Aulonocaras sollten grundsätzlich erst ab 120 cm, eher 150 cm Beckenlänge gehalten werden. Bei den anderen Beschreibungen der Aulonocaras hier bei my-fish steht das auch so. Warum hier noch 100 cm angegeben wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Wäre nett, wenn Ihr das hier abändert.
Zierfische, Familie Cichlidae
Maleri-Sonnenbuntbarsch Aulonocara sp. "stuartgranti Maleri"
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Maleri-Sonnenbuntbarsch (Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“) wird bis zu 15 cm groß und ist ein Malawisee-Buntbarsch mit deutlichem Geschlechtsdimorphismus. Männchen entwickeln eine leuchtend goldgelbe bis orangefarbene Grundfärbung mit einem elektrisch blauen Kopf und blauen Akzenten an den Flossenrändern; 7-8 schwach sichtbare dunkle Vertikalstreifen durchziehen den Körper. Weibchen sind silbrig-grau bis bräunlich.
- Schwierigkeit: Mittel
- Harem
- Friedlich
bis 15 cmEndgröße
6-10 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
7,5-8,5pH-Wert
10-25 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Ein gattungstypisches Merkmal sind die vergrößerten Sensorgruben (Neuromasten) am Unterkopf, die als biologisches Sonar dienen: Die Tiere schweben nahezu reglos wenige Millimeter über dem Sandboden und orten anhand feinster Druckwellen versteckte Wirbellose im Substrat.
Taxonomischer Hinweis: Der Handelsname „Aulonocara marlieri“ ist eine verbreitete Fehlschreibung. Die korrekte Bezeichnung lautet Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“, benannt nach den Maleri-Inseln im südwestlichen Malawisee.
Haltung und Pflege
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ benötigt stabile, alkalische Bedingungen und eine strukturierte Einrichtung mit Sand und Felsen. Die Wasserwerte sollten bei 23-28 °C, pH 7,5-8,5 und GH 10-25 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 120 cm Kantenlänge und 240 Liter.
Feiner Sand als Bodengrund ist erforderlich, da die Tiere ihre vergrößerten Seitenlinienorgane am Kopf nutzen, um im Substrat nach Beute zu suchen. Grober Kies kann die empfindlichen Kiemen beim Durchkauen schädigen. Felsgruppen mit offenen Sandflächen davor bieten die natürliche Habitatstruktur. Leistungsfähige biologische Filterung, wöchentliche Wasserwechsel von mindestens 30 % und moderate Strömung sind wichtig.
Der Maleri-Sonnenbuntbarsch ist ein lohnender Malawi-Cichlide für Aquarianer mit Erfahrung in der Hartwasserhaltung. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 6-10 Jahren.
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Verhalten und Vergesellschaftung
friedlich, haremorientiert, ruhig territorial. Harem (1 Männchen, 4-6 Weibchen). Garnelen ungeeignet. Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ lässt sich gut mit anderen friedlichen Malawisee-Endemiten vergesellschaften, namentlich mit anderen Aulonocara-Arten (möglichst unterschiedlicher Färbung, um Hybridisierung zu vermeiden), Copadichromis- oder Placidochromis-Arten sowie ruhigen Synodontis-Welsen. Mbuna mit starkem Revierverhalten sind ungeeignet, da sie Aulonocara stressen und verdrängen. Garnelen (Neocaridina, Caridina) werden gefressen. Robuste Schnecken wie Rennschnecken oder Turmdeckelschnecken werden toleriert. Männchen zeigen Aggression gegenüber gleichgefärbten Artgenossen; in größeren Becken (ab 500 Liter) sind mehrere Männchen möglich, sofern ausreichend Sichtbarrieren und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind.
Ernährung
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ ist karnivor/insektivor und benötigt proteinreiche, überwiegend tierische Nahrung. Geeignet sind hochwertiges Cichliden-Granulat, ergänzt durch Frostfutter wie Artemia, Mysis, Cyclops und Mückenlarven. Spirulina-haltige Futter als pflanzliche Komponente sind empfehlenswert. Drei bis vier kleine Portionen am Tag sind besser als eine große Mahlzeit.
