
Zahnkarpfen
Segelkärpfling
Poecilia velifera
- Endgröße: bis 17,5 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 7-8,5
- Wasserhärte: hart bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Poeciliidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Belonesox belizanus, der Hechtkärpfling, ist ein markant gebauter, schlanker Raubfisch aus der Familie Poeciliidae mit einer Gesamtlänge von bis zu 20 cm TL (Weibchen) bzw. etwa 12 cm TL (Männchen). Der langgestreckte Körper und der spitze Kopf erinnern an einen Miniatur-Hecht. Die Grundfarbe reicht von braun über oliv bis hin zu gelben und grünen Tönen mit einem metallisch-grünlichen Schimmer.

bis 20 cmEndgröße
3–5 JahreLebenserwartung
25-30 °CTemperatur
6-8pH-Wert
9-19 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Typisch sind Reihen kleiner schwarzer Punkte auf den Seiten sowie ein runder, schwarz mit heller Umrandung versehener Fleck an der Basis der Schwanzflosse. Im Aquarium zeigt Belonesox belizanus typisches Lauerverhalten: Er hält sich bevorzugt oberflächennah auf, versteckt sich in Schwimmpflanzen-Dickichten und wartet regungslos auf vorbeischwimmende Beute. Die Art kann relativ große Beutetiere verschlingen und wirkt im Becken oft dominant.
Wasserwerte: Temperatur 25–30 °C, pH 6–8, GH 9–19 dGH. Mindestbeckengröße: 120 cm Kantenlänge, 300 Liter. Das Aquarium sollte groß und langgestreckt sein, da die Art oberflächennah agiert und schnelle Stoßbewegungen ausführt. Dichte Schwimmpflanzen, überhängende Vegetation, Treibholz und offene Schwimmzonen an der Oberfläche sind ideal. Bodensubstrat: Sand oder feiner Schlamm. Die Wasserströmung kann ruhig bis langsam sein. Sichere Abdeckung des Aquariums ist Pflicht, da diese Art gelegentlich springt. Belonesox belizanus ist eine anspruchsvolle Art für fortgeschrittene Aquarianer. Die räuberische Lebensweise und die Größe erfordern sorgfältige Planung des Beckens, der Beifischwahl und der Fütterung.
Belonesox belizanus zeigt starkes territoriales sowie räuberisches Verhalten. Erwachsene Tiere zeigen häufig Aggressionen und Revierverhalten; Einzel- oder Paarhaltung wird empfohlen. Weibchen können kannibalisch gegenüber Jungfischen sein. Aufgrund des räuberischen Verhaltens sollten Beifische mit großer Vorsicht gewählt werden. Erlaubt sind grundsätzlich nur Arten aus der gleichen Bioregion (Mittelamerika). Geeignet sind sehr robuste, kräftige Fische, die weder in das Maul des Hechtkärpflings passen noch dessen Lebensraum an der Wasseroberfläche direkt teilen. Kleine, friedliche Fische und Wirbellose sind nicht geeignet; Junggarnelen sind besonders gefährdet. Schnecken gelten als weitgehend sicher.
Belonesox belizanus ist ein obligater Fleischfresser (Piscivor) und ernährt sich überwiegend von lebenden Fischen sowie größeren Insektenlarven und Krebstieren. In der Aquarienpraxis fressen sie Lebendfutter wie kleine Fische (z. B. Guppys, Platys), größere Insektenlarven und Krebse. Eine Gewöhnung an Frostfutter (beispielsweise Stinte, Muschelfleisch) ist gelegentlich möglich, jedoch gelingt die vollständige Umstellung nicht immer.
Belonesox belizanus ist lebendgebärend (Viviparie). Die Zucht gilt als schwierig. Zucht-Temperatur 26–28 °C, Zucht-pH 7–8. Reichlich lebende Nahrung, insbesondere kleine Fische, wird empfohlen, um Weibchen zur Trächtigkeit zu bringen und Kannibalismus am Männchen zu minimieren. Geschlechtsreife wird bei etwa sechs Monaten erreicht. Dokumentiert sind Wurfgrößen von bis zu 100 Jungfischen pro Trächtigkeit; eine Tragzeit von 30–50 Tagen wird angegeben. Aufzuchtfütterung: Artemia-Nauplien, Cyclops und Wasserflöhe; bald darauf werden auch kleine Fischlarven als Nahrung angenommen. Wegen des starken Kannibalismus müssen Aufzuchtbecken oft nach Größe getrennt werden.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 7 bis 8, bis 35 °dGH
Belonesox belizanus stammt aus Mittelamerika und ist natürlich in Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Costa Rica verbreitet; die Art wurde zudem in Florida eingeführt. In der Natur besiedelt sie krautige, oft sauerstoffarme Gewässer mit dichter Ufer- und Schwimmpflanzenvegetation. Typische Habitate sind stehende oder sehr langsam fließende Gewässer mit reichem Pflanzenbewuchs, Falllaub und schlammigen bis sandigen Substraten.
Weibchen werden deutlich größer und erreichen bis zu 20 cm TL; Männchen bleiben mit etwa 10 bis 12 cm TL kleiner. Männchen tragen ein umgewandeltes Afterflossenorgan, das Gonopodium, welches zur Begattung dient. Weibchen sind im Bauchbereich deutlich fülliger, besonders in der Tragzeit.
Die empfohlenen Aquarium-Werte liegen bei 25–30 °C, pH 6–8 und GH 9–19 dGH. Die Art toleriert auch Brackwasser bis ca. 40 ppt Salzgehalt.
Nur mit großer Vorsicht. Erlaubt sind grundsätzlich nur sehr robuste, kräftige Fische aus Mittelamerika, die nicht in das Maul des Hechtkärpflings passen. Kleine Fische und Wirbellose sind nicht geeignet.
Die Zucht ist möglich, aber schwierig. Belonesox belizanus ist lebendgebärend mit Wurfgrößen von bis zu 100 Jungfischen. Die Tragzeit beträgt 30–50 Tage. Kannibalismus an Jungfischen ist häufig.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 300 Liter. Das Becken sollte langgestreckt sein mit dichten Schwimmpflanzen und offenen Schwimmzonen an der Oberfläche. Sichere Abdeckung ist Pflicht.
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