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Zierfische, Familie Claroteidae

Giraffenwels

Auchenoglanis occidentalis

Auchenoglanis occidentalis, der Giraffenwels (auch Augenfleckwels genannt), gehört zur Familie der Claroteidae und ist einer der größeren Welse Afrikas. Juvenilexemplare zeigen ein giraffenartiges Fleckenmuster, das mit zunehmendem Alter verblasst und bei adulten Tieren in ein gleichmäßiges Graubraun übergeht. Die Art ist ein typischer Bodenbewohner und dämmerungs- bis nachtaktiv.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Giraffenwels (Auchenoglanis occidentalis)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 70 cmEndgröße

  • 20 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 1-15 dGHGesamthärte

  • ab 2100 lBeckengröße

Beschreibung

In der Natur erreicht Auchenoglanis occidentalis bis zu 70 cm SL; im Aquarium bleiben die Tiere meist bei 30–50 cm. Erfahrene Halter berichten, dass die Art Persönlichkeit entwickelt und Besitzer erkennt, was sie zu einem interessanten Pflegling macht, der jedoch hohe Ansprüche an Platzbedarf und Wasserhygiene stellt. Der Giraffenwels stammt aus westafrikanischen, zentralafrikanischen (Kongo) und nilotischen Systemen sowie aus dem Tschad-Becken.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 6,0–7,5, GH bis 15 °dGH. Beckengröße: Mindestens 330 cm Kantenlänge (ab 2.100 Liter). Wichtiger als die Beckenhöhe ist eine große Bodenfläche. Einrichtung: Viele große, stabile Verstecke (Steinformationen, Wurzelwerk, Rohre). Tiefes, feinkörniges bis mittelfeines Substrat zum Durchwühlen. Ausreichend freie Schwimmzonen. Pflanzen können durch das Grabeverhalten beschädigt werden; robuste Arten in Töpfen bevorzugen. Mäßige Strömung und leistungsstarke Filterung sind aufgrund der Körpermasse essenziell. Auchenoglanis occidentalis ist eine Art für erfahrene Aquarianer.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Auchenoglanis occidentalis ist im Allgemeinen ein friedlicher, wenn auch opportunistischer Räuber: kleinere Fische und Wirbellose werden als Beute betrachtet. Gegenüber gleichgroßen oder größeren robusten Mitbewohnern verhält sich die Art in der Regel gelassen. Die Tiere können einzeln oder paarweise gehalten werden. Während der Laichzeit kann das Verhalten territorialer werden, da Männchen aktiv Nester bewachen. Garnelen jeder Größe sind durch das opportunistische Fressverhalten gefährdet. Jungschnecken sind ebenfalls gefährdet; adulte Schnecken werden zumeist toleriert. Geeignete Mitbewohner sind robuste, großbleibende Fische aus kompatiblen afrikanischen Bioregionen: große westafrikanische oder nilotische Buntbarsche, größere Schlankcichliden oder andere große Welse. Kleine, ruhige Fische und Garnelen sind ungeeignet.

Ernährung

Auchenoglanis occidentalis ist ein omnivorer Bodenfresser. In der Natur werden Plankton, Samen, Detritus, Weichtiere, Insektenlarven, Würmer und kleine Krebstiere aufgenommen. Im Aquarium: sinkende Welspellets und Granulate als Hauptfutter, ergänzt durch gefrorenes Muschelfleisch, Fischfilet, Mysis und Tubifex. Regenwürmer als Gelegenheitsfutter. Gelegentlich blanchiertes Gemüse als pflanzliche Ergänzung.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Nestbauer mit väterlicher Brutpflege. In der Natur bewacht das Männchen ein Nest und bebrütet die Eier aktiv. Die Art ist kein Haftlaicher. Zuchterfolge im Aquarium sind bislang nicht dokumentiert. In der Natur gilt die Art als potamodrom und wandert zur Fortpflanzung in überschwemmte Bereiche. Detaillierte Zuchtparameter (Zucht-Temperatur, Zucht-pH, Gelegegröße) liegen aus der Aquaristik nicht vor.

