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Zierfische, Familie Cichlidae

Goldkehlchen-Prachtbarsch Benitochromis riomuniensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Benitochromis riomuniensis, der Goldkehlchen-Prachtbarsch, ist ein kompakt gebauter westafrikanischer Buntbarsch (Cichlidae) mit einer Standardlänge von ca. 7,4 cm SL. Die Grundfärbung reicht von gelblich-braun bis rotbraun mit deutlich hellerer Bauchseite. Namensgebend ist die goldgelbe Kehle mit goldenen Tönen auf den unteren Lippen; Rücken- und obere Schwanzflosse zeigen einen roten Saum.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Paarweise
  • Territorial
  • 7,4 cm SLEndgröße

  • 22-27 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Unter Stress oder bei Erregung treten zwei horizontale dunkle Bänder auf den Flanken hervor. Im Aquarium zeigt Benitochromis riomuniensis ein bodenorientiertes Schwimmverhalten. Die Tiere bewegen sich bevorzugt in Bodennähe, sind häufig zwischen Wurzeln und Totholz aktiv und durchkauen den sandigen Bodengrund auf der Suche nach Fressbarem. Innerhalb einer Haltung zeigen die Tiere geprägtes Revierverhalten gegenüber Artgenossen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22–27 °C, pH 6–7,5, GH 5–15 dGH. Mindestbeckengröße: 80 cm Kantenlänge, 112 Liter für ein Paar. Substrat aus Sand oder feinem Kies ist wichtig, da die Tiere den Bodengrund aktiv nach Nahrung absuchen. Umfangreiche Einbauten mit Totholz, Wurzeln, Falllaub und Höhlenspalten bieten Reviergrenzen, Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. Flache Steine werden gern als Laich- und Versteckstellen genutzt. Robuste Pflanzen wie Anubias und Epiphyten sind geeignet. Gedämpfte, schattige Lichtverhältnisse. Moderate Strömung. Benitochromis riomuniensis ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer, die strukturierte westafrikanische Biotope nachbilden möchten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Benitochromis riomuniensis zeigt paarbildende Tendenzen mit hoher Territorialität. Paarhaltung ist die empfohlene Konstellation. Gruppenhaltung ohne genügend Raum und Unterschlupfmöglichkeiten führt zu intensiven Revierkämpfen. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität deutlich an: Eltern verteidigen Revier und Jungfische vehement. Bei der Vergesellschaftung ist auf bioregionale Kompatibilität zu achten: empfohlen sind andere westafrikanische Arten wie Pelvicachromis-Arten, Phenacogrammus-Arten und friedliche afrikanische Salmler sowie kleinere Synodontis-Welsarten. Zwerggarnelen sind nicht sicher; Jungtiere werden als Beute betrachtet. Schnecken werden meist toleriert.

Ernährung

Benitochromis riomuniensis ist ein Allesfresser mit deutlicher Neigung zu tierischer Kost. Die Ernährung umfasst lebende und gefrorene Nahrung wie Mückenlarven, Artemia und Tubifex sowie hochwertiges Granulat- und Flockenfutter. Die Tiere nutzen den Bodengrund aktiv zur Nahrungssuche. Abwechslungsreiche Kombination aus proteinreichen Lebend-/Frostfuttermitteln und gelegentlichen pflanzlichen Komponenten empfohlen.

Zucht

Benitochromis riomuniensis ist ein biparentaler, ovophiler Maulbrüter. Beide Elternteile beteiligen sich gleichberechtigt an der Brutpflege. Unmittelbar nach dem Ablaichen werden die Eier ins Maul genommen; die Eltern reichen Eier und Larven mehrmals täglich zwischen sich hin und her. Zuchtwasser: 24–28 °C, pH 6–6,5, GH maximal 10 dGH. Das Paar laicht auf flachen Steinen oder strukturierten Bereichen ab. Gelegegrößen im Bereich von 50–100 Eiern. Inkubationszeit im Maul ca. 9 Tage bei 26 °C. Nach dem Freilassen suchen die Jungfische bei Gefahr Schutz im Maul der Eltern. Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und feines Staubfutter. Konditionierung mit reichlich hochwertigem Proteinfutter.

Zuchtwasser: 24 bis 28 °C, pH 6 bis 6,5, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Benitochromis riomuniensis stammt aus Westafrika, konkret aus Südwest-Kamerun (Lokoundje, Kienke, Ntem) und Äquatorialguinea (Rio Muni). Die Art bewohnt flache, stark beschattete Waldbäche mit mäßiger Strömung und einem Boden aus Sand und feinem Kies, häufig von viel Totholz, Wurzeln und Falllaub durchsetzt.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer und kräftiger als Weibchen und können eine rötliche bis dunkle Punktreihe in der Schwanzflosse aufweisen. Weibchen bleiben kleiner, zeigen oft einen glänzend gelben bis chromfarbenen Bereich in der weichstrahligen Rückenflosse und können bei Laichbereitschaft einen leuchtend rosa bis roten Bauch entwickeln.

Gut zu wissen

  • Biparentaler, ovophiler Maulbrüter – beide Eltern teilen die Brutpflege
  • Goldgelbe Kehle als markantes Erkennungsmerkmal
  • Bodenbewohner; intensive Nutzung von Sand-/Kieselsubstrat
  • Starke Bindung an Totholz, Blattstreu und flache Steine
  • Paarbildend, starke Revierverteidigung gegenüber Artgenossen
  • Junggarnelen gefährdet; Schnecken weitgehend toleriert
  • Eltern reichen Eier und Larven mehrmals täglich zwischen sich hin und her

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Goldkehlchen-Prachtbarsch?

Die empfohlenen Aquarium-Werte liegen bei 22–27 °C, pH 6–7,5 und GH 5–15 dGH. Gedämpfte Beleuchtung und moderate Strömung sind vorteilhaft.

Kann man den Goldkehlchen-Prachtbarsch vergesellschaften?

Ja, mit anderen westafrikanischen Arten wie Pelvicachromis, Phenacogrammus und friedlichen afrikanischen Salmlern.

Kann man den Goldkehlchen-Prachtbarsch im Aquarium züchten?

Ja, die Art ist ein biparentaler Maulbrüter. Beide Eltern teilen die Brutpflege und reichen Eier und Larven zwischen sich hin und her. Gelegegrößen von 50–100 Eiern, Inkubation ca. 9 Tage.

Was frisst der Goldkehlchen-Prachtbarsch?

Benitochromis riomuniensis ist ein Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost. Mückenlarven, Artemia, Tubifex und hochwertiges Granulatfutter werden angenommen. Die Tiere durchkauen aktiv den Bodengrund nach Nahrung.

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Fragen und Erfahrungen

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