
Welse
Giraffenwels
Auchenoglanis occidentalis
- Endgröße: bis 70 cm
- Aquarium: ab 2100 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, friedlich
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Zierfische, Familie Auchenoglanididae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Auchenoglanis biscutatus ist ein großwüchsiger, bodenorientierter Süßwasserwels aus der Familie Auchenoglanididae (in älterer Literatur: Claroteidae). Die dokumentierte Maximallänge beträgt 54 cm SL bei einem Maximalgewicht von bis zu 4,4 kg. Erwachsene Tiere zeigen eine hellbraune bis graubraune Grundfärbung mit kleinen, unregelmäßigen Flecken.

bis 54 cm SLEndgröße
8-18 JahreLebenserwartung
24-26 °CTemperatur
7-8pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 1700 lAquariengröße
Der Körperbau ist langgestreckt mit einem charakteristisch breiten, abgeflachten Kopf. Typisch für die Gattung sind drei große Nackenplatten (Nuchalplatten) sowie die nierenförmigen Prämaxillarzahnplatten. Im Aquarium zeigt Auchenoglanis biscutatus ein ruhiges und in der Regel friedliches Temperament. Die Art ernährt sich hauptsächlich von kleinen Futterpartikeln im Substrat und jagt nicht aktiv größere Beute. Kleine Fische, Brut und frisch gelegte Eier sind jedoch gefährdet. A. biscutatus stammt aus West- und Nordostafrika mit Verbreitung von Senegal über Niger, Gambia und Tschad-Becken bis zum Nilsystem und Turkana-See.
Wasserwerte: Temperatur 24–26 °C, pH 7,0–8,0, GH 8–25 °dGH. Beckengröße: Mindestens 1.700 Liter (ca. 200 cm Kantenlänge) für ein einzelnes Tier; bei Gruppenhaltung entsprechend größer. Einrichtung: Feiner Sand oder glatter Kies als Substrat für die typische Nahrungssuche im Bodenmaterial. Große Wurzeln, Steine oder Tonröhren als Versteck- und Ruheplätze. Robuste, großblättrige Pflanzen sind möglich; zarte Pflanzen werden durch die Bodenwühlerei beschädigt. Stabile, schwer verschiebbare Dekoelemente. Leistungsstarke biologische Filterung und wöchentliche Teilwasserwechsel von 20–30 %. Auchenoglanis biscutatus ist eine Art für erfahrene Aquarianer.
Auchenoglanis biscutatus gilt als friedliche Art, die Artgenossen gegenüber tolerant ist. In der Praxis werden Einzeltiere oder kleine Gruppen gehalten. Ausgeprägte Territorialkämpfe in Gefangenschaft sind nicht dokumentiert. Das Temperament ist im Aquarium überwiegend ruhig und substratgebunden. Gegenüber Fischen ähnlicher Größe ist die Art friedlich; gegenüber sehr kleinen Fischen, Brut und Gelegen kann sie opportunistisch werden. Für Garnelen besteht durch die Nahrungssuche im Substrat ein gewisses Risiko. Schnecken werden in der Regel toleriert. Geeignete Beifische sind große, robuste Fische aus den gleichen afrikanischen Bioregionen (Westafrika, Nilsystem): mittlere bis große Barsche oder andere große westafrikanische Welse. Sehr kleine Fische, Fischbrut und Ziergarnelen sind ungeeignet.
Auchenoglanis biscutatus ist ein Allesfresser mit Spezialisierung auf Substratpartikel: Insekten (vor allem Chironomiden-Larven), Weichtiere und organische Debris. Im Aquarium: sinkende Wels-Pellets und Bodentabletten als Grundfutter, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter (Chironomus-Larven, Mysis, Artemia, Krebstierchunks). Pflanzliche Ergänzung durch blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Spinat). Fütterungsmengen wegen der Körpergröße sorgfältig kontrollieren.
Zuchtstatus: Nicht dokumentiert. In Gefangenschaft bislang nicht erfolgreich gezüchtet. In der Natur sind gravide Weibchen ganzjährig anzutreffen, mit einem Höhepunkt in der Trockenzeit. Die Art ist ein Potamodrome (wandert innerhalb von Süßwassersystemen), was auf saisonale Laichzüge in der Natur hindeutet, die im Aquarium schwer nachzuahmen sind.
Auchenoglanis biscutatus stammt aus West- und Nordostafrika mit einem breiten Verbreitungsgebiet von Senegal über Niger, Gambia und Tschad-Becken bis zum Nilsystem und Turkana-See. Die Art bewohnt schlammige Fließgewässer und bevorzugt weiche, schlammige bis sandige Substrate. Als Bodenbewohner hält sich die Art dauerhaft in der unteren Wasserzone auf.
Äußerliche Geschlechtsmerkmale sind schwer zu erkennen. Ein gravides Weibchen zeigt einen deutlich gerundeten, breiteren Bauch als Männchen. Weitere sicher diagnostische Außenmerkmale sind in der Aquarienliteratur nicht dokumentiert.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 24–26 °C, pH 7,0–8,0 und GH 8–25 °dGH.
Ja, mit großen, robusten Fischen aus den gleichen afrikanischen Bioregionen (Westafrika, Nilsystem). Trotz der Körpergröße ist die Art friedlich. Sehr kleine Fische, Fischbrut und Ziergarnelen sind ungeeignet.
Nein, in Gefangenschaft bislang nicht erfolgreich gezüchtet. Die Art ist ein Potamodrome und die saisonalen Laichzüge der Natur lassen sich im Aquarium schwer nachahmen.
Ein Allesfresser mit Spezialisierung auf Substratpartikel. Sinkende Wels-Pellets als Grundfutter, ergänzt durch Chironomus-Larven, Mysis und Artemia. Pflanzliche Ergänzung durch blanchiertes Gemüse.
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