau-gelbe Färbung auf.

Kann man den Dreistreifen-Zwergbuntbarsch vergesellschaften?

Ja, mit kleinen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und Beilbauchfischen. Zwerggarnelen werden als Beute betrachtet; Schnecken werden toleriert.

Kann man den Dreistreifen-Zwergbuntbarsch züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert mit mittlerer Schwierigkeit. Zuchttemperatur 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,0, GH maximal 4 dGH. Gelegegröße bis zu 100 Eier.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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