
Harnischwelse
Goldnugget-Harnischwels (L081)
Baryancistrus sp. L081
- Endgröße: 15-18 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 27-32 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Gold Nugget Wels (Baryancistrus sp. L081) wird bis zu 20 cm groß und ist ein gedrungener, gepanzerter Harnischwels mit einer dichten Zeichnung aus feinen gelben bis weißen Tupfen auf dunkelbraunem bis schwarzem Grund. Die Flossenränder zeigen charakteristische gelbe Säume. Adulte Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an Brustflossen und Kopfbereich.

15-20 cmEndgröße
10 JahreLebenserwartung
27-30 °CTemperatur
6-7,6pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Die Tiere sind typische Bodenbewohner, die sich bevorzugt an Steinen und Felsstrukturen aufhalten und dort Aufwuchs abraspeln. Im Aquarium sind sie überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv.
Baryancistrus sp. L081 benötigt sauerstoffreiches, warmes und sauberes Wasser mit kräftiger Strömung. Die Wasserwerte sollten bei 27-30 °C, pH 6,0-7,6 und GH 2-12 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 120 cm Kantenlänge und 300 Liter. Leistungsstarke Filterung (mindestens 4-5-faches Beckenvolumen/Stunde) und hohe Sauerstoffversorgung sind erforderlich. Das Becken mit zahlreichen Höhlen, Steinaufbauten und Spalten einrichten. Wöchentliche Wasserwechsel von 40-70 %. Wurzelholz dekorativ, aber nicht als Nahrungsquelle. Kupfer-empfindlich: Medikamente und Pflanzendünger mit Kupfergehalt vermeiden. Der Gold Nugget Wels ist ein anspruchsvoller Harnischwels für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 10 Jahren.
Baryancistrus sp. L081 ist bodenorientiert, stark territorial und innerartlich aggressiv. Empfohlen wird Einzelhaltung oder Paarhaltung in großen Becken. Größere Schnecken und adulte Garnelen werden meist toleriert. Vergesellschaftung gelingt mit ruhigen, mittelgroßen Beifischen, sofern diese nicht den Bodenbereich beanspruchen. Geeignet sind friedliche Salmler und mittelgroße Buntbarsche der oberen Wasserzonen. Andere Bodenwelse und Artgenossen vermeiden.
Baryancistrus sp. L081 ist ein Aufwuchsfresser. In der Natur: Kieselalgen, Fadenalgen und darin enthaltene Kleinstorganismen. Im Aquarium: Spirulina-Tabs, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Süßkartoffel), gelegentlich Frostfutter wie Mückenlarven und Artemia. Kein Holzfresser.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter
Zuchtschwierigkeit: Sehr schwierig Die Zucht ist bisher nur vereinzelt gelungen. Das Männchen bewacht die Eier in einer Höhle und fächelt ihnen Frischwasser zu. Gelegegrößen von ca. 100 Eiern sind dokumentiert. Zuchtwasser: pH 6,0-6,5, Leitfähigkeit unter 200 µS/cm, 30-34 °C. Auslöser: Vorherige Temperaturabsenkung auf ca. 28 °C, dann Erhöhung auf Laichtemperatur mit großen Wasserwechseln und reichhaltiger Fütterung. Bei hohen Zuchttemperaturen maximale Sauerstoffsättigung erforderlich.
Zuchtwasser: 30 bis 34 °C, pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH
Baryancistrus sp. L081 stammt aus dem unteren Rio Xingu in Brasilien, einem schnellfließenden, sauerstoffreichen Klarwasserfluss. Felsbänke, Stromschnellen und Geröllfelder mit Sand- und Kiessubstrat. Der Rio Xingu ist durch den Belo-Monte-Staudamm stark bedroht.
Männchen sind an einem breiteren, massigeren Kopf und deutlich stärker ausgeprägten Odontoden erkennbar, insbesondere an Brustflossen und Kopfregion. Weibchen wirken fülliger in der Bauchpartie. Sichere Geschlechtsbestimmung erst bei subadulten bis adulten Tieren.
Der Baryancistrus sp. gilt bei artgerechter Haltung und stabilen Wasserwerten als relativ robust und zeigt in der Regel nur eine geringe Krankheitsanfälligkeit. Vor allem bei optimaler Ernährung, ausreichend Platz und regelmäßigen Wasserwechseln kommt es selten zu Problemen, die das Immunsystem belasten. Allerdings können ungünstige Faktoren wie mangelhafte Wasserqualität, abrupte Temperaturschwankungen oder überhöhte Besatzdichten das Tier stressen und seine Abwehrkräfte schwächen, sodass es anfälliger für parasitäre, bakterielle oder pilzliche Erkrankungen wird. Wichtig ist eine konsequente Pflege und Überwachung der Aquarienbedingungen, um den natürlichen Bedürfnissen des Schneeball-Prachtharnischwelses gerecht zu werden und Krankheitsausbrüche frühzeitig zu vermeiden.
Warmwasserspezialist: 27-30 °C, pH 6,0-7,6, GH 2-12 °dGH. Kräftige Strömung und hohe Sauerstoffsättigung erforderlich.
Ja, mit ruhigen, mittelgroßen Freischwimmern. Andere Bodenwelse und Artgenossen vermeiden, da adulte Männchen extrem territorial sind.
Zucht ist sehr selten gelungen. Höhlenbrüter, Zuchtwasser: pH 6,0-6,5, 30-34 °C. Maximale Sauerstoffsättigung erforderlich.
Aufwuchsfresser: Spirulina-Tabs, blanchiertes Gemüse, gelegentlich Frostfutter. Kein Holzfresser.
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