Natürlicher Lebensraum

Auchenoglanis occidentalis ist typisch für flachere Binnengewässer Afrikas: langsam fließende Flüsse, Seitenarme, Überschwemmungsgebiete, Seen und Lagunen. Die Verbreitung umfasst Westafrika, das Tschad-Becken, das Kongobecken, das Nilsystem und ostafrikanische Riftseen. Die Art bevorzugt weiche, schlammige bis sandige Substrate und hält sich dauerhaft bodennah auf.

Geschlechtsunterschiede

Äußerliche Geschlechtsmerkmale sind schwer zu erkennen. Detaillierte diagnostische Merkmale sind in der Aquarienliteratur nicht dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Giraffenartiges Fleckenmuster bei Jungtieren, verblasst im Alter
  • Naturmaximalgröße bis 70 cm SL; im Aquarium meist 30–50 cm
  • Nestbauer mit väterlicher Brutpflege in der Natur (kein Haftlaicher)
  • Im Aquarium bislang nicht gezüchtet
  • Dämmerungs- und nachtaktiv, durchwühlt das Substrat
  • Friedlich gegenüber gleichgroßen Mitbewohnern
  • Geringes Sprungrisiko; Abdeckung dennoch empfehlenswert
  • Langlebig: über 20 Jahre möglich
  • Früher teils als Auchenoglanis wittei geführt (heute Synonym von Auchenoglanis occidentalis)
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Giraffenwels?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 24–28 °C, pH 6,0–7,5 und GH bis 15 °dGH.

Kann man den Giraffenwels vergesellschaften?

Ja, mit robusten, großbleibenden Fischen aus kompatiblen afrikanischen Bioregionen: große westafrikanische oder nilotische Buntbarsche und andere große Welse. Kleine Fische und Garnelen sind ungeeignet.

Kann man den Giraffenwels im Aquarium züchten?

Bislang nicht dokumentiert. In der Natur ist die Art ein Nestbauer mit väterlicher Brutpflege, aber Zuchterfolge im Aquarium liegen nicht vor.

Was frisst der Giraffenwels?

Ein omnivorer Bodenfresser. Sinkende Welspellets als Hauptfutter, ergänzt durch Muschelfleisch, Mysis, Tubifex und Regenwürmer. Gelegentlich blanchiertes Gemüse.

Wie groß wird der Giraffenwels?

In der Natur bis zu etwa 70 cm, im Aquarium meist 30-50 cm. Er gehört damit zu den Großwelsen und eignet sich nur für sehr große Aquarien oder Schauanlagen.

Welches Becken braucht der Giraffenwels?

Mindestens rund 2.100 Liter bei etwa 330 cm Kantenlänge, besser mehr Grundfläche.

Hinweis zu den Daten

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Passt ins Becken dazu

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Senegal-Flösselhecht

Flösselhechte

Senegal-Flösselhecht

Polypterus senegalus

  • Endgröße: bis 50 cm
  • Becken: ab 1180 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,2-7,8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Großer Langschnauzen-Distichodus

Salmler

Großer Langschnauzen-Distichodus

Distichodus rostratus

  • Endgröße: bis 76 cm
  • Becken: ab 2300 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Filament-Stachelwels

Welse

Filament-Stachelwels

Bagrus filamentosus

  • Endgröße: 50-69 cm
  • Becken: ab 2100 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Welse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Auchenoglanis biscutatus

Welse

Auchenoglanis biscutatus

Auchenoglanis biscutatus

  • Endgröße: bis 54 cm SL
  • Becken: ab 1700 l
  • Temperatur: 24-26 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Breitkopfwels

Welse

Breitkopfwels

Clarotes laticeps

  • Endgröße: bis 80 cm SL
  • Becken: ab 2400 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Zebra-Antennenwels

Welse

Zebra-Antennenwels

Brachyplatystoma tigrinum

  • Endgröße: bis 65 cm
  • Becken: ab 2000 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Bagarius suchus WF Burma 27-30cm

Welse

Krokodilwels

Bagarius suchus WF Burma

  • Endgröße: bis 70 cm
  • Becken: ab 3000 l
  • Temperatur: 18-23 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

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