Zucht
Fortpflanzungstyp: Ovophiler Maulbrüter (maternaler Typ)
Zuchtschwierigkeit: Mittel, in der Aquaristik gut dokumentiert
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ ist ein maternaler Maulbrüter und in Gefangenschaft regelmäßig nachzüchtbar. Das Männchen gräbt kleine Laichmulden im Sand nahe Felsstrukturen und balzt mit intensiven Körpervibrationen und Farbdisplay. Das Weibchen legt wenige Eier auf dem Substrat ab und nimmt sie sofort ins Maul. Die Befruchtung erfolgt nach dem Eifleck-Prinzip: Das Weibchen pickt nach den Eiflecken auf der Afterflosse des Männchens und nimmt dabei dessen Sperma auf. Die Maulbrutpflege dauert etwa 3-4 Wochen, in denen das Weibchen in der Regel keine Nahrung aufnimmt. Die Jungfische werden als voll entwickelte, schwimmfähige Larven entlassen. Zuchtwasser: pH 7,8-8,5, GH 10-20 °dGH, 26-28 °C. Ein Auslöser ist nicht nötig; regelmäßige Wasserwechsel und hochwertige Fütterung reichen aus. Ein separates Zuchtbecken oder Ablaichkasten schützt das tragende Weibchen vor Stress durch Mitbewohner.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 7,8 bis 8,5, bis 10 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ ist endemisch im südwestlichen Malawisee und kommt an den Maleri-Inseln, Chidunga Rocks, Mumbo Island und Namalenje Island vor. Die Tiere bewohnen die Übergangszone zwischen felsiger Uferzone und offenen Sandflächen mit vereinzelten Steinen in Tiefen von 5-15 Metern. Hier schweben sie dicht über dem feinen Sandboden, den Kopf leicht gesenkt, und orten mit ihren vergrößerten Seitenlinien-Sensorgruben versteckte Kleinkrebse, Schnecken und Insektenlarven. Die Wasserverhältnisse im Malawisee sind stabil alkalisch mit hoher Karbonathärte und klarer Sicht.
Geschlechtsunterschiede
Die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind deutlich ausgeprägt: Männchen erreichen bis 12-15 cm und zeigen die intensive goldgelb-blaue Färbung mit Eiflecken auf der Afterflosse. Weibchen bleiben kleiner (bis etwa 9-11 cm), sind gedrungener und durchgehend silbrig-grau bis bräunlich gefärbt. Diese Merkmale werden ab der Geschlechtsreife deutlich sichtbar; Jungtiere beider Geschlechter ähneln zunächst den Weibchen.
Gut zu wissen
- Handelsname „Aulonocara marlieri“ ist eine Fehlschreibung, korrekt: Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“
- Vergrößerte Sensorgruben (Neuromasten) am Unterkopf dienen als biologisches Sonar zur Beuteortung im Sand
- Endemisch im südwestlichen Malawisee (Maleri-Inseln, Mumbo Island, Namalenje Island)
- Ovophiler, maternaler Maulbrüter mit Befruchtung nach dem Eifleck-Prinzip
- Elektrisch blauer Kopf mit goldgelber bis orangefarbener Körperfärbung bei Männchen
Häufige Fragen
Wie groß wird Maleri-Sonnenbuntbarsch?
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ erreicht bis 12-15 cm (SL 9-12 cm).
Welche Wasserwerte braucht Maleri-Sonnenbuntbarsch?
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 23-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-25 °dGH.
Kann man Maleri-Sonnenbuntbarsch vergesellschaften?
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ lässt sich gut mit anderen friedlichen Malawisee-Endemiten vergesellschaften, namentlich mit anderen Aulonocara-Arten (möglichst unterschiedlicher Färbung, um Hybridisierung zu vermeiden), Copadichromis- oder Placidochromis-Arten sowie ruhigen Synodontis-Welsen. Mbuna mit starkem Revierverhalten sind ungeeignet, da sie Aulonocara stressen und verdrängen.
Wie groß muss das Aquarium für Maleri-Sonnenbuntbarsch sein?
Empfohlen wird ein Becken mit 120 cm Kantenlänge und 240 Liter.
Kann man Maleri-Sonnenbuntbarsch im Aquarium züchten?
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ ist ein maternaler Maulbrüter und in Gefangenschaft regelmäßig nachzüchtbar. Das Männchen gräbt kleine Laichmulden im Sand nahe Felsstrukturen und balzt mit intensiven Körpervibrationen und Farbdisplay.
Was frisst Maleri-Sonnenbuntbarsch?
Aulonocara sp. „stuartgranti Maleri“ ist karnivor/insektivor und benötigt eine proteinreiche, überwiegend tierische Nahrung mit gelegentlicher pflanzlicher Beimischung. Geeignet sind hochwertiges, feinkörniges Cichliden-Granulat, ergänzt durch Frostfutter wie Artemia, Mysis, Cyclops und Mückenlarven (weiße und schwarze).
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 23. November 2016
Heike Unger Matthias WiesenseeRedaktion Hallo Heike, das ist ein ganz alter Beitrag. Danke für deinen Hinweis. Wir korrigieren es sofort
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