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Zierfische, Familie Loricariidae

Mango-Pleco Baryancistrus chrysolomus (L 047)- Magnum-Orangesaumwels

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Baryancistrus chrysolomus (L047) ist ein robuster, gepanzerter Harnischwels aus dem Rio Xingu in Brasilien, der bis 30 cm TL erreicht. Das Erkennungsmerkmal der Art ist ein breites orangegelbes bis goldgelbes Band entlang des Randes der Rücken- und Schwanzflosse, das dem Mango-Pleco seinen Handelsnamen gibt. Die Grundfärbung ist dunkel mit kaum erkennbaren hellen Fleckungen.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • bis 30 cmEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 27-30 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 540 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium ist Baryancistrus chrysolomus ein dämmerungs- und nachtaktiver Bodenbewohner, der sich bevorzugt unter großen, flachen Steinen und in Felsspalten aufhält. Jungfische sind vergleichsweise friedlich; mit zunehmendem Alter werden insbesondere Männchen stark territorial. Die Art ist empfindlich gegenüber organischer Belastung und benötigt hohe Wasserqualität.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 27 bis 30 °C, pH 6,0 bis 7,5 (optimal 6,0 bis 7,2), GH 2 bis 12 dGH. Mindestens 150 cm Beckenlänge (ca. 540 Liter) für ein einzelnes adultes Exemplar. Viele große, flache Steine, Höhlen und Felsspalten als Versteck und Revierstruktur. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat. Ruhigere Mikrohabitate als Rückzugsbereiche erhalten. Starke Strömung (4- bis 5-facher Filterdurchsatz) und gute Oberflächenbewegung sind essenziell. Wöchentliche Wasserwechsel von 40 bis 70 Prozent. Nitratwerte niedrig halten. Kupferhaltige Medikamente vermeiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Einzelhaltung wird empfohlen; nur in sehr großen Becken mit ausreichend Trennstruktur ist die Haltung von zwei Exemplaren möglich. Adulte Männchen werden stark territorial und intolerant gegenüber Artgenossen sowie anderen bodenbewohnenden Fischen. Geeignete Beifische sind mittelgroße südamerikanische Salmler und friedliche Arten, die die mittlere bis obere Wasserzone bewohnen. Andere Bodenbewohner, insbesondere weitere Harnischwelse oder große Buntbarsche, sollten vermieden werden. Für Garnelenbecken ungeeignet: kleine Junggarnelen sind gefährdet. Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Aufwuchsfresser. In der Natur überwiegend Diatomeen (Kieselalgen) und Biofilm von Steinoberflächen, ergänzt durch gelegentliche Invertebraten-Larven. Im Aquarium: Algenwafern, Spirulina-Tabletten und sinkende Pflanzenpellets als Hauptfutter. Blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Spinat) als Ergänzung. Gelegentlich Frostfutter (Mückenlarven, Artemia) als tierische Ergänzung. Wurzelholz als Aufwuchsfläche bereitstellen, nicht als Nahrung. Fütterung abends, da die Art nachtaktiv ist.

Zucht

Höhlenlaicher; im Aquarium bisher nicht nachgezüchtet. Es wird vermutet, dass das Männchen die Brutpflege übernimmt, wie bei verwandten Harnischwelsen üblich. Für Zuchtversuche wären ein sehr großes Becken mit mehreren getrennten Höhlenrevieren, exzellente Wasserqualität und sorgfältige Konditionierung mit proteinreicher Nahrung Voraussetzung.

Natürlicher Lebensraum

Baryancistrus chrysolomus ist endemisch im Rio Xingu-Becken (Brasilien, Pará) mit Fundorten in der Volta Grande do Xingu sowie den Zuflüssen Rio Curuá und Rio Iriri. Die Art wurde sowohl in Weißwasser-Schnellen als auch in ruhigeren, randnahen Zonen gefunden. Adulte Exemplare halten sich bevorzugt unter großen, flachen Steinen auf dem Flussbett auf; Juvenile wurden häufiger in weniger strömungsreichen Randbereichen beobachtet.

Geschlechtsunterschiede

Männchen unterscheiden sich von Weibchen durch einen breiteren, längeren Kopf sowie deutlich verlängerte Brustflossenstacheln (Odontoden). Bei geschlechtsreifen Tieren ist die Differenzierung mit etwas Erfahrung möglich, bei Jungtieren jedoch kaum durchführbar.

Gut zu wissen

  • Orangegelbes bis goldgelbes Flossenband an Rücken- und Schwanzflosse (namensgebend)
  • Endemisch im Rio Xingu-Becken (Volta Grande, Curuá, Iriri), Brasilien
  • Felsenspezialist: lebt unter flachen Steinen und in Felsspalten
  • Im Aquarium bisher nicht nachgezüchtet
  • Hoher Sauerstoffbedarf: starke Strömung und gute Belüftung sind Pflicht
  • Kupferempfindlich: kupferhaltige Medikamente vermeiden
  • Nachtaktiv: Fütterung abends empfohlen
  • Nicht mit L018 (Baryancistrus xanthellus) verwechseln

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Mango-Pleco?

Temperatur 27 bis 30 °C, pH 6,0 bis 7,5 (optimal 6,0 bis 7,2) und GH 2 bis 12 dGH. Starke Strömung und hohe Sauerstoffsättigung sind Pflicht.

Wie groß wird der Mango-Pleco?

Baryancistrus chrysolomus (L047) erreicht ca. 28 bis 30 cm TL; im Aquarium bleiben die meisten Exemplare bei 25 bis 28 cm. Das namensgebende orangegelbe Flossenband ist das Erkennungsmerkmal.

Kann man den Mango-Pleco vergesellschaften?

Einzelhaltung wird empfohlen. Geeignete Beifische sind mittelgroße südamerikanische Salmler, die die mittlere bis obere Wasserzone bewohnen. Andere Bodenbewohner und Harnischwelse meiden.

Was frisst der Mango-Pleco?

Aufwuchsfresser. Hauptfutter: Algenwafern, Spirulina-Tabletten, sinkende Pflanzenpellets. Ergänzend blanchiertes Gemüse und gelegentlich Frostfutter. Fütterung abends, da die Art nachtaktiv ist.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Endgröße: 25–30 cm
  • Aquarium: ab 540 l
  • Temperatur: 27-32 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • Endgröße: 30 cm
  • Aquarium: ab 540 l
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  • pH-Wert: pH 6,2-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

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